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Auswärtssieg in Schwenningen - Haie gewinnen schwere Partie bei den Wild Wings mit 3:2

SAMSTAG, 24. JANUAR 2026
Janne Juvonen (M.) und Kapitän Moritz Müller (r.) fuhren zusammen mit dem Team den nächsten Sieg ein (Fotos: City-Press GmbH)

Wir gewinnen ein schwieriges und leidenschaftlich geführtes Duell bei den Schwenninger Wild Wings mit 3:2 und feiern damit den 15. Ligasieg in Folge. Nach einer 2:0-Führung durch Tore von Robin van Calster und Gregor MacLeod läuft zunächst alles nach Plan, doch die nicht aufsteckenden Schwenninger verdienen sich wenige Minuten vor dem Ende den Ausgleich. Das letzte Wort in einer engen Partie hat dann allerdings knapp vier Minuten vor Schluss Maximilian Kammerer im Powerplay. Wir haben den Spielbericht für euch.

Auf dem kleinsten Eis der Liga entwickelte sich von Beginn an ein spannendes und ausgeglichenes Spiel. Die erste gute Haie-Chance im letzten Auswärtsspiel vor der olympischen Pause hatte Maximilian Kammerer im Slot (2.), nachdem ein Schuss von Glötzl dort geblockt worden war und liegen geblieben war. Schwenningen, weiterhin im Rennen um jeden Punkt für die Playoff-Qualifikation, kam in der sechsten Minute durch Bittner zu einer guten Gelegenheit, doch Janne Juvonen zwischen unseren Pfosten entschärfte den Schuss sicher.

In der 14. Minute hatten wir dann das Glück des Tüchtigen. Robin van Calster brachte die Scheibe aus der neutralen Zone einfach einmal in Richtung des SWW-Tores. Kurz vor dem Kasten prallte der Puck auf das Eis und nahm dadurch eine Flugkurve, mit der Eriksson nicht gerechnet hatte. Der Lucky Bouncer fand seinen Weg ins Netz – 1:0! Der Treffer gab unserer Mannschaft spürbaren Auftrieb. Nachdem Louis-Marc Aubry und Dominik Bokk eine Minute zuvor noch knapp gescheitert waren, traf Gregor MacLeod kurz darauf artistisch zum 2:0. Der Kanadier tankte sich von links zum Tor und ließ sich von seinem Gegenspieler nicht aufhalten. Vor dem Kasten rutschte der Puck durch die Beine des SWW-Goalies hindurch ins Netz – der Treffer hatte auch nach Videostudium Bestand.

Die Gastgeber kamen 1,2 Sekunden vor Schluss des ersten Drittels zum Anschlusstreffer. In Überzahl überwand Benjamin Marshall Juvonen zum ersten Mal und belohnte ein gutes Schwenninger Drittel mit dem nicht unverdienten 1:2. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.

Der Mittelabschnitt war – obwohl keine Tore fallen sollten – sehr intensiv und bot Chancen auf beiden Seiten. Gettinger hatte frei vor unserem finnischen Goalie den Ausgleich auf der Kelle, blieb im direkten Duell jedoch nur zweiter Sieger (23.). Auch wir konnten eine längere Druckphase, in der wir die Schwenninger mehrere Minuten in ihrer eigenen Zone festsetzten, nicht nutzen. Sowohl Bokk (33.) als auch Aubry (34.) sowie Niedenz und Kammerer (Doppelchance, 34.) scheiterten an der aufmerksam arbeitenden Defensive rund um SWW-Torhüter Eriksson. So blieb es beim 2:1 nach 40 Minuten.

Das letzte Drittel gehörte eindeutig den Gastgebern, die – auch getragen vom Großteil der ausverkauften Helios Arena – die Schlagzahl von Minute zu Minute erhöhten. Bis kurz vor Schluss konnten wir dem Druck der Hausherren standhalten, dann waren wir jedoch geschlagen. Tyler Spink nutzte bei seinem Vorstoß in unsere Zone seine Geschwindigkeit und kam am zweiten Pfosten zum Abschluss. Den ersten Schuss konnte Juvonen, der die Bewegung gut mitging, noch stark entschärfen, im anschließenden Gestochere war der starke Finne jedoch machtlos. Phil Hungerecker bugsierte die Scheibe mit seiner Kelle unter dem Pad Juvonens hindurch zum 2:2 (53.).

Fünf Minuten vor dem Ende der Partie bekamen die Wild Wings eine Strafzeit aufgebrummt – und diese Gelegenheit ließen wir uns nicht entgehen. Nachdem die Schwenninger die ersten Angriffsbemühungen noch verteidigen konnten, waren sie beim Set-up zwischen Oliwer Kaski, Dominik Bokk und Maximilian Kammerer schließlich machtlos. Letztgenannter kam zentral im Slot zum One-Timer und überwand Eriksson zur Entscheidung (57.). Auch, weil wir in den Schlussminuten eine Unterzahl leidenschaftlich verteidigten und das Spielglück auf unserer Seite hatten.

Durch den Sieg sind wir damit zehn Spieltage vor Schluss sicher für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert.

TORE

0:1 Robin van Calster (Mo. Müller) 14. Minute; 0:2 Gregor MacLeod (Schnarr); 1:2 Benjamin Marshall (Überzahl/Platzer, Szwarz) 20. Minute; 2:2 Phil Hungerecker (Tyson Spink, Tyler Spink) 53. Minute; 2:3 Maximilian Kammerer (Überzahl/Bokk, Kaski) 58. Minute

FAKTEN

  • Robin van Calster traf zum ersten Mal in dieser Saison

  • Maxi Kammerer punktete im elften Spiel in Folge

  • Wir holten den 15. Ligasieg in Folge und stellen damit den in der Saison 2001/2002 aufgestellten Rekord der Adler Mannheim ein

  • Das Schwenninger Anschlusstor zum 1:2 fiel 1,2 Sekunden vor Ende der Drittels

  • Im zweiten Drittel fielen keine Tore – und das, obwohl wir in diesem die ligaweit meisten Tore schießen

STIMMEN

Wir sind gut ins Spiel gekommen und konnten gerade im ersten Drittel am Gameplan festhalten. Die ersten zehn Minuten des zweiten Drittels waren nicht leicht, wir hatten keinen Rhythmus und hatten viele zu einfache Spielverluste. Dann haben wir es zum Schluss des Mittelabschnitts wieder besser gemacht. Im dritten Drittel war es eine enge Partie, von Emotionen geprägt. Die Linie zwischen Niederlage und Sieg war sehr dünn, aber wir sind sehr froh über den Sieg.

KARI JALONEN

Es ist schön, den 15. Sieg in Folge geholt zu haben. Es war ein sehr schwieriges Spiel, wir sind ruhig geblieben und haben uns belohnt. Wir wussten, dass es ein enges Duell werden würde, hier in Schwenningen ist es nie leicht. Wir haben dann im richtigen Moment zugeschlagen und uns von den Emotionen nicht verleiten lassen.

MAXIMILIAN KAMMERER