Wir feiern bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven einen hart erarbeiteten 4:2-Auswärtssieg und stellen mit dem damit verbundenen 13. Erfolg in Serie unsere eigene DEL-Bestmarke ein. In einer intensiven, phasenweise sehr umkämpften Partie überzeugen wir mit Effizienz, groem Einsatzwillen und einem erneut starken Janne Juvonen im Tor. Wir haben den Spielbericht.
Von Beginn an entwickelte sich in Bremerhaven ein intensives Spiel, in dem beide Mannschaften zunächst defensiv gut standen. Früh waren wir gefordert mehrfach in Unterzahl zu agieren, doch unser Penalty Killing arbeitete konzentriert, blockte viele Schüsse und lie kaum gefährliche Abschlüsse zu. Und wenn Schüsse durchkamen war Janne Juvonen gewohnt sicher zur Stelle.
Mit zunehmender Spielzeit fanden wir besser in die Partie und setzten selbst erste offensive Akzente. In unserem ersten Powerplay des Abends schlugen wir eiskalt zu: Nach einem Schlagschuss von Valtteri Kemiläinen reagierte Tanner Kero am schnellsten und drückte den Rebound zur 1:0-Führung über die Linie. In der Folge hatten wir sogar Chancen, den Vorsprung noch vor der Pause auszubauen, doch es blieb bei der knappen Führung nach 20 Minuten.
Das zweite Drittel begann nach einer kurzen Verzögerung und entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Bremerhaven erhöhte den Druck und hatte mehr Scheibenbesitz, wir hingegen blieben extrem effizient. In einer Phase, in der die Hausherren das Spiel bestimmten, nutzten wir unsere Gelegenheit konsequent: Oliwer Kaski zog von der blauen Linie ab und hämmerte die Scheibe zum 2:0 in die Maschen (30.).
Die Fischtown Pinguins blieben jedoch dran und erspielten sich mehrere gute Chancen, scheiterten aber immer wieder an Juvonen. Kurz vor der zweiten Pause wurde es noch einmal turbulent. Nach Strafen gegen Aubry und Tyrväinen gelang Bremerhaven in doppelter Überzahl der Anschlusstreffer zum 1:2, als Conrad eine Scheibe vor dem Tor unhaltbar abfälschte.
Im Schlussabschnitt mussten wir zunächst noch eine kurze Unterzahl überstehen, verteidigten aber erneut aufmerksam. Anschlieend fanden wir schnell wieder den Weg nach vorne und setzten ein wichtiges Zeichen: Maximilian Kammerer wurde von Tyrväinen perfekt im Slot bedient und schob zum 3:1 ein. Doch auch darauf hatten die Gastgeber eine Antwort. Bremerhaven verkürzte wenig später erneut und machte das Spiel wieder spannend. In dieser Phase blieb es ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, in dem vor allem beide Torhüter gefordert waren.
Die dann wohl spielentscheidende Szene folgte zehn Minuten vor dem Ende. Gregor MacLeod behielt im Angriff die Übersicht und legte per Rückhand mustergültig auf Patrick Russell ab, der im Slot gewohnt eiskalt blieb und zum 4:2 einschob. In der Schlussphase warfen die Pinguins noch einmal alles nach vorne, nahmen früh den Torhüter vom Eis und spielten mit sechs Feldspielern. Doch wir verteidigten leidenschaftlich, nahmen viele Schüsse weg und konnten uns einmal mehr auf Janne Juvonen verlassen, der mit mehreren starken Paraden den Sieg schlussendlich festhielt.
Nach 60 intensiven Minuten stand ein verdienter 4:2-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, guter Effizienz und viel Einsatz sicherten wir uns den 13. Sieg in Serie und stellen damit unsere vereinseigene DEL-Bestmarke aus den Spielzeiten 1995/1996 und 2005/2006 ein.
TORE
0:1 Tanner Kero (Überzahl/Kemiläinen, MacLeod) 16. Minute; 0:2 Oliwer Kaski (Tyrväinen, Niedenz) 32. Minute; 1:2 Colt Adam Conrad (Bruggisser, Urbas) 40. Minute; 1:3 Maxi Kammerer (Tyrväinen, MacInnis) 47. Minute; 2:3 Alex Friesen (Byström) 48. Minute; 2:4 Patrick Russell (MacLeod, Kemiläinen) 50. Minute
FAKTEN
- Mit dem 13. Sieg in Serie stellen wir unsere DEL-Rekordmarke ein – nur in der Saison 1989/90 feierten wir in unserer Geschichte einen Erfolg mehr in Serie (14)
- Maxi Kammerer traf auch im vierten Saisonspiel gegen Bremerhaven
- Gregor MacLeod, Valtteri Kemiläinen und Juhani Tyrväinen waren an zwei Toren direkt beteiligt
- Janne Juvonen parierte 43 der 45 Bremerhavener Torschüsse (Fangquote von 95,6%)
- Aus den vergangenen 13 Auswärtsspielen gab es für unsere Mannschaft zwölf Siege
STIMME
„Es macht momentan extrem viel Spa, da wir immer einen Weg finden, die Spiele zu gewinnen – das zeigt die Konstanz, die wir gerade haben. Wir bringen in jedem Spiel unsere Leistung und erarbeiten uns so auch mal das Quäntchen Glück, dass es braucht.“
MAXI KAMMERER