Wir stehen im Halbfinale! In einem dramatischen Viertelfinale Spiel 4 gewinnen wir durch den Gamewinner von Jan Luca Sennhenn in der 104. Spielminute, siegen damit 4:0 in der Viertelfinalserie gegen die Schwenninger Wild Wings und ziehen ins Playoff-Halbfinale ein. Einmal kurz durchatmen – wir haben den Spielbericht.
Von der ersten Sekunde an war Viertelfinale Spiel 4 im ausverkauften Haifischbecken ein echtes Playoff-Ringen: intensiv, körperlich und geprägt von zwei herausragenden Torhütern. Im Startdrittel kamen wir früh zu Abschlüssen über MacLeod, Russell, Bokk und Kaski, während Janne Juvonen mehrfach stark gegen die schnellen Abschlüsse der Gäste parierte. Nach beidseitigen Strafen – darunter je fünf Minuten wegen „Fighting“ für Tyrväinen und Szwarz, sowie Niedenz und Weber – blieb die Partie zerfahren, aber stets mit hohem Tempo. Da Eriksson auf der Gegenseite ebenso aufmerksam blieb, ging es torlos in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt gehörte lange mehr unserer Mannschaft. Früh setzten wir Schwenningen unter Druck, hielten die Scheibe in der Zone und kamen immer wieder zu Abschlüssen aus der zweiten Reihe. Die Schlüsselszene: Nach einem hohen Stock von Platzer erhielten wir ein vierminütiges Powerplay, in dem wir geduldig die Formation hielten. Aubry brachte die Scheibe von hinter dem Tor in den Slot, Patrick Russell verwertete per Direktabnahme zur verdienten 1:0-Führung (24.). In der Folge blieben wir das aktivere Team, während Juvonen mit ruhigem Stellungsspiel gegen Uvira und Marshall wichtige Scheiben sicherte. Mit der knappen Führung gingen wir ins Schlussdrittel.
Im dritten Drittel stellten die Gäste das Spiel auf frühere und direktere Abschlüsse um. Juvonen parierte gegen Platzer und Karachun, Vittasmäki warf sich wie seine Kollegen in Schüsse, und wir setzten Nadelstiche über schnelle Umschaltmomente – unter anderem durch Kammerer und Schnarr. Schwenningen traf den Pfosten und erhöhte den Druck in den letzten Minuten, nahm schließlich den Torhüter vom Eis. Gut eine Minute vor Schluss fiel der Ausgleich: Höfflin traf aus dem linken Bullykreis, Juvonen war die Sicht versperrt – 1:1, Overtime.
Die Verlängerungen entwickelten sich zum Inbegriff von Playoff-Drama. In der ersten Overtime hielten wir die Intensität hoch, kamen über Bokk, Uher und Tuomie zu gefährlichen Abschlüssen, während Juvonen mit einem Monstersave gegen O’Regan die Führung der Gäste verhinderte. In der zweiten Overtime blieben die Schüsse auf beiden Seiten präzise und druckvoll: Van Calster prüfte Eriksson, Kammerer lauerte im Slot, und Juvonen parierte gegen die frei zum Abschluss kommenden Feist und Gettinger. Kurz darauf ließ ein Pfostentreffer der Wild Wings die Arena den Atem anhalten. Auch im dritten Zusatzabschnitt boten wir ein hohes Arbeitspensum im Forecheck, gewannen wichtige Bullys und hielten die Wege in die gefährlichen Zonen kurz. Schnarr verpasste eine scharfe Hereingabe von Russell denkbar knapp.
Nach 104 Minuten und gegen 23:30 Uhr fiel die Entscheidung: Wir setzten uns im gegnerischen Drittel fest, brachten den Puck an die blauen Linie, von wo aus Jan Luca Sennhenn das Hartgummi an Freund und Feind vorbei in die Maschen setzte – der viel umjubelte 2:1-Siegtreffer und damit verbundene Einzug ins Playoff-Halbfinale.
Informationen zu den Tickets und Termine für die Halbfinal-Heimspiele findet ihr HIER. Der Gegner hingegen steht noch nicht fest und wird noch ermittelt.
TORE
1:0 Patrick Russell (Powerplay/Aubry, Schnarr) 24. Minute; 1:1 Mirko Höfflin (Spink, Gettinger) 59. Minute; 2:1 Jan Luca Sennhenn 104. Minute
FAKTEN
- Jan Luca Sennhenn erzielte den ersten Overtime-Gamewinner seiner Profi-Karriere
- Die LANXESS arena war erneut mit 18.600 Zuschauern ausverkauft
- Janne Juvonen parierte 36 von 37 Schüssen der Wild Wings
- Wir bedanken uns bei den Schwenninger Wild Wings für eine hart umkämpfte aber faire Serie
STIMME
„Das Tor zu schießen, war ein unglaubliches Gefühl. Gerade vor dieser Kulisse. Ich schieße generell nicht viele Tore, dieses wird in Erinnerung bleiben. Wir haben die Serie zwar 4:0 gewonnen, aber jedes Spiel war eng, Schwenningen hat uns das Leben schwer gemacht und wir mussten hart arbeiten. Wir freuen sehr uns über den Einzug ins Halbfinale.“
JAN LUCA SENNHENN