Neunter Sieg in Serie! Wir gewinnen das Auswärtsspiel bei den Dresdner Eislöwen klar mit 8:1. Bereits im ersten Drittel legen wir mit vier Treffen den Grundstein zum Sieg, dazu können wir in den Special Teams mit zwei Überzahl- und auch zwei Unterzahl-Toren brillieren. Einziger, aber großer Wermutstropfen: Der Sonderzug mit 800 Haie-Fans schaffte es aufgrund einer größeren Verspätung nicht nach Dresden und kehrte auf dem Weg um. Wir haben den Spielbericht.
Wir erwischten bei unserem erst zweiten Auswärtsspiel der Clubgeschichte in Dresden einen perfekten Start in die Partie und übernahmen früh die Kontrolle. Bereits in der 3. Minute brachte Oliwer Kaski uns mit einem platzierten Schlenzer von der blauen Linie im Powerplay in Führung. Nur drei Minuten später erhöhte Dominik Bokk auf 2:0. Der Flügelstürmer setzte die Scheibe dabei schlitzohrig aus sehr spitzem Winkel mit Hilfe des Innenpfostens in die Maschen.
Unsere Mannschaft blieb anschließend druckvoll, hatte in Felix Brückmann zwischen den Pfosten einen sicheren Rückhalt und spielte ihre Chancen konsequent aus. Maximilian Kammerer traf in Überzahl nach schönem Zusammenspiel über Kaski und Russell in der 11. Minute zum 3:0, ehe Juhani Tyrväinen kurz vor der Pause per Rückhand in Unterzahl sogar auf 4:0 stellen konnte. Ein starker erster Abschnitt, der den Grundstein des Auswärtssiegs bilden sollte.
Auch im zweiten Drittel knüpften wir an unsere Leistung an. Nachdem im 1. Drittel noch Ryan MacInnis Sturmpartner Tyrväinen den Unterzahl-Treffer auflegte, revanchierte sich der Finne prompt. Nach Zuspiel Tyrväinens verarbeitete MacInnis die Scheibe sehenswert und schob das Hartgummi in den Winkel vorbei an Paul Stocker (25.), der zu Beginn des zweiten Abschnitts für Jussi Olkinoura ins Dresdner Tor kam.
Die Eislöwen blieben trotz der fünf Gegentore im Spiel und kamen in der 28. Minute durch LeBlanc, der seinen freien Raum in unserem Drittel mit einem platzierten Schuss zu nutzen wusste, zu ihrem ersten Treffer. Doch unsere Mannschaft ließ sich davon nicht beirren. Bokk stellte mit seinem zweiten Treffer des Tages (34.) schnell den alten Abstand wieder her und sorgte für eine bequeme 6:1-Führung nach 40 Minuten.
Das Schlussdrittel ist dann recht schnell erzählt, als spätestens nach Patrick Russells Treffer zum 7:1 (44.) die Partie entschieden war. Der Däne machte sich dabei selbst ein Geburtstagsgeschenk. Den Schlusspunkt setzte Tanner Kero, der in der 48. Minute den Puck zum 8:1-Endstand über die Linie drückte.
Mit einer erneut geschlossenen Teamleistung, starken Special Teams und einem sicheren Felix Brückmann im Tor feiern wir einen rundum gelungen Sieg – der mit allen Haie-Fans vor Ort sicherlich noch schöner gewesen wäre. Das nächste Spiel für unsere Jungs steigt am Dienstag (06. Januar) bereits um 16:30 Uhr bei den Nürnberg Ice Tigers.
TORE
0:1 Oliwer Kaski (Überzahl/Bokk) 3. Minute; 0:2 Dominik Bokk 6. Minute; 0:3 Maxi Kammerer (Überzahl/Russell, Kaski) 11. Minute; 0:4 Juhani Tyrväinen (Unterzahl/MacInnis) 19. Minute); 0:5 Ryan MacInnis (Unterzahl/Tyrväinen) 25. Minute; 1:5 Drew LeBlanc (Parkes) 28. Minute; 1:6 Dominik Bokk (Aubry) 34. Minute; 1:7 Patrick Russell (Kero) 44. Minute; 1:8 Tanner Kero (Tuomie) 48. Minute
FAKTEN
- Maxi Kammerer traf im fünften Spiel in Serie (sieben Tore)
- Louis-Marc Aubry konnte auch im neunten Spiel in Serie punkten
- Wir trafen doppelt in Überzahl und doppelt in Unterzahl
- Felix Brückmann parierte 26 von 27 Dresdner Schüssen auf sein Tor (Fangquote von 96,3%)
- Es war unser höchster Auswärtssieg seit dem 01. April 2022 (damals 9:1 in Bietigheim)
STIMMEN
„Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht und konnten schon früh zwei Powerplays nutzen, waren dazu auch in Unterzahl erfolgreich. Dresden hatten auch einige gute Phasen im Spiel, wo Felix Brückmann einen hervorragenden Job gemacht hat. Wir haben unseren Gameplan gut umgesetzt und wurden mit drei Punkten belohnt. Mein Tor zum 2:0 war so nicht geplant, ich wollte die Scheibe einfach aufs Tor bringen. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass ich vor dem Spiel einen neuen Schläger genommen habe.“
DOMINIK BOKK
„Wir sind aktuell auf einem langen Roadtrip unterwegs und wollten deshalb einen guten Start in das erste Spiel haben, um darauf für die weiteren Partien aufzubauen. Wir hatten heute sehr viel Geschwindigkeit in unserem Spiel über die gesamten 60 Minuten. Das war ein Schlüssel zum Sieg, ebenso, dass wir gut auf das Dresdner Forechecking reagiert haben und so viele Konter fahren konnten.“
KARI JALONEN