Freitag, 06. Dezember 2019

Packender Overtime-Thriller: KEC siegt 5:4 in Berlin

  • Haie verspielen klare Führung – und siegen dann in Overtime 

  • Fünfter Sieg in Folge für formstarke Kölner 

Vor dem Spiel bei den Eisbären Berlin hatte Alexander Oblinger bereits gesagt: „Beide Teams sind aktuell gut drauf. Da kommt es auch auf die Kleinigkeiten an. Die wollen wir besser machen als der Gegner.“ Und so tritt die Mannschaft auch von der ersten Minute an vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena auf. Das Team von Mike Stewart versucht schnell die neutrale Zone zu überbrücken, um dann in der Offensive Gefahr zu kreieren. Jason Akeson prüft als erster Eisbären-Goalie Sebastian Dahm (6.). Doch dann verliert die Haie-Defensive einmal kurz die Orientierung und Ryan McKiernan lässt Gustaf Wesslau, der von Stewart den Vorzug vor Hannibal Weitzmann bekommen hatte, keine Chance – die 1:0-Führung für die Gastgeber. Doch die Haie zeigen sich keineswegs geschockt und liefern nur eine Minute später die schnelle Antwort: Alexander Oblinger bringt die Scheibe zunächst Richtung gegnerisches Tor, Sill nutz den Abpraller und netzt im Fallen zum 1:1-Ausgleich ein (8.). Und die Kölner machen weiter Druck. Im Forecheck wird der Gegner immer wieder früh attackiert. Und das zahlt sich aus. Moritz Müller, der nach zehnwöchiger Verletzungspause in Berlin sein Comeback gibt, fasst sich ein Herz. Sein Schuss wird im Slot von Marcel Müller unhaltbar für Dahm abgefälscht. Die umjubelte 2:1-Führung aus Haie-Sicht (17.). Danach passiert nichts mehr – und so gehen die Gäste nicht unverdient mit einem knappen Vorsprung ins zweite Drittel.

Köln baut Führung weiter aus
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts zeigt der KEC eine konzentrierte Leistung. Auch in Unterzahl – Mo Müller sitzt zunächst noch wegen Haltens auf der Strafbank – funktioniert der Forecheck von Freddie Tiffels & Co. ausgezeichnet (22.). Dann das erste Powerplay der Domstädter (25.). Jason Bast prüft gleich zwei Mal den Berliner Goalie (26.). Kurze Zeit später dann die Eisbären erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis: Und Gustaf Wesslau kann seine ganze Klasse zeigen. Mit einem tollen Reflex gegen Reichel rettet der schwedische Goalie die knappe Haie-Führung (28.). Und dann schlagen die Rheinländer im Powerplay erneut zu: Nach Matsumoto-Pass dreht sich Ben Hanowski im Slot zunächst um die eigene Achse, um den Puck dann sehenswert zum 3:1 aus Haie-Sicht zu versenken (31.). Das hat der US-Boy ganz stark gemacht. Und der KEC bleibt weiter torhungrig. So ist es Jason Bast, der das Ergebnis weiter ausbauen kann und mit einem satten Linksschuss auf 4:1 für den KEC stellt (36.). Das ist effizientes Teamhockey, was die Mannschaft hier in Berlin zeigt. Auch dank eines überragenden Wesslau liegen die Kölner Haie nach zwei Dritteln – auch in dieser Höhe nicht unverdient – mit 4:1 in Front.

Eisbären gelingt furioses Comeback – Haie schlagen zurück
Auch im letzten Drittel zeigen die Haie gegen eines der heimstärksten Teams der Liga ein richtig starkes Auswärtsspiel. Immer wieder fahren die schnellen KEC-Angreifer gefährliche Konter gegen langsam verzweifelnde Berliner (45.), bei denen nun Maximilian Franzreb zwischen den Pfosten steht. Und wenn die Eisbären dann doch mal gefährlich vor das Haie-Tor kommen, ist ja Wesslau da. Der zeigt auch gegen Ortega wieder eine starke Parade aus (47.). Dann sind wieder die Haie im Vorwärtsgang – einen Konter über drei Stationen nagelt Ben Hanowski an den Pfosten (49.). Dann muss ein Kölner nach Wechselfehler für zwei Minuten auf die Strafbank – und Berlin nutzt erstmals an diesem Abend die Überzahl zum 2:4-Anschluss-Treffer durch Mark Olver. Nur 1:53-Minuten später treffen die Hausherren durch Louis-Marc Aubry zum 3:4 (55.). Und dann gelingt James Sheppard doch tatsächlich noch der 4:4-Ausgleich (57.). Das ist aus Haie-Sicht wirklich ärgerlich. Dabei bleibt’s bis zum Drittel-Ende. Und so muss die Entscheidung in Overtime fallen. Und da haben die Kölner dann das bessere Ende für sich: 1:11-Minuten vor Ende der Verlängerung macht Lucas Dumont das 5:4 klar – und sichert den Gästen so den Extra-Punkt! „Wir haben es am Ende nochmal spannend gemacht. Dennoch gehen wir hier als Sieger vom Eis“, sagt der „Comebacker“ nach dem Spiel. „Es war schön für mich, heute wieder dabei zu sein.“

Am Sonntag, 16:30 Uhr, geht's für die Kölner Haie in der heimischen LANXESS arena gegen die Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg weiter. Tickets für die Partie gibt's wie immer im Online-Ticketshop.

Foto: DEL-Photosharing

 

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