Zum Inhalt springen

Die Schwenninger Wild Wings - unser Viertelfinalgegner im Portrait

MONTAG, 23. MÄRZ 2026
Shakehands nach dem ersten Saisonduell in Schwenningen. (Foto: City-Press GmbH)

Erstmals in der PENNY DEL treffen wir in einer Playoff-Serie auf die Schwenninger Wild Wings, die sich in der 1. Playoff-Runde gegen die Grizzlys Wolfsburg mit 2:1-Siegen durchsetzen konnten. Grund genug, euch unseren Viertelfinalgegner einmal etwas genauer vorzustellen.

DIE HISTORIE

Im Jahr 1904 trafen sich in einem Schwenninger Gasthof einige Bürger, um den Schwimm- und Eisclub zu gründen. Die Initiatoren wurden in ihrer Absicht, einen Schwimmverein zu gründen, durch ein Unglück bestärkt, bei dem vier junge Schwenninger im nahen Salinensee ertranken. 

In den späten 1920er Jahren nahm der Verein erstmals am organisierten Eishockeyspielbetrieb teil und gewann in den folgenden Jahren regionale Titel, die zu Teilnahmen an deutschen Meisterschaftsrunden führten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wich man mangels Eisfläche in eine Reithalle aus. Anfang der 1950er Jahre erfolgte die Umbenennung in Schwenninger ERC. 1964 sicherte eine neue, zunächst nicht überdachte Kunsteisbahn das Überleben, auch wenn Nachwuchs und Wettbewerbsfähigkeit fehlten. In den 1970ern gelang über Regionalliga und Oberliga 1979 der Aufstieg in die 2. Bundesliga und zwei Jahre später erstmals in die Bundesliga. Dort erreichte der Klub mehrfach die Playoffs, mit dem Halbfinale 1990 als Höhepunkt der sportlichen Erfolge. 1994 wurde der Profibetrieb in die neu gegründete DEL überführt und der Name „SERC Wild Wings“ angenommen.

In der DEL erreichten die Wild Wings in drei der ersten vier Jahre die Playoffs, ehe es in den folgenden Jahren eher um den Erhalt der Klasse ging. Finanzielle Probleme kulminierten 2003 im Lizenzentzug, worauf der Neuanfang in der 2. Bundesliga folgte. Zwischen 2004 und 2013 etablierten sich die Wild Wings als Spitzenklub der zweiten Liga, erreichten mehrfach Halbfinals und insgesamt drei Finalserien. 2013 kehrten sie durch den Lizenzerwerb der Hannover Scorpions in die DEL zurück.

Seit der Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse erreichten die Wild Wings viermal die Playoffs, darunter mit Platz sechs in der Saison 2023/2024 die beste Hauptrunden-Platzierung seit fast 30 Jahren.

DIE ARENA

Ihre Heimspiele tragen die Wild Wings schon seit 1968 am Schwenninger Bauchenberg und dem nahgelegenen Bauchenbergweiher aus. Die Helios Arena, wie die Spielstätte aktuell heißt, wurde zuletzt zur Saison 2020/2021 final modernisiert, sowie aus- und umgebaut. Sie bietet bei Eishockeyspielen Platz für 5.135 Zuschauer.

Besonders an der Schwenninger Arena ist die schmalere Eisfläche mit „nur“ 26 Metern Breite, im Vergleich zu 30 Metern Breite in allen anderen PENNY DEL-Arenen.

Die Schwenninger Helios Arena. (Foto: City-Press GmbH)

DIE BILANZ

Erstmals in unserer DEL-Geschichte werden wir in einer Playoff-Serie auf die Schwenninger Wild Wings treffen. Die Schwarzwälder qualifizierten sich durch den Erfolg über Wolfsburg zum dritten Mal für die Runde der letzten acht Teams in der DEL.

Die bisher einzige Playoff-Serie unserer Clubgeschichte gegen Schwenningen war in der Eishockey Bundesliga-Saison 1982/1983. Damals setzten wir uns im Playoff-Viertelfinale in einer Best-of-Three-Serie mit 2:1-Siegen durch.

DER TRAINER

Trainiert werden die Wild Wings seit drei Jahren vom Kanadier Steve Walker. Für den langjährigen DEL-Spieler (593 Spiele für Berlin) sind die Schwarzwälder die erste Cheftrainer Station in Deutschland. Zuvor arbeitet Walker bereits als Assistenztrainer in Mannheim und München.

Die Wild Wings führte Walker in seiner ersten Saison mit Platz sechs direkt ins Viertelfinale, wofür der 53-Jährige als Trainer des Jahres der PENNY DEL ausgezeichnet wurde. In jedem Jahr seines Wirkens im Schwarzwald führte Walker sein Team in die Playoffs.

Wild Wings-Trainer Steve Walker. (Foto: City-Press GmbH)

DAS TEAM

Das Tor der Wild Wings hütet seit mittlerweile sechs Jahren Joacim Eriksson. Der 35-jährige Schwede zählt seither zu den besten Torhütern der Liga und konnte in jeder Saison eine Fangquote von über 90% vorweisen. Back-Up ist der Deutsch-Amerikaner Michael Bitzer.

Herzstück der Schwenninger Defensive ist der italienische Olympia-Fahrer Thomas Larkin, der die Schwäne seit drei Jahren als Kapitän anführt. Dazu bringen auch Alex Trivellato, Will Weber, Ben Marshall, Eric Martinsson und Dominik Bittner reichlich Erfahrung in die Wild Wings-Abwehr.

Im Angriff besticht bei den Wild Wings weiterhin das Zwillingspaar Tylor und Tyson Spink, die ebenfalls seit sechs Jahren für die Schwarzwälder auflaufen. Aber auch Kyle Platzer, Danny O’Regan und Jordan Szwarz sind ständige Punktesammler für das Walker-Team. Toptorjäger der Schwenninger ist Alexander Karachun, der in der Hauptrunde starke 21 Treffer erzielen konnte.