Wir müssen uns im Heimspiel am Dienstagabend den Schwenninger Wild Wings mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Unsere Mannschaft ist über weite Strecken das aktivere Team, geht vier Minuten vor dem Ende in Führung, doch zieht am Ende in der Overtime gegen effiziente Schwenninger den Kürzeren. Wir haben den Spielbericht.
DIE GESCHICHTE DES SPIELS
Gleich zwei Mal zogen die Schwenninger Wild Wings eine Strafe wegen Spielverzögerung – und beide Mal wusste unsere Mannschaft, das aktuell ligaweit beste Team im Powerplay, dies auszunutzen. In der 38. Minute traf Daniel Fischbuch sogar bei doppelter Unterzahl, da auch Wild Wings-Goalie Eriksson sich eine Strafzeit einhandelte – vier Minuten vor dem Ende überwand Markus Ljungh seinen schwedischen Landsmann im Schwenninger Gehäuse. Zum Heimsieg sollte es am Ende jedoch nicht reichen.
DAS SPIEL
Vor 14.884 Zuschauern startete unsere Mannschaft druckvoll in die Partie. Viele offensive Scheibengewinne sorgten für lange Druckphase vor dem Wild Wings-Gehäuse, bei denen jedoch zumeist beim gut aufgelegten Schwenninger Schlussmann Joacim Eriksson Endstation war. So scheiterten Mateu Späth und Frederik Storm am schwedischen Goalie, ebenso wie Maxi Kammerer, der es aus spitzem Winkel probierte.
Durch die langen Druckphasen unserer Mannschaft dauerte es bis zur 13. Spielminute, ehe die Gäste aus dem Schwarzwald ihre erste Gelegenheit verbuchen konnte, die Janne Juvonen, ähnlich wie einen später einen Alleingang von Höfflin, sicher entschärfen konnte. Unsere beste Chance des ersten Abschnitts verbuchte Patrick Russell, der in der 13. Minute zunächst per Tip-In und anschlieend mit seinem eigenen Rebound per Rückhand an Eriksson scheiterte.
So mussten die anwesenden Zuschauer bis zur 26. Spielminute warten, ehe der erste Treffer des Abends fiel. Und da unsere Mannschaft den Schwung der ersten 20 Minuten nicht ganz mit in den Mittelabschnitt nehmen konnte, waren es die Wild Wings, die in Führung gingen. Feist überwand Juvonen mit einem Handgelenksschuss aus dem rechten Bullykreis.
Unsere Jungs waren schnell um eine Antwort bemüht. Dominik Bokk tauchte in der 30. Minute über links frei vor Eriksson auf, scheiterte mit seinem Abschluss jedoch am linken Schoner des Schwenninger Schlussmanns. Ähnlich ging es wenig später Bassen auf der Gegenseite, als er bei seinem Abschluss aus dem Slot an Juvonen scheiterte.
Nachdem wir weitere gute Gelegenheiten, unter anderem durch Storm und Späth, auslieen, brachte uns eine doppelte Überzahl zum verdienten Ausgleich. Durch eine schöne Kombination über Marcel Noebels und Russell wurde Daniel Fischbuch am linken Pfosten freigespielt. Unser Stürmer mit der Rückennummer 71 wartete einen Moment ab, bis Eriksson auf dem Boden lag und schob die Scheibe über dessen Schoner hinweg in die Maschen – 1:1 (38.)! Mit diesem Spielstand ging es kurz darauf auch in die zweite Pause.
Zum Start des dritten Drittels tasteten sich beide Teams zunächst etwas ab, es war zu merken, dass keine Mannschaft einen Fehler machen wollte. Wir blieben die aktivere Mannschaft, auch wenn weiterhin das Glück nicht mit uns sein sollte. Es brauchte daher erneut eine Überzahl, um für den zweiten Torerfolg zu sorgen. Markus Ljungh fasste sich ein Herz und hatte bei seinem Abschluss endlich das erhoffte Glück, als der Puck über die Fanghand Erikssons hinweg ins Tor trudelte. 2:1 – vier Minuten vor dem Ende! Doch es sollte nicht der Siegtreffer sein. Kurz vor dem Ende kamen die Gäste im Powerplay mit sechstem Feldspieler durch Hänelt zum Ausgleich (59.). 2:2 nach 60 Minuten.
Die Entscheidung fiel somit in der Verlängerung – und dies zu Gunsten der Wild Wings. Nach guten Chacen auf beiden Seiten war es Höfflin, der die Scheibe aus spitzem Winkel an Juvonen vorbei zum Siegtreffer der Schwarzwälder bugsierte.
ZAHLEN, BITTE
- Drei der fünf Treffer fielen in Überzahl
- Stolze 70 Schüsse feuerte unsere Mannschaft ab, die Wild Wings 42
- Es war das vierte Spiel innerhalb von sechs Tagen
- Wir holten aus den vergangenen drei Heimspielen sieben von neun möglichen Punkten
AUSBLICK
Nach zwei Heim(spielen) in drei Tagen geht es für unsere Mannschaft mal wieder auf Reisen. Am Freitag (23. Oktober) sind wir bei den Straubing Tigers im Einsatz. Erstes Bully im Eisstadion am Pulverturm ist um 19:30 Uhr.
Das nächste Heimspiel steigt dann am Dienstag, den 27. Oktober. Zu Gast in der LANXESS arena sind die Adler Mannheim. Tickets für den DEL-Klassiker sind noch in unserem Online-Ticketshop, im HAIEstore in Köln-Deutz und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
BILDERGALERIE
TORE
0:1 Philip Feist (Platzer) 26. Minute; 1:1 Daniel Fischbuch (Überzahl/Noebels, Russell) 38. Minute; 2:1 Markus Ljungh (Überzahl/Bokk, Press) 56. Minute; 2:2 Håkon Hänelt (Überzahl/Valk, Höfflin) 59. Minute; 2:3 Mirko Höfflin (Hänelt) 63. Minute
STIMME
Lässt man das Ergebnis auen vor, würde ich sagen, dass es ein vernünftiges Spiel von uns war. Das erste Drittel war gut, wir haben heute nicht viele Top-Chancen gehabt, weil Schwenningen es vor dem Tor eng gehalten hat. Wenn ich das ganze Bild betrachte, war es ein Schritt nach vorne. Die Niederlage tut weh, wir waren kurz davor, drei Punkte zu holen. Wir brauchen auch einfache Tore, müssen die Scheiben immer wieder zum Tor bringen. Zur Wahrheit gehört auch, dass Schwenningen es defensiv gut gemacht hat.
MARKUS LJUNGH