Die ersten drei Punkte nach regulärer Spielzeit sind eingetütet – dank des 6:4-Auswärtssieges bei den Augsburger Panthern verbuchen wir den ersten „Dreier“ der Saison. In einem intensiven Spiel mit vielen Offensivszenen und Toren treffen Valtteri Kemiläinen, Marcel Noebels und Ryan MacInnis für unsere Farben jeweils doppelt. In seinem Premierenspiel in dieser Saison muss Felix Brückmann kurz vor Ablauf des zweiten Drittels verletzt vom Eis – wir drücken die Daumen und wünschen gute Besserung! Der Spielbericht zu #AEVKEC.
DIE GESCHICHTE DES SPIELS
In der 15. Minute bekamen die Gastgeber, die gerade über schnelle Umschaltmomente immer wieder zu guten Chancen kamen, einen Penalty zugesprochen – diesen hatte der ehemalige Haie-Spieler Tim Wohlgemuth (spielte zwischen 2022 und 2025 bei uns) herausgeholt. Der Gefoulte trat selbst an, machte es mit seinen „Dekes“ gar nicht verkehrt, scheiterte aber am stark reagierenden Felix Brückmann, der in seinem ersten Spiel der Saison und seinem 393. insgesamt in der PENNY DEL eine tolle Performance bot. Leider verlie „Brücke“ in der 39. Minute nach einem Save das Eis. Wir wünschen gute und vor allen Dingen schnelle Besserung, Felix!
DAS SPIEL
Beide Teams tasteten sich nicht lange ab, sodass die 6.179 Zuschauer im lautstarken Curt-Frenzel-Stadion ein offensives und unterhaltsames erstes Drittel zu sehen bekamen. In diesem hatte Tim Wohlgemuth die erste gute Gelegenheit für die Gastgeber – der ehemalige Hai fand in der Defensive die Lücke, verschaffte sich mit Geschwindigkeit Platz und tauchte dadurch frei vor Felix Brückmann auf, den er jedoch nicht überwinden konnte (2.).
In der vierten Minute konnten wir mit der ersten richtig guten Offensivaktion die Führung erzielen. Gregor MacLeod lie sich in der Offensivzone auf die blaue Linie fallen, bediente dort den zentral wartenden Valtteri Kemiläinen, der direkt durchzog. Der Puck touchierte auf dem Weg ins Netz noch den gut postierten Marcel Noebels, sodass Peyton Jones im AEV-Tor keine Möglichkeit hatte, die abgefälschte Scheibe zu parieren.
Wir hatten Momentum und legten nur drei Minuten später das 2:0 nach. Wir gewannen tief in der eigenen Zone die Scheibe und starteten über Ryan MacInnis den Gegenangriff. Der US-Amerikaner bediente in der neutralen Zone Frederik Storm, der mit Speed in die AEV-Zone fuhr und dann wieder auf MacInnis passte. Dessen erster Schuss wurde noch abgefälscht, landete aber direkt wieder bei unserer Nummer 77, sodass er die unübersichtliche Situation aus spitzem Winkel nutzte und ins leere Tor schieben konnte.
Beide Mannschaften kamen noch zu dicken Möglichkeiten in Breakaways – Wohlgemuth scheiterte wie oben beschrieben nach Foul im Breakaway an Brückmann mit seinem Penaltyversuch, Daniel Fischbuch, von Maximilian Kammerer stark bedient, zog im Duell mit dem stark reagierenden Jones (13.) ebenfalls den Kürzeren, sodass es bei der 2:0-Führung für uns zur Drittelpause blieb.
Das zweite Drittel sollte an die Gastgeber gehen, die bereits nach gut zweieinhalb gespielten Minuten im Mittelabschnitt den Anschluss markierten. Busdeker bekam eine abgefälschte Scheibe schnell kontrolliert und fand auf der rechten Seite und aus spitzem Winkel die Lücke. Augsburg hatte in den Folgeminuten etwas mehr Zugriff auf die Partie, lie gute Chancen aber ungenutzt.
In der 38. Minute bekamen die Gastgeber ihre erste Strafe des Abends zugesprochen, was wir eiskalt ausnutzen sollten. Über Noebels und MacLeod landete die Scheibe auf Höhe der blauen Linie bei Valtteri Kemiläinen, der seinen Direktschuss mit über 137 km/h an allen vorbei ins Netz zimmern sollte – 3:1! Die Folgeminuten waren gleich in mehrfacher Hinsicht bitter.
