Beherzte Aufholjagd erneut mit zwei Punkten belohnt

SONNTAG, 07. FEBRUAR 2016

Haie gewinnen in Ingolstadt mit 4:3 n.V. – Salmonsson trifft an seinem Geburtstag zum Sieg

Das war nichts für schwache Nerven. Der KEC hat das direkte Duell gegen den Playoff-Mitkonkurrenten Ingolstadt knapp aber verdient gewonnen. Die Haie siegten nach Verlängerung mit 4:3 und sicherten sich so zwei wichtige Auswärtszähler. Es war der vierte Haie-Sieg aus den letzten fünf Spielen (neun von 15 Punkten). Die Mannschaft schüttelte dabei nicht nur einen 0:2-Rückstand „aus den Kleidern“ sondern wusste auch auf das späte 3:2-Führungstor der Panther in der 59. Minute noch eine Antwort. Bereits vor einer Woche war es dem KEC in Augsburg gelungen, einen 1:4-Rückstand in einen Sieg umzumünzen.

Dass es für den KEC nicht zu drei Punkten gereicht hat, lag wohl am ersten Drittel. In den ersten 20 Minuten agierten die Haie etwas zu zaghaft in der Offensive. Ingolstadt kam durch Thomas Greilinger (15., Überzahl) und Daniel Irmen neun Sekunden vor der ersten Sirene zu einer 2:0-Führung (20.). Die beste Gelegenheit der Haie vergab Johannes Salmonsson, der per Alleingang an Timo Pielmeier scheiterte (15.). Salmonssons großer Auftritt sollte aber noch folgen.

Die Haie ließen sich durch den Rückstand jedoch nicht aus der Ruhe bringen und griffen fortan mit viel Energie und Leidenschaft an. In doppelter Überzahl war es Danny Syvret, der mit seinem ersten Haie-Tor zum 2:1 traf (23.). Der vermeintliche Ausgleich fand keine Anerkennung. Bei Salmonssons Schuss hatten viele der knapp 4.000 Zuschauer den Puck hinter der Linie gesehen, doch die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und entschieden auf „kein Tor“ (38.).

Doch auf das Powerplay des KEC war an diesem Abend Verlass. Alex Weiß krönte die Bemühungen der Haie in Überzahl, als er einen Schuss von Shawn Lalonde zum 2:2 abfälschte (49.). Der KEC blieb „am Drücker“, so dass sich der ERC sogar dazu gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen (53.). Das Verpassen einiger Möglichkeiten wurde den Haien aber beinahe zum Verhängnis. Kurz vor Ende trafen die Panther zum 3:2 durch Tomas Kubalik (59.). Die Mannschaft von Trainer Cory Clouston spielte danach logischerweise „alles oder nichts“, nahm Torwart Gustaf Wesslau vom Eis und brachte die Ingolstädter Fans 33 Sekunden vor Schluss und exakt eine Minute nach dem 3:2 zum Schweigen. Shawn Lalonde erzielte das wichtige 3:3 und erzwang so eine Verlängerung. In der war es Johannes Salmonsson, der an seinem 30. Geburtstag zum Sieg einschoss und dem KEC zwei wichtige Punkte sicherte (62.).

Cory Clouston sagte nach dem Spiel: „Wir haben über einen Großteil des Spiels einen guten Job abgeliefert, uns im ersten Drittel aber deutlich zu viele Puckverluste erlaubt. Ab dem zweiten Drittel haben wir dann besser ins Spiel gefunden, gute Überzahlsituationen gespielt und wichtige Powerplay-Tore geschossen. Wir müssen derzeit wichtige Spieler ersetzen (Anm.: In Ingolstadt fehlten Jones, Williams, Uvira, Eriksson und Sulzer). Das ist ein Lernprozess für den Rest der Mannschaft.“

Nach der DEL-Pause empfangen die Haie die Hamburg Freezers in der LANXESS arena (19.02., 19.30 Uhr).

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