Haie fegen Spitzenreiter Ingolstadt mit 10:0 aus der Halle

DIENSTAG, 28. NOVEMBER 2006

Dieses Spiel werden die Fans, die am Dienstag in der Kölnarena waren, nicht so schnell vergessen. Die Haie besiegten den Spitzenreiter Ingolstadt mit sage und schreibe 10:0. Es war der höchste Heimsieg des KEC seit dem Umzug in die Kölnarena 1998.


In den ersten zehn Minuten neutralisierten sich beide Teams, doch dann nutzten die Haie vor 9.817 Zuschauern effektiv ihre Überzahlchancen. Zwei Mal Tallaire (11., 13.) und Lindsay (20.) schossen einen komfortablen 3:0-Vorsprung heraus. 14 Sekunden vor der ersten Sirene erlebte das DEL-Spitzenspiel seinen größten Aufreger. Eine durch Ingolstadts Torwart Waite angezettelte Auseinandersetzung endete in einer minutenlangen Massenprügelei an deren Ende Schiedsrichter Looker mit Waite, Melischko, Ficenec und Holland auf Ingolstädter Seite sowie Müller, Boos und Gavey auf Kölner Seite insgesamt sieben Akteure mit Spieldauerdisziplinarstrafen belegte.


Die Haie ließen sich durch die Schlägerei aber nicht von ihrem Weg abbringen. Im Mitteldrittel hatte der neue ERC-Keeper Vogl vier Mal das Nachsehen: Julien (23., bei angezeigter Strafe gegen Ingolstadt), Lindsay (25.), McLlwain (33., Überzahl) und Gogulla (36.) erhöhten auf  7:0. Die Fans feierten die Treffer mit lautstarken „Kölle Alaaf“-Gesängen und stimmten mehrfach „Oh, wie ist das schön“ an.


Die Haie schalteten auch im Schlussabschnitt kaum zurück. Rudslätt (41.) und Gogulla (47.) erhöhten auf 9:0, ehe Furchner im Powerplay den viel umjubelten zweistelligen Erfolg perfekt machte. Damit war der Torhunger des KEC gestillt. Dass Torwart Hauser seinen zweiten shut-out in Folge feierte, vergaßen die Fans nicht. Auch der KEC-Goalie wurde bei den ausgiebigen Feierlichkeiten auf dem Eis gebührend bejubelt. Trainer Mason lobte seine Mannschaft in der Pressekonferenz für eine „überragende Leistung“.


Am Freitag treten die Haie in Duisburg an (19.30 Uhr). Sein nächstes Heimspiel bestreitet der KEC am Sonntag gegen Straubing (14.30 Uhr).