Zum Inhalt springen

Haie verlieren Overtime-Krimi gegen Straubing

SONNTAG, 17. NOVEMBER 2019
DEL-Photosharing  / Schäfer
  • Siegesserie endet mit 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen die Tigers

  • Erneute Aufholjagd reicht dieses Mal nur für einen Punkt

Bereits vor der Partie hatte Mike Stewart eindringlich vor der Offensiv-Power der Gäste aus Straubing gewarnt. „Wir müssen im eigenen Drittel richtig konzentriert sein“, so der Haie-Coach. Und sein Team hielt sich an die Maßgabe ihres Trainers. Von der ersten Minute an zeigen die Haie vor 12.559 Zuschauern in der LANXESS arena eine konzentrierte Leistung und viel Engagement. Im ersten Powerplay der Partie wird das Heimteam fast früh belohnt. Doch Freddie Tiffels scheitert mit seinem Schuss am linken Pfosten (5. Minute). Auch danach haben die Haie den Gegner gut im Griff. Hannibal Weitzmann, der erneut den verletzten Gustaf Wesslau vertritt, erlebt zunächst einen ruhigen Abend. Erst gegen Balisy (8.) und wenig später gegen Brandt (9.) muss der Haie-Goalie sein Können zeigen. Dennoch bleiben die Haie das gefährlichere Team. Doch Ben Hanowski (14.) und Sebastian Uvira (15.) scheitern an Gäste-Torwart Jeff Zatkoff. Doch dann fällt aus dem Nichts das Tor für die Gäste: In Überzahl, Kevin Gagné ist für zwei Minuten auf der Strafbank, trifft Laganière etwas überraschend zum 0:1 (19.). Und so gehen die Haie trotz guter Leistung mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Drittel werden die Gastgeber kalt erwischt: Connolly steht völlig frei vor Weitzmann im Slot – und lässt dem Goalie keine Abwehrchance (21). Das Offensivspiel der Gäste ist auch auswärts effizient. Doch die Haie zeigen erneute Comeback-Qualitäten. Im vierten Powerplay nutzt Colby Genoway die numerische Überzahl und nagelt den Puck zum 1:2 in den Winkel (27.). Beide Mannschaften schenken sich jetzt nichts. In der 29. Minute dann glück für den KEC: Heard knallt den Puck nach einem Konter an die Latte. Vier Minuten später versenkt Balisy einen Rebound zum 1:3 aus Kölner Sicht (33.). Danach merkt man dem Stewart-Team den erneuten Rückschlag deutlich an. Bis zur Drittelpause gibt es auf beiden Seiten keine weiteren nennenswerten Offensiv-Aktionen mehr.

Und so startet der KEC mit einem Zweitore-Rückstand in den Schlussabschnitt. In dem das Heimteam von Beginn an nochmal richtig Druck macht. Diesmal sind es die Haie, die früh belohnt werden. Dominik Tiffels verkürzt mit seinem ersten Saisontreffer von der Blauen Linie zum 2:3 (42.). Jetzt ist auch das Publikum in der erneut gutgefüllten Arena da. Und das Team nimmt die Energie auf: Jason Bast trifft nach schöner Vorarbeit von Hanowski zum 3:3-Ausgleich (49.). Erneut zeugen die Haie große Moral und haben nach das Momentum auf ihrer Seite. Allerdings blieben die Gäste bei Kontern gefährlich. So rettet Weitzmann bei einer 2:1-Situation eine Riesen-Parade das Unentschieden. Danach drängen die Haie auf den Siegtreffer – werden aber bis zum Ablauf der regulären Spielzeit nicht mehr belohnt. So geht es in die Overtime, in der die Haie deutlich mehr Spielanteile haben – ohne sich dabei die ganz großen Tormöglichkeiten herauszuspielen. Und so beendet Straubings Balisy mit seinem Gamewinner zum 3:4 die Partie (64.). „Wir haben an dem Wochenende bewiesen, dass wir Moral haben und uns auch nach Rückständen zurückkämpfen können,“ sah Mike Stewart auch viel Positives. „Wir sind auf einem guten Weg“. Für die Haie geht’s am Freitag, 22. November (19:30 Uhr) zu den Grizzlys nach Wolfsburg.