Auswärtssieg! Wir erwischen beim Spiel in Ingolstadt einen guten Tag, lassen uns auch durch einen zwischenzeitlichen Rückstand nicht beirren und fahren einen 6:3-Auswärtssieg ein. Markus Ljungh trifft nicht nur doppelt, sondern auch in Unterzahl. Zudem können drei unterschiedliche Haie ihre jeweils ersten Treffer der noch jungen PENNY DEL-Saison markieren. Kurzum: Ein rundum gelungener Nachmittag in der Saturn Arena, zu dem wir hier den Spielbericht haben.
DIE GESCHICHTE DES SPIELS
In einem schwierigen Auswärtsspiel, in dem die Gastgeber uns gerade in den ersten Minuten mit ihrer Geschwindigkeit und offensiven Spielfreude immer wieder vor Probleme stellten, brauchten wir ein paar Minuten, um so richtig anzukommen. Spätestens der Ausgleichstreffer durch Aubry im Powerplay (11.) sollte uns mehr Sicherheit und Biss geben. Bezeichnend dafür unser Moment (Geschichte des Spiels): In der 18. Minute, wir hatten gerade erst auf 2:1 erhöht, initiierte Frederik Storm mit der vierten Reihe einen Angriff und lie sich auch von zwei, drei Gegenspielern nicht aufhalten. Hinter dem ING-Tor kam Niedenz an die Scheibe, die er wiederum direkt in den Slot legte. Dort wartete Münzenberger, der Storm bediente – dieser brauchte die Scheibe aus kurzer Distanz „nur“ einzutippen. Da steckte viel Wille drin – und der führte so ganz nebenbei zum ersten Saisontor Storms sowie zum ersten DEL-Punkt in dieser Saison für Marco Münzenberger.
DAS SPIEL
Gegen die zuhause stets offensiv aufspielenden Ingolstädter erwischten wir einen schweren Start – die Gastgeber erwischten uns mit ihrer Geschwindigkeit und ihrem Forecheck etwas auf dem falschen Fu, sodass der ERC nach nur drei Minuten verdient in Führung gehen konnte. Riley Barber verwertete ein gutes Zuspiel seines Teamkollegen Abbandonato am langen Pfosten per „Tip“ zum 1:0 – anschlieend hatten die Gastgeber weitere gute Chancen, von denen der Pfostentreffer Barbers (6.) die wohl beste Chance darstellen sollte. Wir kamen mit einem blauen Auge davon und konnten uns nach dem Powerbreak besser ins Spiel arbeiten.Eine gute Chance Tim Fleischers (11.) sollte eine Art Initialzündung sein – im ersten Powerplay des Nachmittags platzierte sich Louis-Marc Aubry perfekt im Slot und fälschte einen Schuss Robin Press‘ unhaltbar zum Ausgleich ab (12.). Nun waren wir drin in der Partie und konnten per Doppelschlag zwischen der 17. und 18. Minute auf 3:1 stellen. Zwischen den Treffern von Markus Ljungh und Frederik Storm lagen nur 45 Sekunden. Das 2:1 ähnelte dem ersten Haie-Treffer. Unser schwedischer Angreifer stand gut vor dem Tor und gab dem Puck nach dem Schuss Moritz Müllers die entscheidende Richtungsänderung, auf die ERC-Goalie Jonas Stettmer keine Antwort fand (17.).
Nur 45 Sekunden später führte die oben beschriebene Szene (Geschichte des Spiels) zum 3:1 – eine Willensleistung unserer vierten Reihe mit schönem Set-up brachte uns das dritte Tor. Storm traf an alter Wirkungsstätte zum 3:1-Pausenstand.
In einem unterhaltsamen Spiel erwischten die Gastgeber den etwas besseren Start in den Mittelabschnitt und kamen nach acht gespielten Minuten zum Anschlusstreffer. Janne Juvonen lie einen guten Schuss Puls‘ durch die Beine passieren – der Puck kullerte in Richtung Tor. Agostino war hellwach und als Erster am Puck, sodass er die Scheibe zum 3:2 ins Tor legte.
Wir lieen uns davon jedoch nicht beirren und schafften es schnell, den Schalter wieder umzulegen. Juhani Tyrväinen traf mit seinem ersten Saisontor zum 4:2 – dabei profitierte der Finne von einer Vorlage Fleischers. Im ersten Versuch scheiterte er noch an Stettmer, setzte den Rebound dann aber an allen Gegnern vorbei ins Netz (31.). Ingolstadt spielte weiter munter nach vorne und hätte eine Strafe gegen MacInnis (34.) durch ein gutes Powerplay-Spiel beinahe genutzt, doch wir kamen mit einem blauen Auge davon. Und inmitten einer guten Phase der Ingolstädter, die am Anschlusstreffer arbeiteten, kamen wir zum 5:2! Unsere erste Reihe erwischte einen guten Shift, Noebels bediente Fischbuch, der aus spitzem Winkel erstmals auf einen Drei-Tore-Vorsprung stellte.
