Eine besondere Saison endet mit einer 1:4-Niederlage in Spiel 6 des Halbfinals. Durch den Sieg am Montagabend in der erneut ausverkauften LANXESS Arena stellt Berlin die „Best-of-Seven“-Serie auf 4:2 und zieht damit ins Finale ein. Zwei späte Treffer ins Empty Net entscheiden die Partie zugunsten der Hauptstädter. Wir haben den Spielbericht.
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und temporeiches Eishockeyspiel, in dem beide Mannschaften einmal mehr ihre Qualität unter Beweis stellten. Zunächst präsentierten sich die Gäste aus der Hauptstadt jedoch effizienter: Die deutschen Nationalspieler Jonas Müller (7.) und Frederik Tiffels (10.) sorgten mit einem Doppelschlag früh für eine 2:0-Führung der Berliner.
Wir lieen uns von diesem frühen Rückschlag jedoch nicht aus dem Konzept bringen und hielten stark dagegen. Bis zur 16. Minute gelang es uns allerdings nicht, den erneut stark aufspielenden Jonas Stettmer im Berliner Tor zu überwinden. Dann setzte Parker Tuomie an der rechten Bande in Berlins Zone ein Ausrufezeichen, brachte die Scheibe einfach aufs Tor – und hatte Erfolg: Stettmer wirkte überrascht, der Puck rutschte durch, und wir konnten auf 1:2 verkürzen (16.).
Angetrieben vom Groteil der 18.600 Zuschauer in einer stimmungsvollen LANXESS Arena bot sich uns kurz darauf die groe Chance zum Ausgleich. Nach zwei Berliner Strafzeiten standen wir für knapp eine Minute in doppelter Überzahl auf dem Eis. Weder das 5-gegen-3 noch die anschlieende einfache Überzahl konnten wir jedoch nutzen, um den Ausgleich zu erzielen. So ging es nach 20 intensiven Minuten mit einer knappen Berliner Führung in die erste Drittelpause.
Auch im zweiten Drittel schenkten sich beide Teams nichts. Janne Juvonen und Jonas Stettmer rückten immer wieder in den Mittelpunkt und vereitelten zahlreiche Grochancen. Wir warfen alles in die Partie, mussten defensiv jedoch weiterhin hellwach sein, denn die Eisbären verlangten uns – wie schon in der gesamten Serie – alles ab. Tore sollten in diesem Abschnitt allerdings keine fallen, sodass es mit dem 1:2 in das Schlussdrittel ging.
Auch im letzten Abschnitt sahen die Zuschauer im ausverkauften Haifischbecken ein spannendes und schnelles Spiel. Trotz aller Bemühungen gelang es uns an diesem Abend jedoch nicht mehr, ein weiteres Tor zu erzielen. Stattdessen nutzte Berlin seine Chancen in der Schlussphase: Yannick Veilleux (59.) und Markus Vikingstad (60.) trafen jeweils ins leere Tor und sorgten für den 4:1-Endstand.
Mit dem ersten Auswärtssieg der Serie sichert sich Berlin den entscheidenden vierten Erfolg und zieht damit ins Finale ein. Herzlichen Glückwunsch an die Eisbären zum Finaleinzug.
Für uns endet diese besondere Saison an dieser Stelle. Wir lassen die vergangenen Monate, Wochen und Tage nun erst einmal sacken. Vielen Dank an alle, die uns in dieser Saison unterstützt haben!
TORE
0:1 Jonas Müller (Eder, Kirk) 7. Minute; 0:2 Frederik Tiffels (Dea, Ronning) 10. Minute; 1:2 Parker Tuomie (Austin, Kaski) 16. Minute; 1:3 Yannick Veilleux (Tiffels, Stettmer) 59. Minute; 1:4 Markus Vikingstad (Wiederer) 60. Minute
FAKTEN
- Durch den ersten Auswärtssieg der Serie zog Berlin das entscheidende Spiel, um den vierten Sieg der Serie zu holen
- Berlin erzielte zwei „Empty Netter“
- Es war Kari Jalonens letztes Spiel als Cheftrainer der Kölner Haie
- Die LANXESS arena war zum 15. Mal in Serie ausverkauft
STIMMEN
„Glückwunsch an Berlin zum Einzug ins Finale. Die besten Teams qualifizieren sich für das Finale. Ich bin sehr stolz darauf, wie wir heute und auch generell in den Playoffs aufgetreten sind. Ich kann nichts Negatives über meine Mannschaft sagen. Mein Dank geht an den Gesellschaft und die Organisation der Haie – ich hatte hier zwei sehr schöne Jahre, ich habe es sehr genossen. Jetzt ist es Zeit, nach Hause zu gehen.“
KARI JALONEN
„Gratulation an die Eisbären, sie haben gezeigt, warum sie vergangenes Jahr Meister geworden sind. Es war leider nicht genug von unserer Seite, wir haben uns viel vorgenommen, es aber nicht ganz umsetzen können. Es ist schwer zu beschreiben – ich bin in den vergangenen drei Jahren jeweils mit meinen Mannschaften an Berlin gescheitert, sie sind mental einfach sehr stark und erfahren. Unsere Special Teams haben heute leider nicht so funktioniert, generell in der Serie war es nicht gut genug.“
PARKER TUOMIE