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Guter Start ins neue Jahr - Haie gewinnen 4:2 gegen die Straubing Tigers

FREITAG, 02. JANUAR 2026
Frederik Storm (m.), Torschütze zum 3:0, wird von Juhani Tyrväinen (l.) und Parker Tuomie (r.) geherzt (Fotos: City-Press GmbH)

Wir starten das neue Jahr so wie wir das vergangene Jahr beendet haben – mit drei Punkten und einer Menge Freude. In einem schweren Heimspiel gegen starke Gäste aus Straubing behalten wir in 60 Minuten die Oberhand und setzen uns mit 4:2 durch. Früh gehen wir durch Maximilian Kammerer in Führung und können diese peu à peu auf 3:0 steigern. Dann allerdings kommen die Straubing Tigers durch einen Doppelpack binnen 24 Sekunden zurück ins Spiel. Das letzte Wort an diesem Abend sollte allerdings Nate Schnarr haben, der mit seinem Tor zum 4:2 den Schlusspunkt setzte. Wir haben den Spielbericht.

In einer zum dritten Mal hintereinander ausverkauften LANXESS arena entwickelte sich von Anfang an ein sehenswertes und hochklassiges Eishockeyspiel – beinahe wären die spielstarken Gäste mit einem ihrer ersten Shifts in Führung gegangen, doch wir überstanden die brenzlige Situation. Auch, weil Felix Brückmann in unserem Tor sich direkt auszeichnen konnte.

Mit dem direkten Gegenzug brachte Maximilian Kammerer den Großteil der 18.600 Zuschauer dann zum Jubeln. Eine schöne Staffette über seine Teamkollegen Louis-Marc Aubry und Frederik Storm verwertete unsere Nummer neun kurz vor dem Straubinger Tor zur frühen Führung, 1:0 (2.). Es war so ganz nebenbei das vierte Spiel in Folge, in dem Kammerer traf. Die Straubinger zeigten sich vom frühen Rückstand unbeeindruckt und kamen immer wieder gefährlich vor unseren Kasten – Felix Brückmann und seine Defensive verrichteten jedoch starke Arbeit und blieben im ersten Drittel ohne Gegentor.

Und da Nate Schnarr in der 17. Minute das zweite Haie-Tor erzielte, ging es mit dem 2:0 in die erste Drittelpause. Beim Tor des Kanadiers erspielten sich die Gäste durch einen starken Shift Oberwasser, verloren dann in der mittleren Zone allerdings den Puck, was Tanner Kero und Schnarr im Zusammenspiel eiskalt ausnutzten. Im Slot bediente der US-Amerikaner den Kanadier, der humorlos zum 2:0 traf.

Im zweiten Drittel waren gerade einmal vier Minuten gespielt, da erhöhte Frederik Storm auf 3:0 – was war passiert? Nach einer überstandenen Strafe und erneutem Druck der Gäste kam Parker Tuomie für uns zurück aufs Feld – diesen Moment nutzten wir blitzschnell aus und kamen über unsere Nummer 62 in der Straubinger Zone in Überzahl. Tuomie legte im richtigen Moment auf Storm, der Florian Bugl im Gäste-Tor humorlos mit einem Schuss aus zentraler Position zum 3:0 überwand.

Zu diesem Zeitpunkt weilte Nate Schnarr in der Kabine, weil er bei einem Sturz in die Bande einen ordentlichen Cut von sich trug, der untersucht wurde. Und kurz nachdem die Gäste durch Halloran zum Anschlusstreffer kam (30.), betrat der Kanadier unter tosendem Applaus das Feld. Der Gegentreffer zeigte jedoch kurz Wirkung, denn nur 24 Sekunden nach dem 3:1, kamen die Gäste – angefeuert durch einen vollen Gästeblock – zum 3:2. Scott stand im Slot genau richtig und verwertete ein Zuspiel aus kurzer Distanz zum zweiten Tigers-Treffer.

