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„Wenn es darauf ankommt, kann ich diese Energie noch bringen“ - Mo im Gespräch

DIENSTAG, 02. JUNI 2026
Moritz Müller freut sich über seine 24. Saison im Haie-Trikot (Foto: Kölner Haie)

Moritz Müller bleibt ein weiteres Jahr bei uns! Wir haben uns nach der Verkündung mit unserer Nummer 91 unterhalten und ihm im Gespräch ein bisschen auf den Zahn gefühlt.

Mo, wie lief der Entscheidungsprozess rund um deine Vertragsverlängerung ab?

 „Ich habe wirklich in mich hineingehört und darüber nachgedacht, wie es wäre, aufzuhören. Dabei habe ich sowohl meine Gefühlslage betrachtet als auch den Gedanken zugelassen, weiterzuspielen. Schließlich hört man nur einmal zum ersten Mal auf. Ich habe über vieles nachgedacht. Es gab auch Optionen für die Zeit nach dem Eishockey, aber nichts hat sich so richtig angefühlt. Die Haie haben mir signalisiert, dass sie meinen Vertrag verlängern wollen. Hierüber gab es einen offenen Austausch. Deshalb freue ich mich sehr, hier weiterspielen zu können.“

Ihr habt euch mit der Entscheidung erneut bewusst Zeit gelassen. Warum war euch das wichtig?

„Genau. In meinem Alter ist es normal, sich etwas Zeit zu nehmen und zu schauen, ob vielleicht der Moment kommt, in dem man merkt, dass es nicht mehr passt. Im vergangenen Jahr habe ich viel in mich hineingehört und war unentschlossen: ‚Ist es schon so weit?‘ oder ‚Ist es noch nicht so weit?‘ Die Playoffs liefen körperlich sehr gut, sodass ich gemerkt habe: Wenn es darauf ankommt, kann ich dieses Level und diese Energie noch bringen. Und klar ist auch: So eine Entscheidung trifft man nicht allein. Ich habe viel mit meiner Familie darüber gesprochen.“

Gab es einen entscheidenden Grund für die Verlängerung?

„Der Hauptgrund ist tatsächlich, dass die vergangenen beiden Jahre extrem viel Spaß gemacht haben und wir eine tolle Mannschaft haben. Bei den Haien geht es in die richtige Richtung. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es davor Jahre gab, die schwieriger waren. Jetzt macht es einfach sehr viel Freude. Der Verein hat in den vergangenen Jahren große Schritte nach vorne gemacht. Nach den verlorenen Finalspielen 2013/2014 hatten wir turbulente Zeiten – ich denke dabei auch an die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Kurz zuvor befanden wir uns in einem guten Entwicklungsprozess, der dann unterbrochen wurde. Die vergangenen Jahre waren erfolgreich, wir spielen vor sehr vielen Fans – und das eine bedingt natürlich auch das andere. Dadurch wird der Klub für ambitionierte und qualitativ starke Spieler attraktiv. All das trägt dazu bei, den eigenen Erwartungen gerecht werden zu können.“

Was möchtest du den Fans zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?

„Ich kann nur sagen, dass ich mich sehr freue. Und eines ist klar: Ich bin 39 Jahre alt, deshalb muss und werde ich weiterhin fleißig trainieren. Für mich steht fest, dass ich mit dieser Entscheidung auch wieder voll dabei bin und alles investieren werde, was in mir steckt.“