Wir setzen unseren aktuell tollen Lauf auch beim schwierigen Auswärtsspiel in Nürnberg fort und gewinnen trotz zwischenzeitlichen Rückstands mit 4:2 bei den Ice Tigers. Ein starkes zweites Drittel mit insgesamt vier Toren in knapp 16 Minuten ebnet den Weg für die drei Punkte am bayrischen Feiertag „Heilige Drei Könige“. Apropos drei – im dritten Drittel spielen wir es aus einer grundsoliden Struktur dann hochkonzentriert herunter und holen damit im fünf Spiele andauernden Auswärtstrip den zweiten Sieg in Serie. Wir haben den Spielbericht.
Das erste Drittel zeigte, warum die Nürnberger zuhause zu den offensiv stärksten Teams der PENNY DEL gehören. Unser Team um Cheftrainer Kari Jalonen, der beim Auswärtsspiel in Nürnberg, seinen 66. Geburtstag feierte, wurde von den aggressiven und schnell skatenden Ice Tigers von Anfang an gut gefordert – nach 13 Minuten hatten die Hausherren die erste richtig gute Gelegenheit, die wir aber überstanden. Meireles setzte den Puck nach einem Scheibenverlst von uns in der Offensivzone per One Timer nur an das Außennetz.
Wir versuchten, für Entlastung zu sorgen, sollten im ersten Drittel aber nicht zu den ganz großen Chancen kommen. Besser machten es hingegen die Nürnberger, die sich nach 18 Minuten für einen guten ersten Abschnitt belohnen konnten. Nachdem wir zunächst noch ein Powerplay der Bayern gut überstanden, war der starke Felix Brückmann in unserem Kasten das erste Mal geschlagen. Jake Ustorf schnappte sich in der Nürnberger Zone nach einem Fehlpass die Scheibe, machte sich auf den Weg Richtung unseres Tores und überwand Brückmann mit der Rückhand zur verdienten Führung. Mit dem Stand von 0:1 ging es in die erste Drittelpause.
Und in dieser kam es laut Kari Jalonens Pressekonferenz-Aussagen nach dem Spiel zu Folge zu einer guten Besprechung – es sollte fortan weniger kompliziert und etwas einfacher gespielt werden. Und dies gelang. Brady Austin brachte uns in der 23. Minute auf die Anzeigetafel. Bei angezeigter Strafe ließen wir die Scheibe gut rotieren. Unser großgewachsene Verteidiger nutzte den sich bietenden Platz für einen trockenen Abschluss ins Tor. Wir bekamen nun mit jedem Shift mehr Sicherheit und Ruhe ins Spiel und kamen anschließend zur Führung – Frederik Storm wurde von Veli-Matti Vittasmäki bedient, skatete in die Nürnberger Zone und zog von rechts ab. Treutle hatte nur das Nachsehen, Führung (28.).
Kurz nach dem dann folgenden Powerbreak erhöhten wir durch Oliwer Kaski – der Verteidiger brachte den Puck einfach mal in Richtung NIT-Tor und traf dabei Nürnbergs Owen Headrick, der das Spielgerät zu unserem Glück unhaltbar abfälschte (31.). Die Gastgeber kamen jedoch durch Bakos zur direkten Antwort. Keine zwei Minuten später verkürzte der Angreifer mit einem Schuss von der rechten Seite zum 2:3 aus Sicht der Nürnberger.
Kurz vor Ablauf des Mittelabschnitts bekam Nürnberg eine Strafe, die wir eiskalt ausnutzten. Maxi Kammerer verwertete ein sehenswertes Setup – initiiert durch Bokk und abermals Kaski – mit einem feinen abgefälschten Schuss kurz vor dem Torraum zum 4:2 (38.)! Kammerer traf damit im sechsten Spiel in Folge. Mit dem 4:2 ging es in die letzte Drittelpause.
Im letzten Drittel drückten die Nürnberger nochmal auf das Gaspedal, kamen immer mal wieder gefährlich vor unseren Kasten, doch unsere Defensive um Goalie Brückmann entschärfte alle Situationen, sodass wir keinen weiteren Gegentreffer mehr hinnehmen sollten. Damit fahren wir den zehnten Sieg in Serie ein!
Weiter geht’s für unsere Mannschaft mit dem Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt. Das Spiel findet am Freitagabend (09. Januar, 19:30 Uhr) statt.
TORE
1:0 Jake Ustorf 18. Minute; 1:1 Brady Austin (Kaski, Kero) 22. Minute; 1:2 Frederik Storm (Tyrväinen) 28. Minute; 1:3 Oliwer Kaski 29. Minute; 2:3 Timo Bakos (Karrer, Headrick) 32. Minute; 2:4 Maximilian Kammerer (Powerplay/Kaski, Bokk) 38. Minute;
FAKTEN
- Maxi Kammerer traf auch im sechsten Spiel in Folge
- Es war unser zehnte Sieg in Folge
- Felix Brückmann entschärfte 23 von 25 Schüssen, Fangquote: 92,00 %
- Oliwer Kaski verbuchte drei Punkte – in den drei Partien gegen die NIT erzielte er bereits neun Punkte (jeweils drei)
- In den bisher drei Duellen gegen Nürnberg gelangen uns bereits acht Powerplay-Treffer
STIMMEN
Es war ein sehr enges Spiel – beide Teams hatten ungefähr die gleiche Anzahl an hochkarätigen Chancen. Natürlich braucht es in solchen Spielen auch einen Torhüter, der einen mit Saves die Chance gibt, das Spiel zu gewinnen. Wir sind nicht gut in die Partie gekommen, da war Nürnberg besser. Wir hatten in der Drittelpause eine gute Besprechung, haben anschließend nicht mehr so kompliziert gespielt, sondern Dinge vereinfacht. Der Forecheck im zweiten Drittel war gut und Grundstein für die Tore. Das vierte Tor war sehr wichtig für uns – im dritten Drittel wollten wir die Führung aus einer soliden Struktur verteidigen, das ist uns gut gelungen. Nun geht’s für uns mit dem Spiel in Ingolstadt weiter.
KARI JALONEN
Nürnberg ist offensiv sehr stark, das hat man gerade zum Start in die Partie gesehen. Felix hat ein tolles Spiel geliefert und ist nach seiner Verletzung ein absoluter Rückhalt – wir haben die Tore zu den richtigen Momenten geschossen und einen Weg gefunden, das Spiel zu holen. Nach dem ersten Drittel haben wir in der Kabine gesagt, dass wir ruhig bleiben und wieder zu unserem Spiel finden müssen – das war nicht gut genug. Das ist uns gelungen. Ich weiß nicht, warum es für mich persönlich gegen Nürnberg so gut läut, das ist manchmal einfach so, anscheinend auch so in dieser Arena.
OLIWER KASKI