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KEC muss sich gegen Hamburg mit einem Punkt begnügen

DIENSTAG, 23. DEZEMBER 2008

Ein echtes Weihnachtsgeschenk für die Haie-Fans blieb aus. Der KEC musste sich am Dienstag beim Heimspiel gegen Hamburg mit einem Zähler zufrieden geben. Die Haie unterlagen nach Penaltyschießen mit 3:4.


Die 9.779 Zuschauer in der LANXESS arena erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Die Haie zeigten ein ordentliches erstes Drittel, lagen dann zurück, glichen aus, gerieten erneut auf die Verliererstraße, sahen bereits deutlich geschlagen aus, kämpften sich beeindruckend zurück, hatten die Fans wieder hinter sich, überstanden eine Unterzahl in der Verlängerung, versiebten ein doppeltes Powerplay kurz danach, lagen im Penaltyschießen hinten, glichen aus – und verließen das Eis am Ende doch als Verlierer.


„Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden“, fasste Trainer Rupert Meister nach der Partie zusammen, „im ersten Abschnitt hatten wir eine gute Spielkontrolle, doch im zweiten Drittel sind wir in alte Verhaltensmuster zurück gefallen. Da hat man gesehen, wie fragil wir als Mannschaft momentan sind. Wir haben viel zu kompliziert gespielt. Wir haben alle Fäden aus der Hand verloren. Dann haben wir eine Energieleistung hingelegt, dennoch bin ich enttäuscht, dass es nur zu einem Punkt gereicht hat.“


Die Haie verbuchten in den ersten 20 Minuten ein klares Plus an Chancen. Besonders die Reihe Rudslätt-Piros-Adams erspielte sich einige gute Möglichkeiten, doch immer wieder konnte Gäste-Goalie Pelletier retten.


Ein Abwehrfehler des KEC ließ die Haie die Kontrolle verlieren. Fortier nutzte ihn zum 0:1 (21.). Die Haie agierten danach sehr verunsichert. Ullmanns Ausgleich in Überzahl, als er geduldig auf die Lücke wartete und gezielt abschloss (26.), verzückte die Fans nur einige Minuten. Aus dem Gewühl heraus traf Hamburgs Wilm zum 1:2 (36.). Die beste Chance zum Ausgleich vergab Piros, der frei zum Schuss kam, den Puck aber nicht präzise platzieren konnte, so dass ihn der Brustpanzer Pelletiers stoppte (38.). Haie-Keeper Doyle bewahrte die Haie zunächst vor einem höheren Rückstand, als er einen Konter Muellers entschärfte (39.).


Eine weitere Unaufmerksamkeit in der KEC-Defensive verwertete Aab zum 1:3 (46.), so dass der KEC geradewegs auf ein Null-Punkte-Spiel zusteuerte. Doch die Haie gaben nicht auf: Lüdemann umkurvte das Freezers-Tor und traf per Rückhand zum 2:3 (53.). Der KEC rannte an, doch das Glück im Abschluss schien einmal mehr zu fehlen. Angefeuert von den Kölner Fans erbeuteten die Haie dennoch einen Zähler. Als Doyle vom Eis gefahren war, sorgte Rudslätt für Jubel (60.).


In der Verlängerung wurde es hektisch. Turbulente Szenen vor beiden Tore rissen die Fans von den Sitzen. Die Haie überstanden einen Unterzahl, versäumten es dann aber bei 5 gegen 3, den Sack zuzumachen. So musste das Penaltyschießen entscheiden. Aab und Delmore trafen für Hamburg, Rudslätt für Köln, so dass Sieg und Extrapunkt an die Freezers gingen.


Am Freitag spielen die Haie in Iserlohn (18.30 Uhr).