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Spengler Cup: Schlegel und Keller fallen aus, Lüdemann angeschlagen

FREITAG, 27. DEZEMBER 2002

Trainer Hans Zach war trotz der unglücklichen 4:5 Niederlage gegen Team Canada nicht unzufrieden. „Es war ein super Eishockeyspiel, sehr schnell, hart und fair. Leider mit unglücklichem Ausgang für uns, beim Stand von 4:3 hatten wir eine grosse Torchance, im Gegenzug fiel Robert Hock auf Chris Rogles, so dass die Kanadier ungehindert den Ausgleich erzielen konnten.“ Der Siegtreffer der Kanadier rutschte Chris Rogles dann ganz unglücklich ins Tor: Erst fing er den Puck, konnte ihn jedoch nicht festhalten. Die Scheibe fiel herunter und prallte von Rogles` Schoner ins Tor. Dennoch kann man dem Haie-Goalie keinen Vorwurf machen, er hielt gestern 47 Schüsse. Nach dem zweiten Drittel betrug das Torschussverhältnis bereits 42:27 für die Kanadier, zu diesem Zeitpunkt führten die Haie noch mit 4:2.


Alex Hicks zollte dem Gegner Respekt: „Jeder von denen wäre ein Spitzenspieler in der DEL. Die Leistungsdichte in Kanada ist so hoch, dass sie zehn Teams auf diesem Niveau aufstellen könnten. Wir waren leider müde, die Davoser Höhenluft machte sich bemerkbar, damit werden wir heute hoffentlich besser klar kommen. Ich bin sehr enttäuscht über die Niederlage.“


Team Canada hatte sich übrigens sehr genau auf die Haie vorbereitet. Man hatte sich vom Eisbären- Coach Pierre Page einen 20seitigen Scouting Report über die Haie erstellen lassen, in dem diese als „das geduldigste Team Europas“ bezeichnet wurden.


Hans Zach freute sich ansonsten über die Leistung des Schweizer Schiedsrichters Reto Bertolotti. „Das Spiel war sehr bei aller Härte sehr fair. Es gab nur eine Strafzeit gegen uns und drei gegen die Kanadier. Das sollte den Schiedsrichtern zuhause zu denken geben, wir haben hier genauso gespielt wie in der DEL.“ Die harten, aber fairen Checks beider Teams hätten in der DEL vermutlich deutlich mehr Strafzeiten zur Folge gehabt.


Heute früh steht ein freiwilliges Training der Haie auf dem Programm. Danach gibt es Essen im Hotel, eine Mannschaftsbesprechung und dann am Nachmittag das zweite Turnierspiel, diesmal gegen Sparta Prag. Brad Schlegel wird verletzungsbedingt ebenso ausfallen, wie der Schweizer Gastspieler Andy Keller. Zudem ist Mirko Lüdemann angeschlagen. „Es ist schwer zu sagen, wie wir die kommenden drei Tage überstehen werden“, sagt Hans Zach.


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