Doch, passend zu diesem Spiel, fanden wir in der 38. Minute die perfekte Antwort auf ein starkes Straubinger Drittel. Wieder schnürten uns die Gäste in unserer Zone ein, doch als wir uns aus dieser befreiten, spielten wir es bockstark aus. Ausgerechnet Schnarr veredelte einen starken Konter zum umjubelten 4:2!

Wahnsinn, deswegen lieben wir den Sport. Straubing tut und macht und ackert – wir können inmitten der Drangphase einen starken Konter fahren, den Schnarr aber mal so etwas von sehenswert und cool vollendet. 4:2 – Kaski und Kero hatten starke Vorarbeit geleistet.

Im letzten Drittel agierten wir in der Defensive äußerst konzentriert und hielten der druckvollen Spielweise der Straubinger weiterhin Stand. Brückmann und seine Vorderleute entschärften Angriff um Angriff, sodass um kurz vor 22 Uhr der achte Sieg in Folge feststand!

Weiter geht’s für unsere Mannschaft mit dem Auswärtsspiel bei den Dresdner Eislöwen – das Spiel wird von einem Sonderzug des Haie-Fanprojekts und über 900 Haie-Fans vor Ort in der JOYNEXT Arena begleitet. Puckdrop in Dresden ist am Sonntag, den 04. Januar um 16:30 Uhr (live bei MagentaSport). Es ist das erste von fünf Auswärtsspielen am Stück.

Unser nächstes Heimspiel findet am Sonntag, den 18. Januar um 16:30 Uhr gegen die Iserlohn Roosters statt. Für das dann siebtletzte Heimspiel der PENNY DEL-Hauptrunde gibt es nur noch wenige Karten.

TORE

1:0 Maximilian Kammerer (Aubry, Storm) 2. Minute; 2:0 Nate Schnarr (Kero) 17. Minute; 3:0 Frederik Storm (Tuomie, Mo. Müller) 24. Minute; 3:1 Nicholas Halloran (Madden, Brandt) 30. Minute; 3:2 Justin Scott (Leonhardt, Green) 30. Minute; 4:2 Nate Schnarr (Kaski, Kero) 38. Minute

FAKTEN

  • Felix Brückmann sammelte 44 Saves und kam auf eine starke Fangquote von 95,65%

  • Maximilian Kammerer traf auch im vierten Spiel in Folge

  • Die LANXESS arena war das dritte Mal hintereinander ausverkauft

  • Straubing versuchte es insgesamt mit 67 Schüssen, von denen 46 ihren Weg aufs Tor fanden

  • Wir konnten 31 von 55 Duellen am Bullykreis gewinnen

STIMMEN

Beide Teams haben aktuell eine starke Phase, ich habe ein intensives Spiel erwartet und so ist es gekommen, es war ein gutes Eishockeyspiel. Wir hatten einen guten Start in die Partie, aber Straubing war zu jeder Zeit gefährlich, gerade offensiv, das haben wir im Mittelabschnitt gesehen. Im letzten Drittel haben wir einen tollen Charakter an den Tag gelegt und defensiv sehr hart gearbeitet. Felix Brückmann hat einen sehr guten Job gemacht. Die Jungs sind es nicht wirklich gewohnt, so viel innerhalb kürzester Zeit zu spielen, es war ein Charaktersieg und ein Mannschaftserfolg. Das 4:2 ist natürlich zu einem Zeitpunkt gefallen, als uns Straubing enorm unter Druck gesetzt hat.

KARI JALONEN

Wir haben ein enges Spiel gesehen, wir hatten einen guten Start mit einem frühen Tor. Es hilft natürlich, so in eine Partie zu starten. Im zweiten Drittel haben wir uns etwas schwergetan und mussten zwei Gegentore hinnehmen. Straubing hat uns gut unter Druck gesetzt, aber am Ende haben wir einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen.

FELIX BRÜCKMANN