1:2-Niederlage gegen Bremerhaven

DONNERSTAG, 22. DEZEMBER 2022
Erschwerte Bedingungen: Hatten beide Teams durch aufkommenden Regen. (Foto: City-Press GmbH)

Trotz einer 1:0-Führung durch Mark Olver unterliegen die Kölner Haie ihr Heimspiel im Rahmen der Cologne Stadium Series den Pinguins aus Bremerhaven mit 1:2. Vor 14.352 Fans im RheinEnergieSTADION ziehen die Haie zwei Fünf Minuten-Strafen und kassieren das entscheidende Tor zum Ende des Spiels in Unterzahl.

Jetzt geht es für unsere Jungs in eine kurze, wohlverdiente Weihnachtspause, ehe es am 26. Dezember mit dem Auswärtsspiel in Wolfsburg (19:30 Uhr) weitergeht. Bereits zwei Tage später, nämlich am 28. Dezember, steht das nächste Heimspiel im Haifischbecken an. Ab 19:30 Uhr geht’s gegen die Straubing Tigers.

Im zweiten von insgesamt drei Outdoor-Spielen der Saison entwickelte sich eine enge Partie zwischen den Haien und den Pinguins – nach 13 Minuten hatten die besonders zu Beginn spielbestimmenden Gastgeber die erste große Möglichkeit zur Führung. Stanislav Dietz konnte in der neutralen Zone den Puck gewinnen und passte diesen zu Mark Olver. Der fuhr in Richtung Tor der Gäste, scheiterte mit seinem Versuch aber an Bremerhavens-Goalie Maximilian Franzreb. Da auch Andreas Thuresson im Power Play nach feinem Zuspiel von Nick Bailen mit seinem One-Timer den Puck nicht im Netz unterbringen konnte, blieb es zur ersten Drittelpause beim 0:0.

Die Haie kamen mit Schwung aus der Kabine und konnten bei widrigen Bedingungen für beide Teams – es hatte immer mal wieder geregnet – nach 26 Minuten die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung erzielen. Olver fälschte nach einem Schuss Sennhenns von der blauen Linie den Puck unhaltbar ab, sodass das Spielgerät im Netz landete. Zwar wurde das Tor vom Videoschiedsrichter einige Minuten überprüft, doch der Treffer behielt zurecht seine Anerkennung – 1:0 KEC!

Anschließend kamen die Gäste besser ins Spiel – auch bedingt durch zu viele Strafen, die die Haie mit fortlaufender Zeit nahmen. Alex Oblinger hatte nach 32 Minuten eine Fünf Minuten-Strafe wegen Bandenchecks erhalten, die die Haie noch überstanden, doch nach einer weiteren Zwei Minuten-Strafe gegen Louis-Marc Aubry kamen die Gäste durch Christian Wejse kurz vor Ende des zweiten Drittels zum 1:1-Ausgleich.

Auch im dritten Drittel mussten die Haie eine Fünf Minuten-Strafe hinnehmen – Zach Sill wurde nach einem Check gegen den Kopf des Bremerhaveners Andersen sogar vom Spiel ausgeschlossen und musste frühzeitig in die Kabine gehen. Kurz vor Ablauf der Strafe markierten effiziente Gäste, die von über lautstarken 1.000 Fans aus der Heimat im RheinEnergieSTADION unterstützt wurden, zur 2:1-Führung. Antti Tyrväinen ließ Oleg Shilin im Tor des KEC mit einem Schuss aus kurzer Distanz keine Chance.

Die Haie streckten sich, legten alles rein und warfen noch einmal alles nach vorne, doch die Gäste überstanden die wütenden Angriffe des KEC. Und wenn ein Bremerhavener Spieler für einen Block einmal zu spät kam, hatten die Gäste an diesem Donnerstagabend mit Maximilian Franzreb einen Goalie, auf den sie sich „zu jeder Zeit des Spiels verlassen“ konnten, wie Gästecoach Thomas Popiesch später auf der Pressekonferenz analysierte.

So blieb es nach intensiven und hart umkämpften 60 Minuten bei der 1:2-Niederlage – nun stehen ein paar Tage Pause an, ehe es bereits am 26. Dezember mit dem Auswärtsspiel in Wolfsburg weitergeht.

TORE

1:0 Mark Olver (Sill, Sennhenn) 26. Minute; 1:1 Christian Wejse (Tyrväinen, McKenzie) 39. Minute; 1:2 Antti Tyrväinen (Friesen) 47. Minute

HIGHLIGHTS UND FAKTEN

  • Die Kölner Haie sind das erste Team in der Geschichte der PENNY DEL, das zwei Outdoor-Spiele in einer Saison bestritt
  • Zwei Fünf Minuten-Strafen in einem Spiel hat es für den KEC in dieser Spielzeit bisher noch nicht gegeben
  • Ryan Stanton konnte in der Partie gegen Bremerhaven gleich vier Schüsse der Gäste blocken
  • Stark in den Face-Offs: Die Haie gewannen 61% ihrer Bullys

STIMME

„Wir sind gut ins Spiel gekommen und dann wurde es mehr und mehr ein Spiel zwischen den Special Teams. Das Eis wurde mit der Zeit immer schwieriger zu bespielen, aber damit hatten beide Teams zu kämpfen. Es war trotzdem einmal mehr schön, vor den Fans zu spielen. Beim Regen kamen Kindheitserinnerungen hoch. Jetzt müssen wir uns kurz erholen und die Körper für die Tage nach Weihnachten wieder fit kriegen.“

BRADY AUSTIN

„Wir hatten mehr Spielanteile, aber ein wichtiger Faktor war heute das Powerplay der Bremerhavener. Die Jungs haben es gut gekillt und viele Sachen gut gemacht, aber wir können uns es nicht erlauben, gegen so eine Mannschaft so viele Strafen zu nehmen. Wir haben nicht alles schlecht gemacht, aber um etwas mitzunehmen, hätten wir disziplinierter sein müssen. Das Eis war okay – beide Teams sind damit gut umgegangen.“

UWE KRUPP