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Heimniederlage gegen Frankfurt im letzten Spiel vor der Olympia-Pause

MITTWOCH, 28. JANUAR 2026
Wir unterliegen den Löwen Frankfurt mit 1:4. (Foto: DEL Photosharing)

Jede Serie geht einmal zu Ende. Nach zuletzt 16 Siegen in Serie unterliegen wir im Heimspiel den Löwen Frankfurt mit 1:4. Im abschließenden Spiel vor der Olympia-Pause können wir durch Gregor MacLeod in Führung gehen, doch vier Tore der Löwen im Schlussdrittel besiegeln unserer erste Niederlage nach 60 Minuten seit dem 02. November. Wir haben den Spielbericht.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und eher defensiv geprägtes Spiel. Beide Mannschaften standen kompakt, Chancen waren auf beiden Seiten eher Mangelware. Frankfurt kam besser ins Spiel und hatte die ersten Abschlüsse, doch Janne Juvonen zwischen unseren Pfosten war sofort auf Betriebstemperatur und parierte sicher. Auch wir setzten immer wieder Akzente, unter anderem durch Kaski und MacInnis aus der Distanz, ohne jedoch zu klaren Großchancen zu kommen. In einer Unterzahl zum Ende des Drittels bewahrte uns Juvonen mit einer Doppelparade gegen Burns vor dem Rückstand – folgerichtig ging es wenig später torlos in die Pause.

Im zweiten Drittel erhöhten die Löwen den Druck und verbuchten mehr Scheibenbesitz, wir hielten jedoch kämpferisch dagegen und setzten immer wieder Nadelstiche. Janne Juvonen rückte dabei erneut in den Fokus und entschärfte mehrere gefährliche Abschlüsse der Gäste. Offensiv kamen wir nun häufiger zu Möglichkeiten: Schnarr, Aubry und Storm hatten gute Chancen, während Cody Brenner im Frankfurter Tor mehrfach stark reagierte. In der 33. Minute belohnten wir uns schließlich für unseren Aufwand. Nach einem klugen Zuspiel von Kemiläinen zog Gregor MacLeod von links vor das Tor und schob den Puck im kurzen Eck an Brenner vorbei zur 1:0-Führung ein. Der Treffer gab der Partie spürbar neuen Schwung. Beide Teams spielten nun aktiver nach vorne, doch wir verteidigten den knappen Vorsprung bis zur zweiten Pause mit viel Einsatz und Disziplin.

Der Schlussabschnitt begann für uns denkbar ungünstig. Frankfurt kam entschlossen aus der Kabine und erhöhte den Druck auf unser Tor. In der 42. Minute fiel der Ausgleich, als Pasanen eine freie Scheibe in unserem Torraum nach einem ersten Save von Juvonen über die Linie drückte. Das Spiel blieb in der Folge offen, doch Frankfurt nutzte wenig später eine weitere Gelegenheit konsequent. Nach einem Zuspiel in unseren Slot schob Burns zur erstmaligen Führung für die Gäste ein. Wir versuchten, schnell zu antworten, blockten defensiv wichtige Schüsse und suchten offensiv den Weg nach vorne, doch die Löwen präsentierten sich in dieser Phase sehr effizient.

In der Schlussphase gingen wir noch einmal volles Risiko, erspielten uns Abschlüsse und setzten Frankfurt stark unter Druck. Juvonen verließ in den letzten Minuten zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers das Eis, doch ein Treffer wollte uns trotz mehrfacher guter Abschlüsse nicht mehr gelingen. Stattdessen nutzten die Gäste die sich bietenden Räume und trafen zunächst ins leere Tor zum 1:3, ehe Pasanen mit seinem zweiten Treffer des Abends kurz vor der Schlusssirene den Endstand von 1:4 herstellte.

Nach dem 44. Spieltag geht die PENNY DEL nun in eine gut vierwöchige Spielpause aufgrund der Olympischen Spiele in Mailand, an denen mit Moritz Müller, Parker Tuomie, Patrick Russell und Frederik Storm auch vier Haie teilnehmen. Das nächste Heimspiel steigt daher erst am Mittwoch, den 25. Februar. Zu Gast sind dann die Dresdner Eislöwen.

TORE

1:0 Gregor MacLeod (Kemiläinen) 33. Minute; 1:1 Tommy Pasanen (Rowney, Wilkie) 42. Minute; 1:2 Nathan Burns (Pfaffengut, Fröberg) 54. Minute; 1:3 Matthew Wedman (Burns, Rowney) 60. Minute; 1:4 Tommy Pasenen 60. Minute

FAKTEN

  • Wir mussten uns erstmals seit dem 02. November wieder nach 60 Minuten geschlagen geben

  • Mit der Niederlage gegen Frankfurt endete unser Sieges-Serie von 16 Spielen sowie unsere Punkte-Serie von zuletzt 26 Partien

  • Maxi Kammerer absolvierte gegen die Löwen sein 500. DEL-Spiel, musste die Partie jedoch im 1. Drittel verletzt verlassen

  • Die LANXESS arena war zum sechsten Mal in Serie ausverkauft

STIMMEN

Ich denke, dass wir heute mental etwas müde waren. Von Anfang an waren wir nicht richtig da, auch wenn wir im zweiten Drittel besser ins Spiel gekommen sind. Wir haben die Chancen gehabt, aber die Effizienz war heute nicht gut genug.

FREDERIK STORM

Frankfurt hat heute sehr gut gespielt und kam mit der richtigen Einstellung ins Spiel. Wir haben in beiden Drittelpausen versucht, das Feuer in unserem Spiel zu finden, was uns jedoch nicht gelungen ist. Die Reaktion der Jungs ist aber total verständlich. Wir haben am Sonntag einen DEL-Rekord aufstellen können, hatten aber wenig Zeit uns auf das Spiel gegen Frankfurt vorzubereiten. Im Sport gehören Sieg und Niederlage zum Spiel. Das wichtige ist, was wir aus der Niederlage lernen können. Nun freuen wir uns nach intensiven Wochen auf eine verdiente Pause.

KARI JALONEN