Im ersten NRW-Duell der PENNY DEL-Saison 2026/2027 müssen wir in eine 2:4-Niederlage bei den Iserlohn Roosters einwilligen. Wir holen einen frühen Rückstand auf und sind beim Stand von 2:2 dran, das Momentum komplett auf unsere Seite zu ziehen, doch inmitten unserer Drangphase stellt der IEC auf 3:2 und lässt kurz darauf das 4:2 folgen. Zwar versuchen wir bis zur letzten Sekunde, die Niederlage zu vermeiden, ziehen gegen stark kämpfende und verteidigende Iserlohner aber den Kürzeren. Wir haben den Spielbericht zu #IECKEC.
DIE GESCHICHTE DES SPIELS
Die wurde schon knapp zwei Stunden vor Puckdrop geschrieben, indem die Rückkehr Dominik Bokks in den Kader mit Veröffentlichung der Line Ups bekanntgegeben wurde. Nach seiner Verletzung, die er sich im CHL-Spiel in Salzburg vor ein paar Wochen zuzog, kam unsere Nummer 78 beim Spiel am Seilersee zum langersehnten Comeback, absolvierte sein erstes PENNY DEL-Spiel der Saison und sammelte am Ende 16:30 Minuten Eiszeit.
DAS SPIEL
Die Iserlohner erwischten im wie immer stimmungsvollen Stadion am Seilersee den besseren Start und gingen nach nicht einmal einer Minute in Führung. Die Gastgeber nutzten einen nicht optimal abgestimmten Wechsel und kamen zu einer Zwei-auf-eins-Situation. Thomas entschied sich für den Abschluss aus halblinker Position und traf mit seinem Schuss genau in den kurzen Winkel – die kalte Dusche.
In der Folge fanden wir zunehmend besser ins Spiel und kamen in einem guten Shift in der sechsten Minute durch Valtteri Kemiläinen, Patrick Russell und Marcel Noebels zu mehreren guten Möglichkeiten. Hane im Iserlohner Tor war allerdings zur Stelle und verhinderte den frühen Ausgleich. Stattdessen schlugen die Roosters in der 16. Minute erneut zu: Nach einer schönen Kombination vollendete Hollowell zum 2:0. Nach dem Treffer kochten kurz die Emotionen hoch, was den Gastgebern eine zusätzliche Strafe einbrachte und uns ein Powerplay bescherte. Dies blieb allerdings ungenutzt, weswegen es mit dem 0:2-Rückstand in die Katakomben ging.
In den Mittelabschnitt starteten wir dann mit genau der Reaktion, die es brauchte. Gerade einmal 33 Sekunden waren gespielt, als Jan Luca Sennhenn die Scheibe im Slot aufnahm und die Gelegenheit nutzte. Nachdem Hane kurz die Orientierung verloren hatte, stocherte unser Verteidiger den Puck von links über die Linie und brachte uns auf 1:2 heran (21.).
Der Treffer gab uns sichtlich Auftrieb. Wir machten enormen Druck, hielten die Roosters über weite Strecken in ihrer Zone und lieen die Scheibe gut laufen. Nach einem sehr langen Iserlohner Wechsel kam Kemiläinen schlielich zum Abschluss, doch Hane parierte und verschaffte seinen Vorderleuten die dringend benötigte Gelegenheit zum Wechseln (23.).
In der 28. Minute war es dann aber so weit: Nach einem starken Auftakt in dieses Drittel belohnten wir uns für unseren Aufwand. Nach einem Pass von Robin Press stand Maxi Kammerer auf der rechten Seite bereit und verwertete die Vorlage per One-Timer zum 2:2-Ausgleich im Powerplay. Die Partie war damit wieder offen und das Momentum schien endgültig zu kippen – doch die Freude währte nur kurz. Gerade einmal eine Minute später schlugen die Roosters zurück. Napravnik brachte die Gastgeber in der 29. Minute erneut in Führung und zeigte damit, wie schnell es im Eishockey gehen kann.