Zunächst musste Felix Brückmann verletzt das Eis verlassen (39.) und wurde durch Janne Juvonen ersetzt. Kurz darauf kamen auch die Gastgeber das erste Mal in den Genuss eines Powerplays und konnten durch Busdeker Kapital schlagen (39.). Wenige Momente später wurde es dann turbulent. Wieder lag die Scheibe in unserem Tor (40.), doch Philipp Krau hatte zuvor Juvonen von den Beinen geholt. Trotz groer Proteste und eines längeren Videostudiums blieben die Schiedsrichter bei ihrer „On-Ice“-Entscheidung („Tor“) und gaben den Treffer nach mehreren bangen Minuten.
Dass unsere Mannschaft aber Moral hat und sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt, stellte sie im Schlussabschnitt eindrucksvoll unter Beweis. Im Powerplay markierte Noebels nur 45 Sekunden nach Wiederanpfiff das 4:3 – ein starkes Set-up von Russell und Fischbuch verwertete unsere Nummer 92 aus kurzer Distanz zur erneuten Führung.
Mitte des dritten Drittels sorgte ein Doppelschlag für gute Laune: Zunächst traf Ryan MacInnis im Slot per „Nachgestochere“ zum 5:3, dann markierte Kemiläinen keine zwei Minuten später mit einem One-Timer, der zur Bogenlampe wurde, das 6:3 (51.).
Zwar gaben die Gastgeber vor ausverkaufter Kulisse zu keinem Zeitpunkt der Partie auf und kamen durch Wohlgemuth in der 58. Minute noch zum Anschlusstreffer, doch wir verteidigten die restlichen Szenen souverän und feierten dadurch wenige Momente später den ersten Drei-Punkte-Sieg der Saison!
ZAHLEN, BITTE
- 298 Pässe von uns fanden ihren Mitspieler – das macht bei 342 Versuchen eine starke Passquote von 87% (AEV: 80% Passquote)
- Drei Spieler (Kemiläinen, MacInnis, Noebels) trafen zweifach, zwei Spieler punkteten dreifach (Noebels, MacLeod)
- Wir schossen bei drei Powerplay-Situationen gleich drei Tore (100% Quote), auch Augsburg verbuchte zwei Treffer in Überzahl – damit wurde die Hälfte der Tore im Powerplay erzielt
- Veli-Matti Vittasmäki (23:43 Minuten) und Valtteri Kemiläinen (22:39 Minuten) waren auf unserer Seite die Spieler mit der meisten Eiszeit
TORE
0:1 Marcel Noebels (Kemiläinen, MacLeod) 4. Minute; 0:2 Ryan MacInnis (Storm, Austin) 7. Minute; 1:2 Donald D.J. Busdeker (Mayhew) 23. Minute; 1:3 Valtteri Kemiläinen (Powerplay/MacLeod, Noebels) 38. Minute; 2:3 Donald D.J. Busdeker (Powerplay/Mayhew, Blank) 39. Minute; 3:3 Jimmy Lambert (McCrea, Wohlgemuth) 40. Minute; 3:4 Marcel Noebels (Powerplay/Russell, Fischbuch) 41. Minute; 3:5 Ryan MacInnis (Aubry, Ljungh) 51. Minute; 3:6 Valtteri Kemiläinen (Powerplay/MacLeod, Russell) 52. Minute; 4:6 Tim Wohlgemuth (Powerplay/Lambert, Hoefenmayerr) 58. Minute;
AUSBLICK
Wir können kurz durchatmen und die lange Busfahrt zurück nach Köln nutzen, um die Füe hochzulegen – lange Zeit zum Durchschnaufen bleibt aber nicht, denn bereits am Freitag, den 2. Oktober, steht für uns das nächste Spiel in der PENNY DEL an. Dann empfangen wir um 19:30 Uhr in der LANXESS arena Red Bull München.
Die Münchner stehen wie wir nach vier Spielen bei sechs Punkten, weswegen sich auf ein packendes Duell freuen lässt – wenn ihr dabei sein wollt, freuen wir uns sehr! Läutet das Wochenende im Haifischbecken ein und unterstützt uns im Spiel gegen München. Hier kommt ihr zu Tickets!
BILDERGALERIE
STIMME
„Wir haben zwar sechs Tore erzielt, aber vier Gegentreffer sind etwas zu viel. Wir waren zu häufig auf der Strafbank, aber trotzdem freuen wir uns über den Sieg. Wir müssen uns in den kommenden Wochen steigern, nehmen die drei Punkte aber gerne mit. Das erste Powerplay im dritten Drittel hat uns sehr geholfen, damit konnten wir die Weichen stellen. Im Anschluss hatten wir dann einen besseren Zugriff in der Defensive.“
VALTTERI KEMILÄINEN