Haie können Eisbären nicht stoppen

FREITAG, 11. DEZEMBER 2015
City Press GmbH

Berlin trifft vier Mal in Über- und einmal in Unterzahl – KEC verliert 2:5

Die Haie wollten nach dem Sieg in Krefeld am vergangenen Sonntag nachlegen. Doch das misslang. Bei der 2:5-Niederlage am Freitagabend vor knapp 13.400 Zuschauern in Berlin war hierfür vor allem das Powerplay der Eisbären verantwortlich. Die Hauptstädter trafen bei fünf Gelegenheiten mit einem Mann mehr vier Mal. Dieser 80%igen Quote waren die Haie an diesem Abend nicht gewachsen.

Die Eisbären kamen mit dem Rückenwind von vier Siegen in Folge in die Partie. Zudem hatten sie die 1:6-Klatsche, die ihnen die Haie vor einigen Wochen zugeführt hatten, nicht vergessen. Doch auch der KEC, bei dem Verteidiger Torsten Ankert sowie die Stürmer Jean-Francois Boucher, Jason Williams und Nick Latta fehlten, begann hellwach. So entwickelte sich in den ersten Minuten ein offenes und sehenswertes Spiel. Die erste Überzahl der Berliner sollte ein Fingerzeig für das gesamte Spiel werden. Marcel Noebels traf mit der Rückhand zum 1:0 für die Mannschaft von Uwe Krupp (8.). Dass auch die Haie über ein „Top-6“-Powerplay verfügen, bewiesen sie kurz darauf, als Andreas Falk abzog und Per Aslund den Puck zum 1:1 abfälschen konnte (11.). Berlin fand jedoch eine blitzschnelle Antwort und unterstrich seine Überzahleffizienz zum zweiten Mal: Mark Olver erzielte das 2:1 (11.).

Eine große Strafe (5-Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe) gegen Pascal Zerressen brachte den KEC auf die Verliererstraße. Die Eisbären bissen zwei Mal im Powerplay gnadenlos zu und stellten durch Darin Olver (30.) und erneut Marcel Noebels (31.) auf 4:1. Haie-Trainer Niklas Sundblad nahm danach eine Auszeit, um die Seinen neu zu sortieren. Das zeigte zunächst Wirkung: Ur-Hai Mirko Lüdemann konnte noch vor der zweiten Pause mit seinem ersten Saisontor verkürzen (35.).

Kurz nach Wiederbeginn forcierte eine Hinausstellung gegen die Heimmannschaft die Hoffnung der Haie-Fans, doch der Schuss ging nach hinten los. André Rankel erzielte bei Berliner Unterzahl das 5:2 (45.). Der KEC warf in der Folge nochmal alles nach vorne, kam gegen routinierte Berliner aber zu keinem weiteren Treffer.

Niklas Sundblad sagte bei der anschließenden Pressekonferenz: „Der Unterschied waren heute die special teams. Die Entscheidung fiel bei der fünfminütigen Unterzahl. Wir sind heute eigentlich gut Schlittschuh gelaufen, haben aber zu viele Strafen genommen und dadurch das Spiel verloren.“

Am Sonntag empfangen die Haie die Iserlohn Roosters in der LANXESS arena (17.45 Uhr).

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