Wir lieen uns davon nicht entmutigen und suchten weiter den Weg nach vorne. In der 36. Minute fehlte nicht viel zum erneuten Ausgleich: Marcel Noebels bediente Gregor MacLeod, der es mit einem Tip-in versuchte. Hane bekam jedoch gerade noch rechtzeitig die Beine geschlossen und verhinderte den Treffer mit einer starken Parade.
Zu allem Übel legten die Gastgeber in der 37. Minute nach. Über mehrere Stationen spielten die Gastgeber einen schnörkellosen Angriff, den Roosters-Verteidiger Emil Johansson mit einem Direktschuss erfolgreich abschloss. So ging es trotz eines wirklich starken zweiten Haie-Drittels mit einem 2:4-Rückstand in den Schlussabschnitt.
Dort suchten wir weiter nach der Lücke, um noch einmal heranzukommen. In der 44. Minute bot sich die groe Chance dazu: Rückkehrer Dominik Bokk erkannte, dass Markus Ljungh am zweiten Pfosten freistand, und spielte einen starken Pass auf den Schweden. Doch erneut war Hane zur Stelle und entschärfte auch diese Gelegenheit mit einer noch besseren Parade.
Auch in der Folge gaben wir uns nicht auf und setzten die Roosters immer wieder unter Druck. In der 49. Minute schnupperten wir erneut am Anschlusstreffer, konnten die Scheibe aber nicht an Hane vorbeibringen. Bis in die Schlussminute hinein versuchten wir alles, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Eine bezeichnende Szene gab es 25 Sekunden vor dem Ende: Kemiläinen kam noch einmal zum Abschluss, doch Hane konnte auch diesen Schuss entschärfen. Daher blieb es am Ende bei einer ärgerlichen 2:4-Niederlage am Seilersee.
ZAHLEN, BITTE
- Hendrik Hane, Goalie des IEC, erwischte einen starken Abend und hatte eine Fangquote von 94,29%
- 88 Schüsse standen am Ende des Abends auf unserem Konto
- 35:25 pro KEC lautete die Torschussstatistik nach 60 Minuten
- Premiere: Das erste Mal in der Saison konnten die Iserlohner in einem PENNY DEL-Spiel mehr als drei Tore erzielen
AUSBLICK
Wir empfangen am Sonntag die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Puckdrop am Sonntag, den 18. Oktober ist um 16:30 Uhr. Für das Spiel gegen das nördlichste Team der PENNY DEL, auf das wir in dieser Spielzeit das erste Mal treffen und das mit Parker Tuomie einen alten Hai in seinen Reihen hat, haben wir am Freitagabend bereits über 17.600 Karten verkauft. Wir freuen uns auf eine stimmungsvolle LANXESS arena – wenn auch ihr mit dabei sein wollt, sicher euch hier noch schnell eure Tickets!
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BILDERGALERIE
TORE
1:0 Christian Thomas (Scott) 1. Minute; 2:0 Mac Hollowell 16. Minute; 2:1 Jan Luca Sennhenn (Ljungh) 21. Minute; 2:2 Maximilian Kammerer (Powerplay/Ljungh, Tyrväinen) 28. Minute; 3:2 Julian Napravnik (Ugbekile, Nättinen) 29. Minute; 4:2 Emil Johansson (Krau, Quenneville) 37. Minute
STIMME
Die Chancen heute waren da, Iserlohn hat sich in nahezu jeden Schuss geworfen und defensiv stark verteidigt. Das Glück war in vielen Fällen nicht auf unserer Seite, sodass da auch mal einer durchrrutscht. Ich denke trotzdem, dass wir kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir haben ein, zwei Kontersituationen zugelassen, das darf uns nicht passieren. Wir müssen vom Start direkt da sein, heute gab’s quasi mit dem ersten Wechsel das Gegentor und dann ist es schwer, dem Rückstand hinterherzulaufen.
JAN LUCA SENNHENN