Wir gewinnen das erste Spiel nach der Olympia-Pause gegen die Dresdner Eislöwen mit 7:2. In einer unterhaltsamen Partie treffen Tanner Kero und Nate Schnarr für uns doppelt, Ryan MacInnis, Patrick Russell und Louis-Marc Aubry sind die weiteren Torschützen in einer stimmungsvollen LANXESS arena, die zum siebten Mal hintereinander ausverkauft ist. Wir haben den Spielbericht zur Partie gegen die Eislöwen.
Im ersten Spiel nach der insgesamt 29-tägigen Spielpause aufgrund der Olympischen Spiele eröffneten wir in der neunten Minute den Torreigen. Nachdem wir ein erstes Gäste-Powerplay aus Dresden überstanden, kamen wir kurz danach zum ersten Treffer – über Gregor MacLeod landete die Scheibe bei Brady Austin, der das Spielgerät in Richtung des Eislöwen-Tores feuerte. Dort stand Tanner Kero im Slot goldrichtig und fälschte zum 1:0 ab (9.).
Die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt versteckten sich keinesfalls und kamen immer wieder zu guten Vorstößen, doch unsere Defensive um Janne Juvonen im Kasten stand kompakt und ließ sich nicht überrumpeln. Zum Ende des ersten Drittels wurde Jan Luca Sennhenn mit einer 2+2-Strafe belegt, was vier Minuten Unterzahl bedeuten sollte, doch diese sollten wir zu unseren Gunsten nutzen. Einen Konter – eingeleitet durch Juhani Tyrväinen – vollendete Ryan MacInnis kurz vor dem Eislöwen-Tor mit dem zweiten Versuch zur 2:0-Führung (18.). Kurz darauf war Drittelpause und der Großteil der 18.600 Zuschauer in einer ausverkauften LANXESS arena konnte zufrieden die rund 18-minütige Pause antreten.
Aus dieser kamen wir hellwach und legten in der 24. und 25. Minute mit einem Doppelschlag binnen 38 Sekunden nach. Zunächst brachte Kero den Puck hinter dem Tor in die gefährliche Zone, wo sie gegen den Rücken von Dresden-Goalie Jussi Olkinuora prallte und in den Kasten ging (24.) – danach übernahm Janick Schwendner als Torwart, musste aber eine gute halbe Minute später das erste Mal hinter sich greifen. Nate Schnarr wurde von Sten Fischer perfekt in Szene gesetzt und beförderte die von rechts kommende Scheibe per Tip-In zum 4:0 ins Netz (25.).
Anschließend beruhigte sich die Partie für einige Minuten, ehe Ricardo Hendreschke für den nicht unverdienten Dresdner Anschlusstreffer sorgte – der Angreifer probierte es von rechts einfach mal und fand am kurzen Pfosten ein Stück freie Fläche, Juvonen war etwas überrascht und musste das erste Mal nach der Olympia-Pause hinter sich greifen (33.). Wir nahmen den Gegentreffer scheinbar zum Anlass, nochmal das Gaspedal durchzudrücken und markierten von Minute 36 bis 40 innerhalb von 246 Sekunden drei teils blitzsaubere Tore. Louis-Marc Aubry in Überzahl (36.), Patrick Russell nach dem schönsten Set-Up des Abends über Kero und MacLeod (39.) sowie Geburtstagskind Schnarr mit seinem zweiten Tor des Tages sorgten für eine beruhigende 7:1-Führung, mit der es in die zweite Drittelpause ging.
15 Sekunden waren im dritten Drittel gespielt, da gelang Trevor Parkes per Tip-In das 7:2. Beinahe hätte Robin van Calster kurz darauf den sechs Tore-Vorsprung wieder hergestellt, doch die Dresdner bekamen die Szene auch mit Hilfe des Pfostens bereinigt. Auch danach hatten die Gäste Glück, als Aubry nach Vorlage Dominik Bokks ebenfalls nur den Pfosten traf (44.) und Frederik Storm seinen Schuss ansatzlos an die Latte setzte (45.). Wir spielten weiter munter nach vorne und kamen bis zum Schluss immer wieder zu guten Chancen, ein weiterer Treffer sollte uns aber nicht vergönnt sein – so blieb es beim 7:2-Heimsieg.
Weiter geht’s für unsere Mannschaft bereits am Freitag, den 27. Februar mit dem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt – Puckdrop in einer dann auch wieder pickepackevollen LANXESS arena ist um 19:30 Uhr.
TORE
1:0 Tanner Kero (Austin, MacLeod) 9. Minute; 2:0 Ryan MacInnis (Unterzahl/Tyrväinen) 18. Minute; 3:0 Tanner Kero (Mo. Müller) 24. Minute; 4:0 Nate Schnarr (Fischer) 25. Minute; 4:1 Ricardo Hendreschke 33. Minute; 5:1 Louis-Marc Aubry (Überzahl/Kaski, MacLeod) 36. Minute; 6:1 Patrick Russell (Kero, MacLeod) 39. Minute; 7:1 Nate Schnarr (Austin) 40. Minute; 7:2 Trevor Parkes 41. Minute
FAKTEN
- Alle vier Duelle mit den Dresdner Eislöwen gingen an uns
- Gregor MacLeod assistierte bei vier Toren
- Die Kombination „Tyrväinen auf MacInnis“ zum Unterzahl-Tor (2:0) gab es bereits in gleicher Form beim vergangenen Spiel gegen Dresden
- Insgesamt konnten sich elf Spieler in die Scorerliste eintragen und fünf Spieler mehrfach punkten
- Wir erzielten im Mittelabschnitt fünf Tore – mehr Tore waren uns in dieser Saison in einem Drittel noch nicht gelungen
STIMMEN
Es ist nie leicht, nach einer Pause zurückzukommen. Der Körper muss sich wieder an den Wettkampf gewöhnen – wie fühlen sich Zweikämpfe an? Wie fühlt es sich mental an? Was braucht es, um zu gewinnen? Die Jungs haben über die Pause einen guten Job gemacht, hatten ein gutes Turnier in Tschechien und haben trotzdem einen schönen Karneval feiern können. Wir hatten nach dem ersten Drittel ein gutes Gefühl und konnten im zweiten Drittel nachlegen. Wir haben das Spiel einfach gehalten, die Scheiben tief gespielt und uns dadurch die Tore erarbeitet. Wir freuen uns über den Sieg, am Ende war es intelligent und smart.
KARI JALONEN
Wir wussten, dass es nach der längeren Pause wichtig sein wird, gut ins Spiel zu starten. Dies ist uns gelungen, wir haben uns gut an unseren Gameplan gehalten und über die vollen 60 Minuten sehr konzentriert gespielt.
NATE SCHNARR