Wir wollen die kommenden Tage nutzen, um nochmal auf die Spielzeit 2025/2026 zu schauen. Es war eine besondere Saison, die wir in vier Teile unterteilen. Nachdem wir im ersten Teil von der Saisonvorbereitung über die ersten Ligaspiele geschaut haben, blicken wir im zweiten Part auf die Phase nach der Deutschland Cup-Pause bis hin zu den Olympischen Spielen im Februar 2026. Eine Phase, in der unsere Mannschaft nur drei Partien verlor, satte 71 Punkte in 27 Spielen einfuhr und zudem eine neue DEL-Bestmarke aufstellte.
COMEBACK-SIEG IN WOLFSBURG
Nach zwei bitteren Niederlagen vor der Länderspielpause aufgrund des Deutschland Cups startete unsere Mannschaft mit einem Auswärtsspiel in Wolfsburg zurück in den Liga-Betrieb. 50 Minuten waren in der Wolfsburg Arena gespielt, da sah beim Spielstand von 1:3 vieles nach der dritten Niederlage in Serie aus. Doch unsere Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel, glich sechs Minuten vor dem Ende aus und hatte durch einen Treffer von Patrick Russell in der Schlussminute das glücklichere Ende auf ihrer Seite – 4:3! Ein Auftakt in besondere Wochen.

SPÄTE SIEGE GEGEN MANNHEIM
Diese erlebten ihren ersten kleinen Höhepunkt mit einem Penalty-Drama par excellence. Insgesamt 24 Penaltys waren notwendig, um an einem Dienstagabend Ende November einen Sieger im DEL-Klassiker zwischen uns und den Adler Mannheim zu finden. Schlielich war es Nate Scharr, der mit seinem dritten verwandelten Penalty den viel umjubelten Siegtreffer für unsere Jungs erzielen konnte.
Nur zweieinhalb Wochen darauf trafen sich beide Teams erneut in der LANXESS arena – dieses Mal zum „Tag der Junghaie“-Heimspiel. Bei der Partie im Zeichen unseres Nachwuchs entwickelte sich ein ähnlich intensives wie spannendes Spiel wie zuvor beim ersten Saisonduell in Köln – und erneut wurde die Entscheidung der Partie erst spät getroffen. 53,1 Sekunden vor dem Ende sorgte Brady Austin mit einem Schuss ins kurze obere Eck für den 5:4-Siegtreffer gegen die Adler – ein wichtiger Erfolg und, was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wissen konnte, der Auftakt einer unglaublichen Siegesserie.

GELUNGENER JAHRESABSCHLUSS
Denn nach dem Sieg gegen die Adler setzten unsere Jungs ihre Erfolgsserie fort und entschieden auch die folgenden Duelle gegen Wolfsburg, Berlin und Frankfurt für sich. Zum Jahresende begeisterten sie zudem die Fans in der heimischen Arena: Am 2. Weihnachtsfeiertag wurden die Fischtown Pinguins Bremerhaven bezwungen, zwei Tage später folgten die Schwenninger Wild Wings. Den erfolgreichen Jahresabschluss bildete ein 7:4-Erfolg im NRW-Duell in Iserlohn. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte unsere Mannschaft zudem in 17 Spielen in Serie punkten – und auch diese Serie sollten noch nicht zu Ende sein.

REKORDSIEGESSERIE
Auch fünf Auswärtsspiele in Serie zum Beginn des neuen Jahres in Dresden, Nürnberg, Ingolstadt, Augsburg und Bremerhaven konnten die Serie unserer Jungs nicht stoppen. Mit einem 4:2-Erfolg Ende Januar gegen Iserlohn stellte unsere Mannschaft einen eigenen DEL-Club-Rekord von 14 Siegen in Serie auf. Nach einem weiteren Erfolg in Schwenningen, der die Einstellung des DEL-Rekordes der Adler Mannheim aus der Saison 2001/2002 bedeutete, gewannen unsere Jungs auch das darauffolgende Heimspiel gegen Nürnberg – der 16. Sieg in Serie! Neuer DEL-Rekord – noch nie konnte in über 30 Jahren DEL ein Team so viele Spiele in Serie gewinnen. Dazu knackten wir als bislang schnellstes Team (43. Spieltag) die 100 Punkte-Marke.

VIER HAIE FÜR OLYMPIA
Und auch wenn die Phase zwischen Deutschland Cup und Olympia für unsere Jungs mit einer Niederlage gegen Frankfurt endete – im übrigen die einzige Niederlage nach 60 Minuten in diesen gut drei Monaten – so war diese Zeit sicherlich ein ganz besonderer Teil dieser Saison. Es folgte eine gut vierwöchige Spielpause aufgrund der Olympischen Winterspiele – und dies mit Haie-Beteiligung in Mailand.
Mit Moritz Müller und Parker Tuomie (Deutschland), sowie Frederik Storm und Patrick Russell (Dänemark) wurden gleich vier Haie von ihren jeweiligen Verbänden für die Olympischen Spiele nominiert und freuten sich sehr auf dieses Erlebnis. „Olympia hat etwas Mystisches, Magisches für mich. Schon als kleines Kind waren die Spiele für mich das Gröte, woran man als Sportler teilnehmen kann – das ist für mich nach wie vor so“, sagte beispielsweise Moritz Müller vor dem Abflug nach Italien.

Wie es für die Jungs vor Ort in Mailand war und wie die restliche Hauptrunde verlief, darauf gehen wir im dritten Teil unseres Saisonrückblicks etwas genauer ein.