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Haie unterliegen 2:4 in Halbfinale Spiel 3

SONNTAG, 12. APRIL 2026
2:4-Niederlage in Spiel 3. (Foto: City-Press GmbH)

Wir müssen uns den Eisbären Berlin in Spiel 3 des Playoff-Halbfinals auswärts mit 2:4 geschlagen geben. Nach einem torlosen, intensiven Beginn gehen druckvollere Eisbären zu Beginn des dritten Drittels mit 3:0 in Front. Zwar finden wir in den Schlussminuten mit zwei Treffern zurück ins Spiel, die Aufholjagd kommt jedoch zu spät. Wir haben den Spielbericht.

Wie schon in den ersten beiden Partien dieser umkämpften Halbfinalserie erwischten die Eisbären den besseren Start in die Partie und brachten viele Scheibe auf unser Tor. Janne Juvonen parierte gegen Ronning, Wissmann und weitere Berliner Angreifer sicher, während wir unsere beste Gelegenheit im Powerplay verzeichneten: Gregor MacLeod hatte vom Bully weg freie Schussbahn, setzte die Scheibe aber über das Tor. Defensiv arbeiteten wir weiterhin aufmerksam und hatten in Juvonen einen sicheren Rückhalt – folgerichtig ging es mit 0:0 in die erste Pause.

Der Mittelabschnitt begann mit Strafen auf unserer Seite, was Berlin in Führung brachte: Leo Pföderl traf per Direktabnahme aus dem linken Bullykreis ins kurze Eck zum 0:1 aus unserer Sicht (23.). Kurz darauf mussten wir erneut in Unterzahl ran, konnten diese Phase aber dank Juvonen, der mehrfach gegen Ronning, Bergmann und Abschlüsse von der blauen Linie zupackte, überstehen. Auch so stand unser finnischer Schlussmann regelmäßig unter Beschuss, behielt bei den Abschlüssen der Eisbären aber gewohnt die Übersicht und sollte am Ende der Partie über 50 Schüsse der Hausherren entschärfen.

In einer besseren Phase von uns zum Abschluss des Drittels prüften Valtteri Kemiläinen, MacLeod und Dominik Bokk Jake Hildebrand, der für die Hauptstädter im Kasten stand, doch der Berliner Goalie war auf dem Posten. So nahmen wir ein knappes 0:1 mit ins letzte Drittel.

Als dort unsere Jungs zunächst eine Unterzahlsituation überstanden und den trotz klarem Schussverhältnis für Berlin nur knappen Rückstand aufholten wollten, schlugen die Eisbären doppelt zu. Zunächst verwertete Jonas Müller wenige Sekunden nach Ablauf der Strafe einen Rebound am langen Pfosten (42.) und nur kurz darauf setzte Les Lancaster den Puck nach gewonnenem Offensivbully in den Winkel (46.).

Wir antworteten mit Druck und bekamen ein Powerplay, in dem Hildebrand gegen Kemiläinen und Oliwer Kaski gut parierte und Juvonen eine gefährliche Berliner Kontersituation mit einer starken Parade im Spagat entschärfte. Unsere kleine Aufholjagd startete in Minute 53: Bokk verwertete einen Rebound nach Sennhenn-Schuss durch die Beine Hildebrands zum 1:3. In der Schlussphase nahmen wir nach Auszeit den Torhüter vom Eis und wurden belohnt. Kaski traf von der blauen Linie – abgefälscht von Wissmanns Schlittschuh – zum 2:3 (56.). Wir blieben mit sechs Feldspielern auf dem Eis und erspielten uns weitere Abschlüsse, doch Pföderl nutzte einen Puckverlust im Aufbau zum 2:4-Endstand ins leere Tor.

Durch den Erfolg in Spiel 3 gehen die Eisbären in der „Best-of-Seven“-Serie mit 2:1 in Führung. Spiel 4 des Halbfinals steigt am Mittwoch ab 19:30 Uhr in der LANXESS arena.

TORE

1:0 Leo Pföderl (Reinke, Ronning) 23. Minute; 2:0 Jonas Müller (Noebels, Wissmann) 42. Minute; 3:0 Les Lancaster (Dea) 46. Minute; 3:1 Dominik Bokk (Sennhenn, Kero) 53. Minute; 3:2 Oliwer Kaski (Kemiläinen, Tyrväinen) 56. Minute; 4:2 Leo Pföderl (Empty Net/Noebels) 58. Minute

FAKTEN

  • Janne Juvonen parierte 52 Torschüsse der Eisbären

  • Dominik Bokk traf im zweiten Halbfinalspiel in Serie

  • Wir mussten unseren ersten Unterzahl-Gegentreffer der diesjährigen Playoffs hinnehmen

  • Auch die dritte Partie dieser Halbfinalserie wurde vom Heimteam gewonnen

STIMMEN

„Wir wussten, dass Berlin mit einer Reaktion nach dem vergangenen Spiel kommen wird, haben es aber von der Intensität her nicht gut umgesetzt bekommen. Über das ganze Spiel und die gesamte Eisfläche haben wir zu viele Zweikämpfe verloren. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und hatten am Ende nicht mehr die Frische, um das Spiel ganz zu drehen. Zwar sind wir nochmal herangekommen, aber letztendlich war dies zu spät.“

MORITZ MÜLLER

„Berlin war besonders in den ersten 30 Minuten sehr stark. Wir sind nicht in unseren offensiven Rhythmus gekommen, um für Entlastung zu sorgen. Ich mochte es, wie meine Mannschaft in den letzten 30 Minuten gespielt und dagegengehalten hat.“

KARI JALONEN