Wir wollen die kommenden Tage nutzen, um noch einmal auf die Spielzeit 2025/2026 zurückzublicken. Es war eine besondere Saison, die wir in vier Teile unterteilen. Den Anfang macht die Zeit vom Trainingscamp in Österreich bis zur Deutschland-Cup-Pause, in der wir den Grundstein für eine erfolgreiche Hauptrunde legten. Und das, obwohl wir nach dem schweren Auftaktprogramm gegen Berlin und München zunächst zwei Niederlagen und damit einen eher holprigen Start in die DEL-Saison 2025/2026 hinnehmen mussten.
ZU GAST IN KAPFENBERG UND GRAZ
Den Grundstein für eine besondere Saison 2025/2026 legten wir einmal mehr in Österreich. Dort verbrachten wir in der Sommervorbereitung einige Tage in Kapfenberg und nahmen in Graz an der Energie Steiermark Trophy teil. Dort absolvierten wir zwei Spiele gegen Malmö (1:4-Niederlage) und Bratislava (3:1-Sieg) und belegten am Ende Platz drei. Viel wichtiger als die Platzierung bei diesem Turnier waren allerdings die Tage vor Ort mit vielen Trainingseinheiten und vor allem Teambuilding-Manahmen.

ZWEI NIEDERLAGEN ZUM AUFTAKT
Auf der Medienrunde wenige Tage vor dem Saisonauftakt zog Cheftrainer Kari Jalonen ein Fazit der intensiven Vorbereitungswochen: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Vorbereitung. Wir hatten gute Testspiele gegen starke Gegner, insbesondere gegen Tampere, Malmö und Bratislava, die uns gut auf die reguläre Saison vorbereitet haben.“ Gleichzeitig blickte er auf das Auftaktwochenende der DEL und warnte vor zwei sehr starken Gegnern – und sollte recht behalten: Vor ausverkauftem Haus mit einer tollen Choreo zu Beginn der Partie verloren wir das erste Saisonspiel gegen München mit 2:4, ehe zwei Tage später eine 3:7-Niederlage gegen Berlin folgte. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste: In den folgenden 50 Spielen kassierten wir nur neun weitere Niederlagen nach 60 Minuten.

DIE RICHTIGE ANTWORT
Nach dem Auftaktwochenende traten wir am darauffolgenden Wochenende in Schwenningen und Nürnberg an und konnten beide Spiele für uns entscheiden. Dominik Uher, im Sommer aus Bremerhaven gekommen, traf beim Sieg in Schwenningen und fasste es danach so zusammen: „Wir wollten eine Reaktion auf das vergangene Wochenende zeigen – und das haben wir geschafft.“ Die beiden Auswärtserfolge waren die ersten von insgesamt 19 in der Hauptrunde, die uns am Ende Platz eins in der Auswärtstabelle einbrachten.

JANNE JUVONEN WIRD EIN HAI
Aufgrund einer Verletzung von Felix Brückmann verpflichteten wir Mitte Oktober den finnischen Schlussmann Janne Juvonen. Der Finne hatte zuvor drei Jahre in der Schweiz gespielt und war seit dem Sommer vereinslos. Gleich in seinem ersten Einsatz – dem 5:0-Sieg gegen die Löwen Frankfurt – feierte der Torwart mit der Rückennummer 30 einen Shutout. Es war der erste von insgesamt fünf Shutouts, die mit ein Grund dafür waren, dass Juvonen bei der PENNY-DEL-Awardshow am Saisonende gleich mehrfach ausgezeichnet wurde.

KLEINERE DÄMPFER VOR DER DEUTSCHLAND CUP-PAUSE
Nach 15 Spielen lagen wir Ende Oktober in der PENNY DEL auf einem guten dritten Platz – vor uns standen zu diesem Zeitpunkt die Adler Mannheim und die Straubing Tigers. Nach den beiden Auftaktniederlagen auf heimischem Eis gelangen uns sechs Heimsiege in Folge. Am letzten Wochenende vor der Deutschland-Cup-Pause erlebten wir dann ein kleines Déjà-vu: Wieder war München zu Gast, wieder gab es eine knappe Niederlage (0:2), obwohl wir ein gutes Spiel zeigten. Wenige Tage zuvor traten wir in Ingolstadt an und mussten dort eine deutliche 3:10-Niederlage hinnehmen. Die Deutschland-Cup-Pause kam zu diesem Zeitpunkt wohl genau richtig.
