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Last-Minute-Siegtreffer bringt den elften Erfolg in Serie

FREITAG, 09. JANUAR 2026
Der Jubel nach dem Siegtreffer von Oliwer Kaski (Mitte). (Foto: DEL Photosharing)

Was für ein Eishockeyabend in Ingolstadt! Wir zeigen in Ingolstadt große Moral, kämpfen uns nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand eindrucksvoll zurück und feiern dank eines (fast) Last-Minute-Treffers von Oliwer Kaski einen umjubelten 5:4-Auswärtssieg. Damit bauen wir unsere Serie weiter aus und feiern bereits den elften Erfolg in Folge. Wir haben den Spielbericht.

Der Start in die Partie verlief für uns zunächst alles andere als optimal. Nach einer frühen Strafzeit gegen uns nutzten die Hausherren ihr erstes Powerplay zur Führung, als Agostino einen Rebound am langen Pfosten verwertete. Ingolstadt blieb in der Anfangsphase präsent und setzte uns früh unter Druck. Zwar gelang es uns, nach und nach besser ins Spiel zu finden und erste eigene Offensivakzente zu setzen, doch zunächst hatten die Panther mehr vom Spiel. Umso wichtiger war unsere schnelle Antwort: Patrick Russell traf aus spitzem Winkel artistisch aus der Luft zum 1:1-Ausgleich und brachte uns zurück in die Partie.

Das Spiel blieb intensiv und temporeich. Ingolstadt nutzte in der Folge zwei Umschaltsituationen konsequent aus und zog zwischenzeitlich durch die Treffer von Barber und Pietta auf 3:1 davon. Der ein oder andere sah sich dabei wohl an unseren jüngsten Auswärtsauftritt in Ingolstadt erinnert, als unsere Mannschaft mit 3:10 bei den Panthern unterlag. Doch unsere Mannschaft zeigte anschließend, was sie in den vergangenen Wochen so stark gemacht hat.

Wir ließen uns nicht aus der Ruhe bringen, steckten nicht auf und hielten das Tempo hoch – so belohnten wir uns noch vor der ersten Pause. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Ryan MacInnis blieb Juhani Tyrväinen vor dem Tor eiskalt und verkürzte auf 2:3.

Im zweiten Abschnitt kamen wir mit deutlich mehr Energie aus der Kabine. Unsere Mannschaft zeigte sich präsenter in den Zweikämpfen, bewegte die Scheibe schneller und setzte die Panther zunehmend unter Druck. Die Folge war der verdiente Ausgleich: Nach starker Vorarbeit von Louis-Marc Aubry vollendete Dominik Bokk aus kurzer Distanz zum 3:3. Wir blieben am Drücker, erspielten uns weitere gute Möglichkeiten und belohnten uns schließlich mit der erstmaligen Führung. Gregor MacLeod, der in Ingolstadt sein Comeback feierte, nahm Maß und jagte die Scheibe per One-Timer unhaltbar zum 4:3 in die Maschen.

Die Partie blieb jedoch weiterhin offen. Ein Fehler im Spielaufbau ermöglichte den Panthern noch im zweiten Drittel den erneuten Ausgleich zum 4:4. So auch der Stand nach 40 Minuten.

Der Schlussabschnitt entwickelte sich zu einem intensiven und taktisch geprägten Kampf. Beide Teams agierten nun strukturierter in der Defensive, Chancen wurden seltener, dafür umso umkämpfter. Hinzu kam eine vierminütige Unterzahlphase gegen uns, in der wir mit großem Einsatz verteidigten und uns auch mehrfach bei Janne Juvonen bedanken konnten, der mit starken Paraden den Ausgleich festhielt.

Als vieles bereits nach einer Verlängerung aussah, schlugen wir eiskalt zu. 67 Sekunden vor dem Ende behielt Gregor MacLeod die Übersicht und legte perfekt auf Oliwer Kaski ab. Unser Verteidiger zögerte nicht lange und hämmerte die Scheibe per One-Timer zum 5:4 ins Tor.

In den verbleibenden Sekunden verteidigten wir den Vorsprung mit viel Leidenschaft, überstanden die letzte Druckphase der Panther und durften nach der Schlusssirene einen hart erkämpften Auswärtssieg bejubeln.

TORE

1:0 Kenny Agostino (Überzahl/Breton, Barber) 2. Minute; 1:1 Patrick Russell (MacInnis, Kaski) 14. Minute; 2:1 Riley Barber (Tropmann, Brochu) 16. Minute; 3:1 Daniel Pietta (Sheen, Ellis) 17. Minute; 3:2 Juhani Tyrväinen (MacInnis, Kammerer) 19. Minute; 3:3 Dominik Bokk (Aubry, Vittasmäki) 25. Minute; 3:4 Gregor MacLeod (Russell, Müller) 35. Minute; 4:4 Jakin Smallwood (Sheen) 37. Minute; 4:5 Oliwer Kaski (MacLeod, Russell) 59. Minute

FAKTEN

  • Gregor MacLeod konnte in seinem Comeback nach gut einmonatiger Verletzungspause doppelt punkten

  • Patrick Russell war an drei der fünf Haie-Tore direkt beteiligt

  • Wir konnten auch weiterhin in jedem Spiel 2026 drei Punkte einfahren

STIMME

Wir hatten einen schlechten Start ins Spiel und haben zu viele Strafe genommen. Der Siegtreffer am Ende war ein schönes Tor, mit viel Verkehr vor dem Tor, worüber wir vor dem Spiel noch gesprochen haben. Es war und ist eine anstrengende Woche für uns mit vier Auswärtsspielen in Serie. Nun ist noch ein Spiel des Trips zu gehen und auch da wollen wir hungrig auftreten.

KARI JALONEN

Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, hatten keine guten Beine, waren etwas müder. Ingolstadt hatte mehr vom Spiel am Anfang. Wir haben anschließend gezeigt, was uns gerade auszeichnet, haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter an uns geglaubt. Wir wissen, dass wir genug Qualität haben, auch spät ein Spiel noch zu gewinnen. Dies war heute der ausschlaggebende Punkt für den Sieg.

MORITZ MÜLLER