Wir gewinnen das zweite Duell in der Viertelfinalserie gegen die Schwenninger Wild Wings mit 4:2. Zwei Führungen der Gäste können wir egalisieren, ehe wir im dritten Drittel mit zwei Toren die Weichen auf Sieg legen. Wir haben den Spielbericht zu Spiel 2 der Viertelfinalserie.
In einer ausverkauften und stimmungsvollen LANXESS arena, die unsere Fans in der Nordkurve mit einer tollen Choreographie bereits vor dem Spiel auf Hochtouren brachte, brauchten beide Teams nicht lange, um ins Spiel zu kommen. Es entwickelte sich von Anfang an ein schnelles und enges Duell auf Augenhöhe, in dem die Gäste vorlegen konnten. Über die Spink-Zwillinge gelangte die Scheibe zu Hungerecker, der am langen Pfosten per Direktabnahme zur Führung traf (9.).
Wir schüttelten uns kurz und kamen im Powerplay zum Ausgleich – Nate Schnarr wurde auf der linken Seite von Valtteri Kemiläinen schön freigespielt und traf per Direktabnahme zum umjubelten 1:1(15.). Die Schwenninger hingegen hatten durch Tyson Spink nicht mal eine Minute später die perfekte Antwort parat und legten abermals vor (16.). Mit dem knappen Rückstand ging es nach einem kurzweiligen Drittel in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt waren gut acht Minuten gespielt, da vollendete unsere starke vierte Reihe um Dominik Uher einen guten Shift zum Ausgleich. Unsere Nummer 26 fälschte einen Schuss Vittasmäkis kurz vor dem Slot sehenswert ab – das Tor wurde anschließend lange überprüft, aber die Entscheidung blieb auch nach Ansicht der Bilder bestehen, sodass wir auf 2:2 stellen konnten.
In der 32. Minute bekam Louis-Marc Aubry wegen eines hohen Stocks eine 2+2-Strafe, die unser Penalty Killing-Team im Verbund überragend „wegverteidigte“, sodass wir dem Druck der Schwenninger Stand halten konnten und die Situation ohne Gegentor überstanden. Da wir kurz darauf ebenfalls ein Powerplay nicht für ein durchaus mögliches Tor nutzen konnten, ging es mit dem 2:2 in die letzte Drittelpause.
Das dritte Drittel sollte dann eines nach dem Geschmack des Großteils der ausverkauften LANXESS arena werden. Schnarr besorgte durch sein Tor in der 43. Minute die erstmalige Führung an diesem Abend. Vorausgegangen war eine feine Aktion Kevin Niedenz, der sich die Scheibe an unserer blauen Linie holte und dann den Konter fuhr. Durch seinen Speed schaffte er enorm viel Raum und setzte Schnarr in der Zentrale ein. Der Kanadier traf trocken und humorlos zum 3:2 ins Netz.
Zum Schluss gingen die Schwenninger ins Risiko und schnupperten gleich mehrere Male am Ausgleich, doch Louis-Marc Aubry mit seinem „Empty Netter“ entschied die Partie zu unseren Gunsten (59.) und stellte auf das finale Ergebnis von 4:2, wodurch wir in der Serie mit 2:0-Siegen in Führung gehen konnten.
Weiter geht die Serie am Sonntagnachmittag mit Spiel 3 in der Schwenninger Helios Arena. Spielbeginn ist dann um 15:00 Uhr.
TORE
0:1 Phil Hungerecker (Tyson Spink, Tyler Spink) 9. Minute; 1:1 Nate Schnarr (Powerplay/Kemiläinen) 15. Minute; 1:2 Tyson Spink (Weber) 16. Minute; 2:2 Dominik Uher (Vittasmäki, Kemiläinen) 28. Minute; 3:2 Nate Schnarr (Niedenz) 43. Minute; 4:2 Louis-Marc Aubry (Russell, Vittasmäki) 59. Minute
FAKTEN
- Brady Austin hatte mit 24:39 Minuten die meiste Eiszeit aller Haie
- Janne Juvonen entschärfte 22 der 24 Schwenninger Versuche aufs Tor
- Schwenningen gewann 40 der 64 Duelle am Bullykreis
- Nate Schnarr erzielte einen Doppelpack
STIMMEN
„Worum geht’s in den Playoffs? Alle freuen sich, Fans wie Spieler. Es war ein Teamerfolg heute. Es geht nicht mehr um das Individuelle, heute hat unser Unterzahl-Team einen wahnsinnig starken Job gemacht. Wir haben ein Tor im Powerplay gemacht und unsere vierte Reihe hat stark aufgespielt und ein Tor erzielt. All das braucht es in den Playoffs. Wir wollten von Drittel zu Drittel besser werden und gerade im dritten Drittel haben wir unser bisher bestes Playoff-Drittel gespielt. Schwenningen ist gut in das Spiel gekommen und hat uns das Leben schwer gemacht.“
KARI JALONEN
„Ich denke es war ein gutes Playoff-Spiel, das hin und her ging. Wir wussten, dass Schwenningen hart ins Spiel starten wird und sie haben ein gutes erstes Drittel gespielt. Wir sind geduldig geblieben und haben unseren Gameplan mehr und mehr umgesetzt. So konnten wir das Spiel am Ende gewinnen.“
NATE SCHNARR