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Die Eisbären Berlin - unser Halbfinalgegner im Portrait

MONTAG, 06. APRIL 2026
Valtteri Kemiläinen und Leo Pföderl (r.) treffen im Halbfinale mit ihren Vereinen aufeinander (Foto: City-Press GmbH)

Wir treffen im Halbfinale der diesjährigen Playoffs auf die Eisbären Berlin, die ihr Viertelfinale gegen die Straubing Tigers mit 4:2 gewinnen konnten. Am Mittwoch geht’s los mit der Serie, wir werfen einen Blick auf unseren Gegner, den amtierenden Deutschen Meister.

DIE HISTORIE

Die Eisbären Berlin gehen auf die Sportvereinigung Deutsche Volkspolizei zurück. 1954 als SC Dynamo Berlin neu gegründet, dominierten sie ab den 1960er-Jahren die DDR-Oberliga mit mehreren Meistertiteln, darunter ein Dreier-Hattrick von 1966 bis 1968. International erreichten sie 1969 das Europacup-Halbfinale, scheiterten aber am ZSKA Moskau.

1970 konzentrierte die DDR-Führung die Förderung auf Berlin und Weißwasser. Dynamo Berlin gewann bis 1990 zwölf Meisterschaften und holte 1984 Platz drei im Europapokal. Nach der Wende wurde die Eishockeyabteilung 1990 in EHC Dynamo Berlin umbenannt, 1992 in EHC Eisbären Berlin, und stieg direkt in die 1. Bundesliga ein.

Mit dem Start der DEL 1994 und finanzieller Stabilität durch die Anschutz Entertainment Group ab 1999 entwickelte sich der Club zu einer festen Größe. 2004/05 gewannen die Eisbären ihre erste Meisterschaft, gefolgt von weiteren Titeln 2006, 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013. Nach einem Umbruch sicherten sie 2021, 2022, 2024 und 2025 erneut die deutsche Meisterschaft. 2010 feierten sie international mit dem Gewinn der European Trophy einen historischen Europapokalsieg – bisher einzigartig für einen deutschen Klub. Mit elf Titeln sind die Eisbären aktueller Rekordmeister der PENNY DEL – den letzten Titel feierte das Team aus der Hauptstadt erst in der vergangenen Saison. Damals setzten sie sich im Finale mit 4:1 gegen uns durch.

DIE ARENA

Die Uber Arena in Berlin-Friedrichshain ist eine der modernsten Multifunktionsarenen Europas und bietet einen optimalen Rahmen für Eishockey. Bei Spielen der Eisbären finden in der Uber Arena bis zu 14.200 Zuschauer Platz und schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. In der Hauptrunde waren 19 von 26 Spielen ausverkauft, in den Playoffs ist die Arena generell immer ausverkauft. Dank ihrer modernen Ausstattung und optimalen Sichtverhältnisse gilt die Arena als eine der modernsten der PENNY DEL. Sie ist zeitgleich die zweitgrößte Eishockeyarena Deutschlands – hinter der LANXESS arena.

DIE BILANZ

151 Duelle in der Deutschen Eishockey Liga gab es bislang zwischen Haien und Eisbären. Die Bilanz spricht vor dem Halbfinale bei 87 Siegen der Berliner (64 KEC-Siege) für die Hauptstädter. In der abgelaufenen Hauptrunde war die Bilanz ausgeglichen – interessant dabei: In den vier Partien setzte sich immer der Gast durch.

In den Playoffs trafen sich beide Clubs bislang sechsmal – fünfmal mit dem besseren Ende für die Eisbären. Einzig im Playoff-Viertelfinale 2016 konnten wir uns in sieben Spielen gegen die Hauptstädter durchsetzen.

DER TRAINER

Seit 2019/2020 steht Serge Aubin hinter der Bande der Eisbären und führte die Hauptstädter in dieser Zeit zu insgesamt vier Meisterschaften. Bemerkenswert: Der 51-Jährige hat in seiner Zeit als Trainer der Berliner noch keine einzige Playoff-Serie verloren. In seinem ersten Jahr wurden die Playoffs aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt und in der Saison 2022/2023 verpassten die Berliner als Tabellenelfter nach der Hauptrunde die Playoffs. Der Franko-Kanadier war zuvor Übungsleiter der Hamburg Freezers, der Vienna Capitals (Österreich) und der ZSC Lions (Schweiz).

DAS TEAM

Im Tor der Eisbären stehen die mittlerweile erfahrenen Jonas Stettmer sowie der US-Amerikaner Jake Hildebrand – da die die etatmäßige Nummer 1 Hildebrand den Berlinern verletzungsbedingt fehlte, absolvierte Jonas Stettmer alle Viertelfinalpartien gegen die Straubing Tigers.

In der Verteidigung bilden die Olympia-Fahrer Jonas Müller und Kapitän Kai Wissmann weiterhin ein starkes deutsches Verteidiger-Paar, welches mit den Nordamerikanern Adam Smith und Mitch Reinke, sowie den jungen deutschen Spielern wie Norwin Panocha, Korbinian Geibel und Eric Mik flankiert wird. Zudem gehören dem Kader mit Markus Niemläinen und Les Lancaster zwei erfahrene Verteidiger an – auch das trug dazu bei, dass das Verletzungspech, was den Berlinern in dieser Saison leider treu war, zumindest einigermaßen kompensiert werden konnte.

Der Angriff der Eisbären besticht ebenfalls durch eine beeindruckende Breite – um nur einige Spieler zu nennen: „DEL-Spieler des Jahres 2025“ Leo Pföderl, Hauptrunden-Topscorer der Saison 2024/2025 Ty Ronning, Liam Kirk, Frederik Tiffels oder Marcel Noebels.