Serienausgleich! Vor einem ausverkauften Haifischbecken finden wir nach frühem Rückstand geduldig ins Spiel, erhöhen im zweiten Drittel die Schlagzahl und legen mit drei Treffern binnen weniger Minuten den Grundstein für den Erfolg. Wir haben den Spielbericht.
Unsere Mannschaft startete sichtbar verbessert zum ersten Halbfinalspiel vom Mittwoch in dieses zweite Spiel und konnte sich früh einige Gelegenheiten erspielen. Dennoch mussten wir im ersten Drittel den ersten Gegentreffer hinnehmen. In der 15. Minute verwertete Veilleux einen Pass vor unser Tor per Direktabnahme zum 0:1. Wir blieben ruhig und erarbeiteten uns weitere Chancen: Kammerer scheiterte im Alleingang an Stettmer, MacLeod und Aubry kamen im Slot zum Abschluss, Kaski testete aus der Distanz – doch die Eisbären-Defensive war zur Stelle. Auf der Gegenseite hielt Janne Juvonen mit einigen starken Paraden das Ergebnis fest. So ging es mit einem 0:1 in die Kabine.
Im Mittelabschnitt sollten dann aber die Tore für unsere Jungs fallen. Nach Zuspiel von Moritz Müller hämmerte Patrick Russell einen One-Timer aus dem Rückraum zum verdienten Ausgleich ins linke obere Eck (23.). Wir machten weiter Druck und konnten uns belohnen: Zunächst verwandelte Russell aus ähnlicher Position per Handgelenksschuss zur 2:1-Führung (29.), wenige Sekunden später gewann Dominik Bokk ein Laufduell und erhöhte technisch stark per Rückhand auf 3:1 (30.).
Doch damit nicht genug. Vier Minuten darauf wurde Louis-Marc Aubry stark von Bokk in Szene gesetzt und setzte die Scheibe aus spitzem Winkel an Eisbären-Goalie Jonas Stettmer vorbei – 4:1 (34.). Die Gäste reagierten mit einem Torhüterwechsel, Jake Hildebrand kam für Stettmer zwischen die Berliner Pfosten. Unsere Defensive blieb aufmerksam: Austin und Sennhenn warfen sich in Schüsse, Juvonen parierte ein Eins-gegen-Eins gegen Wissmann und fischte einen Handgelenksschuss von Pföderl trotz Sichtbehinderung. Mit 4:1 ging es in die zweite Pause.
Im Schlussdrittel verteidigten wir kompakt und lauerten auf Umschaltmomente. Nach einem Scheibenverlust der Berliner im Aufbau konterten wir schnörkellos – Russell trug die Scheibe über rechts und legte quer, MacLeod schloss freistehend durch die Beine Hildebrands zum 5:1 ab (44.). Berlin suchte den Anschluss, doch unsere Defensivreihen standen gut. Ein Lattenschuss von Mik blieb der gefährlichste Moment der Gäste. In der Schlussphase brachten wir das Ergebnis souverän über die Zeit, fuhren so einen verdienten 5:1-Heimsieg ein und gleichen die Serie zum 1:1 aus. Spiel 3 des Halbfinals steigt am Sonntag ab 14:00 Uhr in Berlin.
TORE
0:1 Yannick Veilleux (Vikingstad) 15. Minute; 1:1 Patrick Russell (Müller) 22. Minute; 2:1 Patrick Russell (Sennhenn) 29. Minute; 3:1 Dominik Bokk (Storm, Austin) 30. Minute; 4:1 Louis-Marc Aubry (Bokk, Sennhenn) 34. Minute; 5:1 Gregor MacLeod (Russell, Vittasmäki) 44. Minute
FAKTEN
- Erneut gewann das Heimteam die Partie – anders war dies noch in der Hauptrunde
- Patrick Russell war an drei Toren direkt beteiligt
- Die LANXESS arena war mit 18.600 Zuschauern mal wieder ausverkauft
STIMMEN
„Berlin ist gut ins Spiel gekommen und konnte in Führung gehen. Ab dem zweiten Drittel haben wir mehr zu unserem Spiel gefunden, dies war schon die ganze Saison über so. Wir haben gewonnen und das ist am Ende am wichtigsten.“
GREGOR MACLEOD
„In einer Playoff-Serie ist es wichtig, dass man sich von Spiel zu Spiel steigert. Wir waren heute läuferisch, taktisch und in den Zweikämpfen besser, als noch in Spiel 1 am Mittwoch. Das sind die Sachen, die wir auch in den kommenden Spielen weiter besser machen wollen.“
KARI JALONEN