Zum Inhalt springen

KEC-Sieg nach Overtime-Krimi

FREITAG, 01. NOVEMBER 2019
Schäfer/City-Press
  • KEC ringt amtierenden Meister mit 2:1 nach Verlängerung nieder   

  • Weitzmann und Matsumoto sichern Haien den Extrapunkt

Der DEL-Klassiker der Kölner Haie gegen die Adler Mannheim beginnt mit viel Tempo und hoher Intensität. Beide Teams arbeiten gut gegen die Scheibe und schalten schnell um, zwingende Torgelegenheiten ergeben sich dadurch zunächst nicht. Als Mannheims Tim Stützle im Kölner Drittel den Puck verliert, stürmen Jason Bast und Haie-Topscorer Jason Akeson im 2-gegen-1 auf das Tor der Gäste zu, scheitern an Dennis Endras, der heute das Tor der Adler hütet (5.). Wenig später spielt der KEC das erste Mal in Unterzahl, nach nur 14 Sekunden nagelt Mannheims Mark Katic den Puck von der blauen Linie zur 1:0-Führung für die Adler ins Tor (5.). Hannibal Weitzmann, der erneut den verletzten Gustaf Wesslau vertritt, ist ohne Chance. Die Haie zeigen sich anschließend unbeeindruckt, kämpfen sich ins Spiel und erarbeiten sich ihrerseits die dicke Chance zum Ausgleich durch Taylor Aronson, der hinter dem Tor auf den bestens im Slot positionierten Zach Sill passt, der Endras aber auch im Rebound nicht überwinden kann (8.). Der KEC spielt weiter mit Biss und kommt durch Jason Bast zur nächsten Chance, der halblinks völlig frei steht und am Schoner von Endras scheitert (11.). Danach wogt die umkämpfte Partie hin und her – ohne, dass sich beide Teams große Torchancen erspielen können. Wenige Sekunden vor der Drittelpause trägt Jon Matsumoto den Puck noch einmal ins Angriffsdrittel, über Marcel Müller gelangt der Puck zu Taylor Aronson der den Ausgleich knapp passt (20.). Insgesamt sehen die 16.243 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gäste im Powerplay eiskalt zuschlagen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts üben die Gäste zunächst enormen Druck auf die Haie aus. Doch das Stewart-Team hält defensiv gut dagegen und kommt in Überzahl zu einer ersten Chance durch Colby Genoway, der nach einem starken Pass von der blauen Linie abzieht (23.). Danach kämpfen beide Teams um jeden Zentimeter Eis. Als dann Mannheims Cody Lampl auf die Strafbank muss, lässt Kölns Powerplay-Formation die Scheibe gut laufen. Schlußendlich spielt Gagné einen präzisen Querpass auf Ben Hanowski, der perfekt von rechts zum verdienten 1:1 für die Haie trifft (34.). Allerdings sorgt auch der MERC weiter für Gefahr –  doch Hannibal Weitzmann pariert gleich mehrere Schüsse aus dem Slot (38.). Kurz vor Ende des Drittels hält der Haie-Goalie mit einem weiteren starken Save gegen Jan-Mikael Järvinen das Unentschieden fest (40.).

Auch im letzten Spielabschnitt wird die Partie von beiden Teams intensiv und mit viel Kampf geführt. Hochkarätige Tormöglichkeiten lassen beide Seiten aber nicht zu. Es bleibt ein Spiel auf Augenhöhe. Zunächst lupft Billing den Puck knapp am Pfosten vorbei, ehe im direkten Gegenzug Ben Hanowski alleine vor Endras verzieht (53.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hat nochmals Ben Hanowski die Chance auf den Game-Winner –  doch Endras pariert (59.). Weitere Möglichkeiten gibt es nicht und so geht es in die Overtime – in der die Haie zunächst in Unterzahl spielen müssen. Jon Matsumoto sitzt auf der Strafbank, Hannibal Weitzmann wächst über sich hinaus und hält mit mehreren Glanzparaden. Direkt nach Ablauf der Kölner Strafe muss Mannheims Thomas Larkin für zwei Minuten auf die Strafbank. Die Haie drücken und setzen sich vor dem Mannheimer Tor fest. 25 Sekunden vor Ende überwindet Jon Matsumoto im Powerplay den Mannheimer Schlussmann und verwandelt die Arena in ein Tollhaus (65.). „Wir sind wieder in Rückstand geraten. Aber das Tor von Ben Hanowski hat uns uns dann wieder zurückgebracht. Im letzten Drittel waren beide Teams voll motiviert und haben hart gespielt, beide wollten unbedingt gewinnen“, sagt Haie-Coach Mike Stewart. „Heute hatten wir dann das glücklichere Ende für uns.“

Bereits übermorgen, 3. November, empfangen die Kölner Haie den ERC Ingolstadt zum nächsten Heimspiel. Spielbeginn in der LANXESS arena ist um 16.30 Uhr. Tickets gibt’s hier.