Wildes Spiel in Wolfsburg ohne Punkte. Nach drei Siegen in den bisherigen Saisonduellen erwischen wir bei den Grizzlys einen denkbar bitteren Start, kämpfen uns leidenschaftlich zurück – und müssen uns am Ende dennoch mit 5:8 geschlagen geben. Wir haben den Spielbericht.
Früh im Spiel brachten uns Strafzeiten aus dem Rhythmus: Nach einer doppelten Strafe gegen Patrick Russell nutzten die Gastgeber zwei Überzahlsituationen eiskalt und gingen durch Feser und Smith schnell mit 2:0 in Führung, ehe Gaudet nach nur elf Minuten mit zwei weiteren Treffern auf 0:4 aus KEC-Sicht erhöhte. Kari Jalonen reagierte, nahm bereits nach dem 0:3 seine Auszeit, um anschlieend nach dem vierten Gegentreffer Felix Brückmann gegen Tobias Ancicka zu tauschen. Unsere Mannschaft zeigte anschlieend Moral, arbeitete sich zurück in die Partie – und konnte noch vor der ersten Pause verkürzen.
Zunächst traf Louis-Marc Aubry im Powerplay nach langem Aufbaupass von Kemiläinen, kurz darauf drückte Vittasmäki eine von der Bande zurückspringende Scheibe zum 2:4 über die Linie. Mit diesem Zwischenstand ging es kurz darauf in die erste Pause.
Im zweiten Drittel übernahm unsere Mannschaft mehr und mehr die Spielkontrolle, erspielte sich Chancen und wurden für den Einsatz auch belohnt. Frederik Storm jagte die Scheibe aus dem Handgelenk in den Winkel zum Anschlusstreffer, wenig später glich Brady Austin nach starkem Solo trocken ins kurze Eck zum 4:4 aus – ein starker Turnaround nach dem 0:4 in der 11. Minute. Doch die Grizzlys blieben im Spiel und schlugen zurück. Choupani brachte die Grizzlys in der 33. Minute erneut in Front, ein weiterer Wolfsburger Treffer noch vor der zweiten Sirene wurde nach Videobeweis nicht gegeben. Mit einem 4:5 aus Kölner Sicht ging es in den Schlussabschnitt.
Dort tasteten sich beide Teams zunächst ab, bis Dominik Bokk im Forecheck die Scheibe eroberte und Louis-Marc Aubry per Querpass bediente – der Center vollendete platziert zum erneuten Ausgleich. Die Partie wurde nun offener, um danach wieder auf die Wolfsburger Seite zu kippen, als Choupani nach einem unglücklichen Scheibenverlust in unserer Hintermannschaft die Grizzlys mit 6:5 abermals in Führung brachte.
Unser Team zeigte weiterhin Charakter und warf in den Schlussminuten alles nach vorne, doch das Glück war an diesem Abend nicht mit uns. Chancen durch Russell, MacLeod und Nutivaara, ein Pfostentreffer nach Vittasmäki-Schuss und ein spätes Powerplay brachten nicht den gewünschten Torerfolg. In der Schlussphase riskierten wir alles und nahmen Tobias Ancicka für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Wir konnten dies jedoch nicht zum Ausgleich nutzen, auf der Gegeseite trafen die Hausherren zweimal ins leere Tor zum 7:5 und 8:5-Endstand.
Trotz groer Moral und einer beeindruckenden Aufholjagd blieb an diesem Abend die Belohnung aus. Zum Abschluss der Hauptrunde sind wir am Sonntag in Straubing gefordert, erstes Bully ist um 14:00 Uhr.
TORE
1:0 Justin Feser (Lambert, Gaudet) 5. Minute; 2:0 Gemel Smith (Lambert) 6. Minute; 3:0 Tyler Gaudet 8. Minute; 4:0 Tyler Gaudet (Prow, Lynch) 11. Minute; 4:1 Louis-Marc Aubry (Kemiläinen, Schnarr) 14. Minute; 4:2 Veli-Matti Vittasmäki (Russell, MacLeod) 16. Minute; 4:3 Frederik Storm (Austin) 27. Minute; 4:4 Brady Austin (Tuomie, Kaski) 31. Minute; 5:4 Matt Choupani (Prow, Lambert) 33. Minute; 5:5 Louis-Marc Aubry (Bokk) 45. Minute; 6:5 Matt Choupani (Lambert) 52. Minute; 7:5 Matthew White 59. Minute; 8:5 Julian Chrobot 60. Minute
FAKTEN
- Nach zuvor sieben Siegen in Serie gegen Wolfsburg müssen wir uns den Grizzlys geschlagen geben
- Tobias Ancicka stand erstmals seit Ende Oktober 2025 wieder für uns zwischen den Pfosten
- Louis-Marc Aubry erzielte zwei Tore
- Erstmals in dieser Saison verlieren wir drei Spiele in Serie
STIMME
„Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet, was uns so nicht passieren darf. Danach haben wir uns gut zurück ins Spiel gearbeitet und haben einen guten Charakter gezeigt. Aber insgesamt war es von uns zu wenig, um dieses Spiel zu gewinnen.“
LOUIS-MARC AUBRY