NHL Oilers

Author: 
Daniel Schäfer
Mittwoch, 03. Oktober 2018

Oilers vs. Haie: Eishockey-Feiertag in Köln!

NHL-Flair in der LANXESS arena! Am Tag der deutschen Einheit duellierten sich die Edmonton Oilers mit den Kölner Haien im Rahmen der 2018 NHL Global Series Challenge™ in der Domstadt. Und die 18.400 Zuschauer erlebten ein wahres Eishockey-Feuerwerk.

An diesem Feiertag-Mittwoch musste man gar nicht erst nach Deutz kommen, um zu merken, dass ein ganz besonderer Eishockeytag anstand. Überall in der Stadt waren Eishockeyfans unterwegs, entsprechend bunt ging es auch zu. Überall waren Trikots aus der gesamten NHL, DEL und Eishockeywelt zu bestaunen. Rund um die Arena war ohnehin Feiertagatmosphäre – schon da wurde nämlich für ein buntes Entertainment gesorgt.

In der Halle gab’s dann für die Haie-Fans ein ungewohntes Bild: Weil die Oilers offiziell als Heimteam geführt wurden, fanden sich die Haie auch auf dem Videowürfel als Auswärtsteam wieder.

Schon seit langem wurde ein Warm-Up in der LANXESS arena so aufmerksam verfolgt wie an diesem 3. Oktober. Praktisch der gesamte Unterrang stand, um die Haie aber natürlich ganz besonders Leon Draisaitl, Connor McDavid und Co. bei ihren ersten Moves zu beobachten.

Kurz nach dem die beiden Teams dann unter tosendem Applaus aufs Eis kamen, gab‘s dann die nächste Besonderheit. Wie in Nordamerika üblich wurden die Hymnen gespielt. Erst „O Canada“ gefolgt von der deutschen Nationalhymne. Für das erste symbolische Bully kam dann der Ex-Hai, Ex-NHL-All-Star und aktuelle Bundestrainer Marco Sturm aufs Eis. Voller Vorfreude hatte er schon vor der Partie auf einer Pressekonferenz zu Protokoll gegeben, dass das Event auch eine Chance für die DEL seien könnte: „Wir können noch ganz viel von der NHL lernen – nicht nur sportlich. Auch was das ganze Drumherum angeht, ist die NHL einfach das Non-Plus-Ultra.“

Erstmals nahe an die Dezibel-Spitzenwerte ging es dann bei der Präsentation der Starting-Six beider Teams. Hallensprecher Olli Frühauf kam gar nicht dazu Leons Nachnamen auszurufen – den Namen, der an diesem Nachmittag ohnehin omnipräsent war. 18.400 Kehlen übernahmen und schrien: D R A I S A I T L !!

Und der gebürtige Kölner ließ auch gleich seine Klasse aufblitzen, als er in der 12. Spielminute den 1:0 Führungstreffer durch seinen Nationalmannschaftskollegen und Oilers-Neuzugang Tobias Rieder auflegte. Die Haie-Fans nahmen den Rückstand mit Humor. Die circa 400 aus Kanada mitgereisten Oilers-Fans wurden mit einem alten Klassiker Deutscher Hallen und Stadien bedacht: „Ihr werdet nie Deutscher Meister“. 

Aber auch die Haie hatten ihr bestes Eishockey mitgebracht. Erst verpasste Tobias Viklund knapp am langen Pfosten (15.), im zweiten Abschnitt fiel dann umgehend der Ausgleich. Und was für einer! Nach dem Schuss von Fabio Pfohl leitete Ben Hanowski die Scheibe direkt weiter, sodass Jason Akeson nur noch einschieben musste (23.) – ein Tor, das auch die NHL-Cracks staunen ließ.
Im Anschluss wechselten sich die beiden Teams fair ab mit dem Toreschießen. Auf Lucic‘ erneute Führung in Überzahl antworteten die Haie durch ein Tor des Kapitäns: Moritz Müller glich zum 2:2 aus (45.). Nur Sekunden später waren wieder die Oilers an der Reihe. Diesmal tauchte Ty Rattie alleine vor Hannibal Weitzmann auf, der ab dem 2. Drittel gegen seinen Jugendfreund Leon Draisaitl spielen durfte, und ließ ihm keine Chance (46.). Den dritten Haie-Ausgleich besorgte dann Ben Hanowski mit einer schönen Bewegung in Überzahl (53.).

Und so ging es dann nach einem 3:3 in der regulären Spielzeit in die Verlängerung und auch hier waren die Kanadier wieder zuerst an der Reihe. Ryan Strome entschied dieses einmalige Spiel in der 63. Minute für Edmonton – 3:4 n.V. 

Wie in der NHL üblich wurden auch in der NHL Global Series Challenge die drei Stars des Spiels gewählt. Haie-Kapitän Moritz Müller durfte sich dabei in illustrer Gesellschaft fühlen: Connor Mc David, Moritz Müller und Leon Draisaitl wurden ausgezeichnet.

Vor, während und natürlich auch nach dem Spiel stand Leon Draisaitl im Mittelpunkt. Mit Extra-Ehrenrunde verließ der Kölsche Jung das Eis als letzter und fasste die Atmosphäre anschließend treffend zusammen: „Köln hat einfach die besten Eishockeyfans der Welt. Das war eine Tolle Atmosphäre.“ 

Eine Frage trieb Haie Fans, Eishockeybegeisterte und Journalisten nach dem Spiel aber noch um: Kommt die NHL zurück? 

Bill Daly, der NHL Deputy Commissioner, hatte das vor dem Spiel nicht ausgeschlossen: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir innerhalb der nächsten fünf Jahre auch wieder ein Ligaspiel in Deutschland austragen – vielleicht dann ja auch in Köln.“

Und alle Beteiligten scheinen dem sehr aufgeschlossen. Egal Tobi Rieder, Leon Draisaitl oder Oilers-Chefcoach Todd McLellan halten das für realistisch und wünschenswert. Die einmalige Atmosphäre an diesem Nachmittag sei wohl das beste Argument überhaupt.

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Foto: Daniel Schäfer

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