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Haie verlieren Spiel 5 des Halbfinals mit 2:5

SAMSTAG, 18. APRIL 2026
Gregor MacLeod (M.) und die Haie müssen sich den Berlinern in Halbfinal-Spiel 5 mit 2:5 geschlagen geben (Fotos: City-Press GmbH)

Wir unterliegen den Eisbären Berlin im Halbfinal-Spiel 5 mit 2:5. Dominik Bokk und Gregor MacLeod erzielen unsere zwischenzeitlichen Anschlusstreffer, doch effiziente Berliner erzielen insgesamt drei Tore mehr – darunter zwei Empty-Net-Treffer – und sichern sich Spiel 5. Wir haben den Spielbericht.

Die Eisbären kamen vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Uber Arena besser ins Spiel und hatten gleich in den ersten Shifts gute Chancen zur Führung, die Janne Juvonen in unserem Tor im Verbund mit seinen Vorderleuten jedoch entschärfen konnte. Mitte des ersten Drittels fanden wir besser in die Partie und hätten in Unterzahl durch Kapitän Moritz Müller fast die Führung erzielt (10.), doch der finale Pass beim 2-auf-1 auf unsere Nummer 91 geriet etwas zu scharf.

Die Szenen in der 17. und 18. Minute waren sinnbildlich für den Verlauf des ersten Drittels. Berlin übte jeweils in unserem Drittel mit aggressivem Forecheck Druck aus und kam zu Torchancen, doch beide Male konnten wir uns befreien und hatten durch Veli-Matti Vittasmäki (17.) sowie Dominik Bokk im Zusammenspiel mit Louis-Marc Aubry gute Möglichkeiten, die wir jedoch ungenutzt ließen. So ging es mit einem 0:0 in die erste Drittelpause.

Im zweiten Drittel konnten sich die Hausherren für ihre engagierte Partie belohnen. Adam Smith fand in unserer Verteidigung eine kleine Lücke, weil wir zuvor im Wechsel unsortiert waren, und traf mit einem Handgelenkschuss unhaltbar in den Winkel (25.). Wir wirkten kurzzeitig beeindruckt und mussten in Überzahl nur zwei Minuten später den nächsten Treffer hinnehmen – Wiederer überwand Juvonen im Konter (27.).

Fünf Minuten später meldeten wir uns in der Partie und auch auf dem Scoreboard an. Bokk verwertete ein starkes Zuspiel Aubrys von hinter dem Tor am ersten Pfosten zum Anschlusstreffer. In der Folge drängten wir auf den Ausgleich, doch Brady Austin (35.) und MacLeod (37.) konnten Jonas Stettmer im Berliner Tor nicht überwinden. Defensiv waren wir bei den gefährlichen Angriffen der Gastgeber immer wieder gefordert, hielten dem Druck jedoch stand, sodass es mit der knappen 2:1-Führung für Berlin in die zweite Drittelpause ging.

Hatten wir uns für den Schlussabschnitt viel vorgenommen, so machte uns Berlins Kapitän Jonas Müller mit seinem Treffer in der 42. Minute zunächst einen Strich durch die Rechnung und stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. In der Folge schien Berlin dem vierten Treffer näher als wir dem zweiten, doch dann ergab sich eine Powerplay-Situation für uns, die MacLeod nutzte (54.). Nach einem gewonnenen Bully landete die Scheibe über Aubry und Valtteri Kemiläinen beim Kanadier, der Stettmer mit einem Handgelenkschuss aus kurzer Distanz und mit etwas Glück überwand.

Beinahe hätten wir kurz nach dem Anschlusstreffer den Ausgleich erzielt, doch nach einem guten Shift hatten die Berliner in einem unübersichtlichen Slot das letzte Wort und klärten die Scheibe in letzter Sekunde. Kurz vor Schluss zogen wir Juvonen, was Berlin mit zwei Empty-Net-Treffern durch Liam Kirk (59.) und Marcel Noebels (60.) bestrafte.

Durch den Erfolg in Spiel 5 gehen die Eisbären in der „Best-of-Seven“-Serie mit 3:2 in Führung. Spiel 6 des Halbfinals steigt am Montag ab 19:30 Uhr in der LANXESS arena.

TORE

1:0 Adam Smith (Pföderl, Reinke) 25. Minute; 2:0 Manuel Wiederer (Unterzahl) 27. Minute; 2:1 Dominik Bokk (Aubry) 32. Minute; 3:1 Jonas Müller (Noebels, Eder) 42. Minute; 3:2 Gregor MacLeod (Powerplay/Kemiläinen, Aubry) 54. Minute; 4:2 Liam Kirk (Eder, Noebels) 59. Minute; 5:2 Marcel Noebels (Kirk, Wiederer) 60. Minute

FAKTEN

  • Wir schossen 33-mal aufs Berliner Tor

  • Die Eisbären konnten in Unterzahl treffen

  • Louis-Marc Aubry war an beiden Haie-Toren beteiligt

  • Die Uber Arena war ausverkauft

  • Berlin erzielte zwei Treffer ins leere Tor („Empty Netter“)

STIMMEN

Ich denke, dass es unser bestes Auswärtsspiel der Serie war. Es gab kritische Momente in unserem Spiel, wo wir Probleme hatten und Fehler gemacht haben, besonders der Shorthander der Berlin war ein solcher Moment, aber auch das 1:3. Wir müssen das Positive mit aus dem Spiel nehmen und lernen, um es im nächsten Spiel besserzumachen. Ab sofort geht es darum, für Spiel 6 am Montag fit zu werden und dann bereit zu sein.

KARI JALONEN

Ich hatte lange das Gefühl, dass wir heute in Berlin gewinnen können, haben aber in den entscheidenden Momenten nicht die Tore machen können. Zudem haben wir einige Geschenke verteilt. Nach dem Doppelschlag der Berliner haben wir gutes Eishockey gezeigt, aber es war nicht genug, um hier zu gewinnen. Dafür hätten wir die Chancen nutzen müssen. Unsere Saison ist jetzt aktuell ein Spiel, wir gucken nicht weiter voraus, es geht um Montag.

MORITZ MÜLLER