Das dritte Drittel ist recht schnell erzählt. Mit dem Drei-Tore-Vorsprung hatte unsere Mannschaft nun viel Sicherheit und schaffte es, die Gastgeber weit vom eigenen Tor fernzuhalten. Wenn es dann doch mal gefährlich wurde, war Juvonen zur Stelle. Der auffällige Ljungh mit seinem zweiten Tor des Tages (45.) stellte die Weichen dann endgültig auf Sieg – der Schwede nutzte einen Ingolstädter Fehler im Powerplay zu einem „Rush“ und tauchte frei vor Stettmer auf, den er mit einer feinen Finte zum 6:2 überwand.
Zwar kamen die Ingolstädter durch Riley Barber in der 58. Minute noch zum Anschlusstreffer, doch zu mehr sollte es für die Gastgeber nicht mehr reichen. Nach 60 Minuten konnten wir damit einen starken 6:3-Auswärtssieg und die DEL-Punkte 7, 8 und 9 einfahren!
ZAHLEN, BITTE
- Starke Special Teams: Wir erzielten nicht nur einen Powerplay-Treffer, sondern auch einen „Shorthander“, zudem entschärften wir vier Unterzahl-Situationen
- Jeder fünfte Schuss aufs Tor fand seinen Weg ins Netz, wir waren mit einer Erfolgsquote von 20 % bei den Torschüssen äuert effektiv (sechs von 30)
- Drei-Punkte-Spiel: Markus Ljungh traf doppelt (u.a. in Unterzahl) und assistierte beim wichtigen Ausgleich, Scorerpunkte 5, 6 und 7 für unsere Nummer 61
- Drei Premieren: Sowohl Louis-Marc Aubry, als auch Frederik Storm und Juhani Tyrväinen konnten beim Sieg in Ingolstadt ihre jeweils ersten Saisontreffer erzielen
- 25: Maximilian Kammerer, Juhani Tyrväinen und Veli-Matti Vittasmäki waren die Spiele rmit den meisten KEC-Shifts (alle 25)
AUSBLICK
Nach dem Auswärtsspiel in Ingolstadt geht es für unsere Mannschaft tatsächlich mit einem Heimspiel-Dreierpack weiter! Am Mittwoch, dem 07. Oktober, spielen wir in der LANXESS arena gegen das dänische Team der Herning Blue Fox. Puckdrop in unserer fünften Champions-Hockey-League-Partie ist um 19:30 Uhr! Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nach dem Spiel gegen die Dänen nicht, denn am kommenden Wochenende steht bereits ein klassischer PENNY DEL-Spieltag mit zwei Heimspielen an. Den Auftakt macht das Spiel am Freitagabend (09. Oktober, 19:30 Uhr) gegen die Schwenninger Wild Wings, ehe wir keine 48 Stunden später am Sonntag, dem 11. Oktober, die Nürnberg Ice Tigers empfangen (16:30 Uhr). Für alle Spiele gibt es noch Karten – kommt uns unterstützen!
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BILDERGALERIE
TORE
1:0 Riley Barber (Abbandonato, Schmölz) 3. Minute; 1:1 Louis-Marc Aubry (Powerplay/Press, Ljungh) 12. Minute; 1:2 Markus Ljungh (Mo. Müller, Aubry) 17. Minute; 1:3 Frederik Storm (Münzenberger, Niedenz) 18. Minute; 2:3 Kenny Agostino (Pul, Abbandonato) 28. Minute; 2:4 Juhani Tyrväinen (Fleischer, Austin) 31. Minute; 2:5 Daniel Fischbuch (Noebels, MacLeod) 37. Minute; 2:6 Markus Ljungh (Unterzahl) 45. Minute; 3:6 Riley Barber (Schmölz, Abbandonato) 58. Minute
STIMME
Heute haben alle gut gespielt, es war eine gute Mannschaftsleistung. Wir sind früh in Rückstand geraten, haben danach aber wenig Fehler gemacht, einfach gespielt, die Scheiben tief gespielt, waren läuferisch präsent und hatten einen guten Forecheck. Wir wurden dafür heute belohnt, auch wenn wahrscheinlich der eine oder andere „Bounce“ bei uns gelandet ist – aber auch das muss man sich erarbeiten. Es ist häufig so, dass das Spiel durch eine Aktion einen Momentum-Wechsel hat. Das Positive war dann, dass wir das Momentum gehalten und die Partie unter Kontrolle hatten. Wir haben es heute auch in Unterzahl gut gemacht, Janne hat stark gespielt, von daher war es ein verdienter Sieg. Offensiv funktioniert es bereits, jetzt müssen wir alle zusammen auch noch defensiv besser werden.
MAXIMILIAN KAMMERER