Mittwoch, 02. Oktober 2019

Unglückliches 3:4 nach Overtime in Bremerhaven

  • KEC schnuppert bei den Fischtown Pinguins lange am ersten Auswärts-Dreier 

  • Nach starker Leistung bleibt dem Stewart-Team wenigstens ein Punkt

In Bremerhaven kann Coach Mike Stewart wieder auf sechs Verteidiger zurückgreifen, Taylor Aronson kehrt nach einer Handverletzung, die er sich gegen Wolfsburg zugezogen hatte gegen die Fischtown Pinguins ins Line-up zurück. „Das gibt uns ein bisschen mehr Tiefe für die Defensive“, so Stewart. Dennoch erwischen die Gastgeber den besseren Start in die Partie. Miha Verlic zieht nach 63 Sekunden von der blauen Linie einfach mal ab – und überrascht damit Haie-Goalie Gustaf Wesslau. Die frühe 1:0-Führung für das Heimteam. Doch die Haie brauchen nicht lange, um sich ins Spiel zurück zu kämpfen. In Überzahl – Webber sitzt nach einem Cross-Check für 2 Minuten auf der Strafbank – nimmt KEC-Comebacker Aronson den Schuss, und trifft zum 1:1-Ausgleich ins kurze Eck (4.). Und es geht munter weiter. Beide Teams suchen weiter in der Offensive ihr Glück. Dann jubeln erneut die Gastgeber: Nach einem Rebound stocherte Alex Friesen den Puck aus dem Gewühl heraus an Wesslau vorbei zum 2:1 ins Tor (7.). Der Treffer wird noch einmal per Videobeweis überprüft, behält dann aber seine Gültigkeit. Doch die Haie wehren sich. Zunächst scheitert Köhler nach einem Oblinger-Kracher an Gäste-Goalie Pröpperle. Dann bleibt der Puck nach einem Oblinger-Schuss auf Bremerhavens Torlinie liegen – erneut wird der Videobeweis bemüht. Doch das Schiedsrichtergespann Hoppe/Schrader entscheidet auf „kein Tor“. Pech für die Haie, die trotz des knappen Rückstands ein starkes erste Drittel in Bremerhaven zeigen.

Der KEC kommt gleich stark aus der Drittelpause – und erwischt die Gastgeber eiskalt: Stürmer Jason Akeson knallt den Puck nach einem schönen Konter über die Stockhand von Pröpperle hinweg zum 2:2  ins gegnerische Tor (22.). Bereits der vierte Saisontreffer von Kölns Top-Schützen. Stark: Zum zweiten Mal kommen die Haie nach Rückstand zurück. Auch ihre erste Unterzahl überstehen die Gäste ohne große Probleme (23.). Das Stewart-Team zeigt sich nach dem Ausgleichstreffer weiter engagiert und griffig, übersteht auch ein 3-gegen-4 ohne Gegentreffer. Auch, weil Wesslau im „Privat-Duell“ gegen Faser zum wiederholten Male eine starke Parade auspackt (39.). Das Unentschieden haben sich die Haie nach 40 Minuten verdient – sie sind hier in der Eisarena Bremerhaven in den ersten beiden Abschnitten das etwas aktivere Team. 

Im Schlussabschnitt müssen die Haie die ersten 1:30 Minuten noch ohne Colin Ugbekile auskommen – der KEC-Verteidiger sitzt wegen Beinstellens auf der Strafbank. Und diesmal haben die Haie Glück: Ein Schuss von Faser landet am linken Pfosten (42). Aber auch in dieser Unterzahl steht die Haie-Formation hinten ansonsten sicher. Und dann schlägt die Stunde von eben Colin Ugbekile: Per Distanz-Schuss in den Winkel erzielt der Verteidiger das 3:2 (47.) aus Haie-Sicht – sein erstes DEL-Tor im 29. Ligaspiel. Danach gönnen sich beide Teams nichts. Die Haie halten Bremerhaven geschickt vom Tor weg, der entscheidende Punch will auf der anderen Seite allerdings auch nicht gelingen. Und so geht es in die letzten zwei Minuten der Partie. Als Pinguins-Goalie Pröpperle 1:35 Minuten vor Ende vom Eis geht, gelingt den Gastgebern im 6-gegen-5 doch noch der späte 3:3-Ausgleich (59.) – Mauermann kann die Scheibe im zweiten Nachfassen im Tor unterbringen. In der Overtime holen sich dann die Fischtown Pinguins durch den zweiten Treffer von Verlic (63.) auch noch den Extrapunkt. Bitter, denn der KEC hat heute lange am ersten Auswärts-Dreier der Saison geschnuppert. „Auf diesem Spiel können wir trotzdem aufbauen“, sagt Premieren-Torschütze Colin Ugbekile. „Wir hatten hier heute eigentlich mehr verdient.“ Sein Coach sieht es ähnlich: „Wir haben heute über weite Strecken intelligent gespielt“, sagt Mike Stewart nach dem Spiel. „Aber es ist Teil des Prozesses, solche Spiel nach Hause zu bringen.“

Am Freitag (19:30 Uhr) geht’s in der LANXESS Arena dann gegen Spitzenreiter EHC Red Bull München um die nächsten Punkte. Tickets für den Kracher gegen EHC Red Bull München sind hier erhältlich.

Foto: City Press

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