Nur ein Punkt gegen Iserlohn

SONNTAG, 22. FEBRUAR 2015
Die Kölner Haie müssen sich den Iserlohn Roosters mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben
Ausreden wollte auf Seiten des KEC nach dem gerade verlorenen Penaltyschießen gegen die Iserlohn Roosters niemand bemühen. „Nach dem zwischenzeitlichen 3:0 müssen wir das Spiel mit einem Sieg beenden“, erklärte Haie-Trainer Niklas Sundblad nach dem 3:4 im Shootout. „Jetzt haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand und müssen für den Einzug in die Playoffs auf Schützenhilfe hoffen.“ Das gelang zumindest heute nicht: Durch die Mannheimer Niederlage in Krefeld (2:5) festigten die Pinguine Platz zehn und haben nunmehr zwei Punkte Vorsprung auf die Haie. KEC-Verteidiger Moritz Müller sah es ähnlich wie sein Coach: „Man kann uns vorwerfen, heute zwei Punkte liegen gelassen zu haben. Was man uns nicht vorwerfen kann, ist, dass wir nicht alles gegeben haben.“ Und dass wiederum sah auch Sundblad so: „Das wir verloren haben, tut sehr weh aber es war heute auch nicht alles schlecht.“
Die Gäste starteten mit Druck in die Partie, kamen durch Colton Teubert (1.) und Boris Blank (2.) sofort zu Möglichkeiten. Im weiteren Spielverlauf arbeiteten sich aber auch die Haie in die Partie. Chris Minard (5.) und Charlie Stephens (7.) spielten die ersten Chancen für den KEC heraus, der auch in der Folge überlegen agierte und durch Alexander Sulzer im Powerplay in Führung ging (12.). Moritz Müllers Schuss schnellte links am Tor vorbei, doch der Puck trudelte rechts wieder vor das Gehäuse, wo Sulzer lauerte und ins leere Tor einnetzte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Drittelpause.
Im zweiten Abschnitt sahen die 14.181 Zuschauer zunächst einen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten aber noch ohne weitere Tore. Dann ging es schnell: Nick Latta mit einem Schuss aus ganz spitzem Winkel (28.) und Marcel Ohmann mit einem Nachschuss aus zentraler Position (29.) brachten den KEC per Doppelschlag mit 3:0 in Front. John Tripp (34.), Ryan Jones (35.) und Andreas Holmqvist (36.) hatten im Anschluss weitere Möglichkeiten auf der Kelle, brachten die Scheibe aber nicht im Tor der Roosters unter. In der 37. Minute machte es Iserlohns Derek Whitmore in Überzahl besser – 3:1.
Die Marschroute für das Schlussdrittel sah für den KEC vor, hinten sicher zu stehen und selber mit Kontern gefährlich zu bleiben. Das gelang bis zur 50. Minute als die Haie sich einer 3-gegen-5 Unterzahl entgegen sahen und durch Sean Sullivan das Anschlusstor zum 2:3 kassierten. Ab der 52. Minute dann die Haie mit einem Mann mehr auf dem Eis. Und das für fünf Minuten – Alexander Foster war mit einer Spieldauerstrafe vom Eis geschickt worden. Nach vorne gepeitscht von den Haie-Fans erspielte sich der KEC zahlreichen Chancen, verpasste aber die Entscheidung. So gelang Mike York wenige Sekunden vor der Schlusssirene doch noch der Ausgleich zum 3:3 (60.). Punkteteilung nach der regulären Spielzeit.
In der Overtime waren die Haie das spielbestimmende Team. Sebastian Uvira, Mirko Lüdemann, Mike Iggulden und Alex Weiß vergaben ihre Möglichkeiten aber nacheinander. Im anschließenden Penaltyschießen trafen dann nur die Gäste durch Derek Whitmore und Mike York und besiegelten die 3:4-Niederlage des KEC.
„Dieser eine Punkt kann in der Zukunft noch sehr wichtig sein. Wir geben nicht auf und kämpfen weiter“, so Sundblad.
Am kommenden Freitag gastieren die Straubing Tigers zum letzen Hauptrunden-Heimspiel in der LANXESS arena. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.
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Foto: ISPFD