Mittwoch, 17. Juni 2020

DEB nimmt WM-Bewerbung ins Visier

  • Offizielle Bewerbung für 2026, 2027 und 2028 geplant

  • Geschäftsjahr 2020 "mit schwarzer Null" oder "kleinem Überschuss"

Der Deutsche Eishockey-Bund fasst die Austragung einer weiteren Eishockey-Weltmeisterschaft auf deutschem Boden ins Auge. "Wir haben uns fest vorgenommen, eine offizielle Bewerbung für die Jahre 2026, 2027 und 2028 einzureichen und die WM wieder nach Deutschland zu holen", sagte DEB-Präsident Franz Reindl auf der DEB-Mitgliederversammlung. "Das ist allerdings bei weitem kein Selbstläufer, weil neben den etablierten Märkten auch noch neue hinzukommen." Die Bewerbung soll noch in der laufenden Amtsperiode des Präsidiums bis 2022 offiziell an den Weltverband IIHF gerichtet werden.

Gut gewirtschaftet
DEB-Vizepräsident Berthold Wipfler berichtete zudem über die Bilanzen 2018 und 2019 und gab einen vorsichtig optimistischen Ausblick: "Wir sind auf einem guten Wege, inzwischen auf eine solide Geschäftspraxis gestoßen und können durchatmen", sagte der Schatzmeister und beschrieb die Situation für 2020 trotz der Coronakrise als solide. "Wir kommen 2020 mit einem blauen Auge davon. Das Geschäftsjahr 2020 werden wir mit einer schwarzen Null beenden, vielleicht sogar mit einem kleinen Überschuss", sagte Wipfler, für den die Auswirkungen der Corona-Pandemie für 2021 noch nicht einzuschätzen sind: "Die Corona-Folgen lassen sich für 2021 noch nicht absehen, das ist eine Unbekannte." Für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 wurde das DEB-Präsidium einstimmig ohne Gegenstimme entlastet.

Appel an die Politik & große Ehre für Maedge
Reindl appellierte, die Coronakrise weiterhin "im großen Miteinander" zu bewältigen. Auf Bundesebene seien die "erheblichen Probleme" angebracht worden und die Signale "insgesamt erfreulich", wenngleich der Politik noch nachvollziehbar darzustellen sei, dass "die Krise den Eishockeysport erst im September richtig erreicht." Noch habe der Eishockeysport "keine Perspektive, wieder vollumfänglich seine Veranstaltungen anzubieten. Wir können heute nur hoffen, dass wir mit der Saison 2020/21 rechtzeitig und mit Zuschauerbeteiligung starten dürfen", so Reindl.

Im Rahmen der virtuellen Sitzung ehrte der DEB-Präsident überdies den Vorsitzenden des EHV Nordrhein-Westfalen und KEC-Präsidenten Rainer Maedge für dessen "langjährige Verdienste im deutschen Eishockey".

Grafik: Kölner Haie

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