Trotz eines frühen Treffers Marcel Noebels‘ nach nur 23 Sekunden verlieren wir unsere Heimpartie gegen den EHC Red Bull München mit 2:4. Auf das frühe Tor haben die nervenstarken und konzentriert auftretenden Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt in Form von vier Toren die richtige Antwort – wir kommen durch abermals Noebels kurz vor dem Ende der Partie noch zum Anschluss, doch dabei bleibt es, sodass wir in eine verdiente Niederlage einwilligen müssen. Zu dieser haben wir den Spielbericht.
DIE GESCHICHTE DES SPIELS
Viele Fans hatten es sich auf ihrem Platz gerade erst gemütlich gemacht, den ersten Schluck vom Getränk genommen oder gerade das erste Mal in den Burger oder das Hot Dog gebissen, da musste sich gleich wieder erhoben werden. Der Grund? Patrick Russell spielte in der neutralen Zone einen perfekten Pass auf Marcel Noebels, der die hochaufgerückte RBM-Defensive auf dem falschen Fu erwischte und frei auf Goalie Mathias Niederberger zulaufen konnte. Noebels zog von links mit einem Handgelenkschuss ab und traf perfekt platziert ins Netz zum frühen 1:0 nach 23 Sekunden. Leider sollte uns dieser Treffer nicht den nötigen „Flow“ geben, denn im ersten Powerplay des Abends stellten die Münchner auf 1:1 (8.) und das Momentum sollte peu à peu Richtung Gäste gehen.
DAS SPIEL
Wie oben bereits erwähnt, dauerte es gerade einmal 23 Sekunden, bis der klare Groteil der 18.115 Zuschauer in der LANXESS arena das erste Mal jubeln durften. Nach Zuspiel Patrick Russells kam Sturmpartner Marcel Noebels freistehend zum Abschluss und lie Matthias Niederberger im Münchner Kasten mit einem platzierten Handgelenksschuss keine Abwehrchance – 1:0.
Doch die Antwort der Bayern fiel prompt aus. In Überzahl traf Thaler per One-Timer zum Ausgleich (8.), fünf Minuten darauf gingen wir äuerst unglücklich in Rückstand. Eine von der Plexiglasscheibe vor den Kasten springende Scheibe landete bei Elis Hede, der die Scheibe an Janne Juvonen vorbei stochern konnte (13.). München hatte in dieser Phase des Spiels klar Oberwasser, konnte die guten Chancen – besonders im Powerplay ab der 17. Minute – zu unserem Glück aber nicht nutzen, sodass es mit einem knappen 1:2-Rückstand nach 20 Minuten in die erste Drittelpause ging.
Dass die Münchner auch einen Blitzstart hinlegen können, zeigten sie nach nur 18 Sekunden des zweiten Drittels, als Tobias Rieder Janne Juvonen zum dritten Gäste-Treffer überwand. Beinahe hätten unsere Jungs nur wenige Minuten darauf verkürzen können, doch Verteidiger Carlos Händel, der sich zuvor die Scheibe an der offensiven blauen Linie erkämpfte, scheiterte bei seinem Abschluss an Pfosten und Latte, von wo die Scheibe leider vor den Kasten sprang.
Auf der Gegenseite behielt Juvonen bei einer Münchner Doppelchance die Übersicht und hatte kurz darauf bei einem Lattenschuss der Gäste das Glück des Tüchtigen. Wenig später musste er jedoch den vierten Gegentreffer hinnehmen. Feguson überwand unseren Schlussmann bei einem Alleingang eiskalt mit der Rückhand (38.). Zuvor verpasste Patrick Russell aus dem Slot abermals unseren zweiten Treffer, weshalb es nach 40 Minuten 1:4 aus unserer Sicht hie.
Deutlich engagierter starteten unsere Jungs ins dritte Drittel. München stand defensiv jedoch stabil und lie nur wenige gefährliche Aktionen zu. In der 48. Minute verzog Tim Fleischer aus dem Slot, wenig später traf Valtteri Kemiläinen nur das Auennetz. Kurz darauf war Niederberger gegen Noebels zur Stelle und verhinderte den Anschlusstreffer.
Der fiel dann aber in der 55. Minute – Noebels, der aus dem Slot ins lange Eck abschloss, stellte auf 2:4. Kurz darauf hatte MacInnis gleich zweimal die groe Chance auf das 3:4 scheiterte jedoch jeweils an Niederberger. Gut vie Minuten vor dem Ende nahm Cheftrainer Thomas Berglund Janne Juvonen für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis, doch es sollten keine weiteren Treffer fallen – daher blieb es nach 60 Minuten bei der 2:4-Heimniederlage gegen Red Bull München.
ZAHLEN, BITTE
- 23 Sekunden waren gespielt, da sorgte Marcel Noebels für die frühe Haie-Führung
- 18.115 Zuschauer verfolgten die Partie in der LANXESS arena und sorgten damit für die bisherige Top-Kulisse in dieser Saison
- Neun Punkte nach fünf Spielen – Marcel Noebels steht bei 1,8 Punkten pro Partie und hat bereits sieben Treffer auf dem Konto
- 322 Pässe von 395 erreichten bei uns den Mitspieler (81%) – München hatte 322 Pässe, von denen 249 den Mitspieler erreichten (77%)
TORE
1:0 Marcel Noebels (Russell) 1. Minute; 1:1 Lukas Thaler (Powerplay/Hager, Hirose) 8. Minute; 1:2 Elis Hede (Ferguson) 13. Minute; 1:3 Tobias Rieder 21. Minute; 1:4 Brady Ferguson 38. Minute; 2:4 Marcel Noebels (MacLeod) 55. Minute
AUSBLICK
Weiter geht es für unsere Jungs am Sonntag (16:30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt, ehe eine Woche mit gleich Heimspielen ansteht.
Am Mittwoch (07. Oktober, 19:30 Uhr) treffen wir im fünften CHL-Ligaspiel auf die Herning Blue Fox aus Dänemark, zwei Tage später (Freitag, 09. Oktober, 19:30 Uhr) sind die Schwenninger Wild Wings bei uns zu Gast und zum Abschluss der Heimspiel-Woche treffen wir am Sonntag (11. Oktober, 16:30 Uhr) auf die Nürnberg Ice Tigers. Tickets für alle drei Partien bekommt ihr wie gewohnt im Online-Ticketshop, im HAIEstore in Köln-Deutz und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
BILDERGALERIE
STIMME
Wir hatten einen guten Start, danach war München im ersten Drittel aber klar besser als wir. Wir haben schlechte Entscheidungen am Puck getroffen, wir haben riskant und schlampig gespielt – dadurch hat München Momentum bekommen. Wir kamen dann etwas besser rein, haben aber auch im zweiten Abschnitt einen schlechten Start erwischt. Der Push im dritten Drittel war gut, das war positiv, aber es hat nicht gereicht, um für Punkte in Frage zu kommen.
CHEFTRAINER THOMAS BERGLUND