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Emotionale Achterbahnfahrt endet mit einem Zähler für den KEC

DIENSTAG, 10. DEZEMBER 2013

Haie unterliegen in Berlin nach Verlängerung mit 4:5


Die Haie haben in Berlin einen Punkt geholt. Der KEC unterlag in einem – vor allem im letzten Drittel – wilden Hin und Her mit 4:5 nach Verlängerung.


Unter den Augen der Komikerin „Cindy aus Marzahn“ hatte Berlin zunächst nicht viel zu Lachen. Die Haie fuhren gleich zu Beginn einige gefährliche Konter. Als Berlins Mads Christensen die Scheibe an der Bande durchflutschen ließ, war Rok Ticar auf und davon. Er legte klug quer, so dass Philip Riefers wenig Mühe hatte, das 1:0 für Köln zu erzielen (9.). Doch Berlin drehte die Partie binnen weniger Minuten. Weiter konteranfällig, aber aggressiv vor dem gegnerischen Tor trafen die Eisbären binnen drei Minuten doppelt. Zunächst war es Julian Talbot, der aus dem Gewühl zum 1:1 abschloss (12. Überzahl), einen schnellen Gegenangriff über Darin Olver vollendete Florian Busch zum 2:1 (15.).


Torwart Rob Zepp stand im zweiten Abschnitt häufiger im Brennpunkt, als ihm lieb sein konnte. Doch die Haie ließen einige gute Chancen ungenutzt. Berlins Coach Jeff Tomlinson sah sich Mitte des Abschnitts sogar zu einer Auszeit genötigt. Wohl, um seinem Team eine Verschnaufpause in der besten Druckphase des KEC zu verschaffen. Zählbares brachten aber beide Teams bis zur Sirene nicht mehr zustande.


Das änderte sich im letzten Abschnitt – und wie! Die 11.800 bekamen ein Eishockey-Spektakel geboten: John Tripp drückte einen Nachschuss zum überfälligen 2:2 über die Linie (47.) und gab dem KEC dadurch ganz offensichtlich neue Energie. Der Jubel war kaum verhallt, da traf Köln erneut: Yared Hagos brachte die Haie erstmals an diesem Abend in Führung (48.). Doch im Stile einer Spitzenmannschaft kam Berlin zurück. Wenige Sekunden nach Hagos´ Treffer erzielte Frank Hördler das 3:3 (48.). Doch die emotionale Achterbahnfahrt war damit noch lange nicht zu Ende: Die Haie gerieten in Unterzahl. Doch das Ganze wurde zum Boomerang für Berlin. Chris Minard entwischte den Eisbären, wurde gelegt und verwandelte den fälligen Penalty mit einer gekonnten Finte durch die Beine von Rob Zepp (50.). Die Eisbären verloren dadurch kurzzeitig den Faden. Im selben Unterzahlspiel entkam Rok Ticar. Auch er wurde gefoult, doch sein Penalty wurde von Zepp entschärft (51.). Es blieb beim 4:3 für Köln. In diesem Rhythmus ging es weiter: Nächste Unterzahl Köln, nächster Konter Köln. Diesmal verfehlte Hagos das Ziel nur knapp. Tragisch war das aus Kölner Sicht vor allem deshalb, weil im direkten Gegenzug Shawn Lalonde zum 4:4 traf (53., Überzahl). Damit war die Flut an Toren erst mal vorbei, allerdings verhingen die Schiedsrichter kurz vor Ende noch eine Strafe gegen Kölns Philip Gogulla, die schlussendlich auch die Entscheidung einleitete. In der Overtime traf Lalonde nach 19 Sekunden zum Sieg für Berlin (61. Überzahl). 


Uwe Krupp sagte nach dem Spiel: „Wir haben ein rasantes Eishockeyspiel gesehen mit Chancen auf beiden Seiten. Im letzten Drittel ging das nochmal um zwei Gänge höher. Wir hatten genug Chancen, um einen zwei-Tore-Vorsprung zu erspielen. Berlin hat sich aufgrund unserer Strafen im Spiel gehalten und am Ende in der Overtime gewonnen.“


Am Wochenende spielen die Haie zwei Mal zuhause: Freitag (13.12., 19.30 Uhr) gegen Straubing, Sonntag (15.12., 14.30 Uhr) gegen Ingolstadt. 


HIER gibt es Haie-Tickets!!!


Bild: City Press GmbH