Wir unterliegen den Eisbären Berlin in Spiel 1 der Playoff-Halbfinalserie mit 3:6. Mit zwei Doppelschlägen zu Beginn des ersten und zweiten Drittels bringen sich die Hausherren auf die Siegerstrae und gehen so in der „Best-of-Seven“-Serie mit 1:0 in Führung. Wir haben den Spielbericht.
Gleich zu Beginn des Spiels musste unsere Mannschaft früh einen Doppelschlag der Hausherren hinnehmen. Adam Smith traf aus spitzem Winkel zur Führung der Gastgeber (5.), kurz darauf erhöhte Moritz Kretzschmar aus dem Slot auf 2:0 (7.). Wir brauchten kurz, um in diesem Spiel anzukommen, fanden anschlieend aber besser in die Partie. Dabei half uns auch eine Überzahlgelegenheit nach gut neun Minuten: Valtteri Kemiläinen verkürzte mit einem Schuss von der blauen Linie, während Tanner Kero dem Berliner Torhüter Jonas Stettmer gut die Sicht nahm. In der Folge setzten wir nach, Gregor MacLeod und Kero lauerten im Slot, verpassten jedoch den Ausgleich.
Auf der Gegenseite parierte Janne Juvonen mehrere Abschlüsse der Eisbären sicher. Kurz vor der ersten Pause bot sich uns die groe Möglichkeit zum Ausgleich, doch Frederik Storm verzog freistehend knapp. So gingen wir mit 1:2 in die Kabine.
Wir starteten schwungvoll in den Mittelabschnitt, spielten die Eisbären phasenweise im Drittel fest und kamen durch MacLeod und Jan Luca Sennhenn zu guten Abschlüssen. In diese Druckphase hinein setzten die Berliner jedoch einen Doppelschlag: Marcel Noebels verwertete seinen eigenen Rebound aus der Luft zum 1:3 und Jonas Müller erhöhte nur kurz darauf mit einem Schuss aus dem rechten Bullykreis auf 1:4.
Wir blieben aktiv, erspielten uns ein Powerplay und trafen in dieser Phase die Latte durch Oliwer Kaski. In Unterzahl gelang uns der wichtige Anschluss: Nach einem Puckgewinn leitete Juhani Tyrväinen einen Konter ein und bediente Patrick Russell am langen Pfosten, der zum 2:4 einschob. Wenig später verpasste Louis-Marc Aubry frei vor dem Tor den Anschluss, sein Abschluss sprang vom Pfosten zurück. Stattdessen nutzten die Eisbären einen Scheibenverlust während unseres Wechsels. Kretzschmar traf mit seinem zweiten Treffer des Abend zum 2:5 – was auch der Spielstand nach 40 Minuten bleiben sollte.
Zum Schlussdrittel wechselten wir im Tor: Felix Brückmann kam für Juvonen und parierte direkt stark mit dem Schläger gegen Frederik Tiffels im Alleingang. Wir suchten weiter den Weg nach vorn, kamen durch Russell, Aubry und Kero zu Abschlüssen, fanden aber mehrfach in Berlins Goalie unseren Meister. Ein Powerplay in der 45. Minute brachte mehrere gefährliche Schüsse – unter anderem von Kemiläinen, Oliwer Kaski und Russell – doch die Berliner blockten viel und Stettmar parierte stark.
In der Schlussphase nahmen wir den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Auch in dieser Phase erspielten wir uns viele Abschlüsse, doch die Scheibe sollte den Weg nicht ins Tor finden. Berlin nutzte eine Befreiung zum 2:6 ins leere Tor durch Les Lancaster. Kurz vor dem Ende sorgte MacLeod mit seinem Treffer für den 3:6-Endstand.
Die Eisbären gehen mit dem Sieg in der Serie mit 1:0 in Führung. Spiel 2 der Halbfinalserie steigt am Freitag ab 19:30 Uhr in der LANXESS arena.
TORE
1:0 Adam Smith (Tiffels, Müller) 5. Minute; 2:0 Moritz Kretzschmar (Smith, Tiffels) 7. Minute; 2:1 Valtteri Kemiläinen (Powerplay/Aubry, MacLeod) 9. Minute; 3:1 Marcel Noebels (Eder, Kirk) 24. Minute; 4:1 Jonas Müller (Tiffels, Ronning) 25. Minute; 4:2 Patrick Russell (Shorthander/Tyrväinen, Austin) 34. Minute; 5:2 Moritz Kretzschmar (Kirk) 36. Minute; 6:2 Les Lancaster (Empty Net/Kirk, Smith) 58. Minute; 6:3 Gregor MacLeod (van Calster, Austin) 59. Minute
FAKTEN
- Wir konnten sowohl in Überzahl als auch in Unterzahl treffen
- Unsere Mannschaft gab 19 Torschüsse mehr als die Berliner ab (36:17 pro Haie)
- Brady Austin bereitete zwei Treffer vor
- Felix Brückmann kam zu seinem ersten Playoff-Einsatz für die Haie
STIMME
„Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht, wissen aber auch, dass wir besser spielen können. Berlin war am Anfang besser drin und hat die Tore eiskalt gemacht. Uns ist dies heute nicht gelungen. Wir müssen das Spiel abhaken und werden am Freitag neu angreifen.“
MAXI KAMMERER
„Es gibt viele Dinge, die wir besser machen können und müssen. Da geht es um viele Bereiche, Powerplay, Unterzahl und auch bei fünf gegen fünf. Dies werden wir nun analysieren und uns gut auf Spiel 2 vorbereiten.“
KARI JALONEN