Auch wenn die Weltmeisterschaft noch ein paar Tage andauert und in den kommenden Tagen die K.o.-Spiele anstehen, fassen wir die WM schon einmal zusammen. Sowohl das deutsche als auch das dänische Team – beide mit KEC-Akteuren im Aufgebot – müssen nach der Vorrunde leider die Heimreise antreten. Einer von ihnen gab kurz nach dem letzten WM-Vorrundenspiel für sein Team seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt. Wir geben einen Überblick.
DEUTSCHLAND
Die deutsche Nationalmannschaft wird – auch wenn das letzte Gruppenspiel zwischen Finnland und der Schweiz erst am Abend stattfindet – einen Platz unter den ersten Vier in der Gruppe A nicht mehr erreichen können. Damit steht fest, dass das Viertelfinale verpasst wird.
Das deutsche Team um Cheftrainer Harold Kreis erwischte bei der diesjährigen WM in der Schweiz keinen guten Start. Nach Auftaktniederlagen gegen Finnland (1:3), Lettland (0:2) und die Schweiz (1:6) gab es gegen die USA nach einer Niederlage im Penaltyschieen den ersten Punkt (3:4 n.P.). Gerade im Spiel gegen die USA zeigte die deutsche Nationalmannschaft eine gute Leistung und war dem ersten Sieg der WM sehr nahe, doch fünf Minuten vor Ende konnten sich die US-Amerikaner mit einem späten Treffer in die Verlängerung retten. Die endete torlos, das Penaltyschieen ging an die USA.
Es folgten in den abschlieenden drei Spielen zwar noch drei Siege über Ungarn (6:2), Österreich (6:2) und Grobritannien (6:3), doch die „Aufholjagd“ kam zu spät. Mit zehn Punkten aus sieben Spielen und einem Torverhältnis von 23:22 wird die deutsche Nationalmannschaft die Gruppenphase auf Platz 5 beenden.
Daniel Fischbuch, Neuzugang der Haie, bestritt vier Spiele, ehe ihn eine Oberkörperverletzung stoppte. Der Angreifer kam in diesen vier Spielen auf eine Eiszeit von 58:11 Minuten. Parker Tuomie, von 2024 bis 2026 für uns und künftig in Bremerhaven aktiv, absolvierte alle sieben Vorrundenspiele (66:01 Minuten).
DÄNEMARK
Auch dem dänischen Team blieb der Einzug ins Viertelfinale verwehrt. Dänemark um Cheftrainer Mikael Gath mit den Haie-Spielern Frederik Storm und Patrick Russell erwischte einen schweren Start. Nach Auftaktniederlagen gegen Tschechien (1:4), Schweden (2:6) und Kanada (1:5) geriet das Team früh unter Druck. Auch gegen die Slowakei setzte es eine 1:5-Niederlage, wodurch die Chancen auf das Viertelfinale bereits früh schwanden.
Zwar gelang der dänischen Nationalmannschaft gegen Slowenien der erste Sieg des Turniers (4:0), dem ein Overtime-Sieg über Italien folgte (3:2), doch auch das letzte WM-Spiel ging verloren (2:3 n.V. gegen Norwegen). Damit beendet Dänemark die Vorrunde nach sieben Spielen auf Platz sechs – mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 15:26.
Patrick Russell konnte in sieben Spielen fünf Scorerpunkte sammeln (drei Tore, zwei Assists) und kam auf eine Eiszeit von 138:41 Minuten. Frederik Storm absolvierte ebenfalls alle sieben Vorrundenspiele und kam auf eine Eiszeit von 96:06 Minuten.
FREDERIK STORM BEENDET NATIONALMANNSCHAFTSKARRIERE
Kurz nach dem Spiel gegen Norwegen gab Frederik Storm bekannt, seine Länderspielkarriere zu beenden. Insgesamt blickt der 37-Jährige auf 226 Einsätze im dänischen Team zurück und wurde im Namen des dänischen Eishockeyverbandes gebührend verabschiedet:
„Eine Legende verabschiedet sich. Frederik Storm beendet seine Karriere in der dänischen Nationalmannschaft. Nach 226 Länderspielen – darunter 95 Spiele bei der A-WM – hat Storm Dänemark zum letzten Mal vertreten. Danke für die schönen Erinnerungen! Du hast immer alles für den Löwen auf der Brust gegeben.“