2:1! Sieg des Willens

MITTWOCH, 28. DEZEMBER 2022
Heimsieg: Die Haie jubeln im letzten Heimspiel des Jahres. (Foto: City-Press GmbH)

Der KEC gewinnt ein packendes Spiel gegen starke Tigers aus Straubing mit 2:1. Nick Bailen sorgt mit seinem Powerplay-Treffer in der 53. Minute für den entscheidenden Siegtreffer und damit für sehr gute Laune unter dem Großteil der 16.472 Zuschauer im Haifischbecken.

Nach dem unsere Mannschaft am Freitag zum letzten Spiel des Jahres in Nürnberg gastiert, startet das neue Jahr mit einem echten Knaller. Am 02. Januar steigt in der LANXESS arena das Derby gegen die DEG. Tickets für das ewig junge Duell gibt es noch im Online-Ticketshop.

Der deutsche Duden definiert das Wort Wille unter anderem als „bestimmte feste Absicht“. Die Absicht, das letzte Heimspiel im Kalenderjahr 2022 zu gewinnen, war fokussierten Haien zu jeder Minute dieses intensiven Spiels anzumerken.

Dennoch kamen die Gäste etwas besser in die leidenschaftlich geführte Partie. Nach nicht einmal 30 Sekunden hatten die Tigers durch Travis St. Denis die große Chance zur Führung – den Penaltyshot konnte Mirko Pantkowski im Kölner Tor jedoch stark parieren. Die Haie meldeten sich durch Jason Bast erstmals vor dem Straubinger Gehäuse an, doch den One-Timer Basts konnte Straubings starker Goalie Florian Bugl abwehren. In der 18. Minute war der Straubinger Torwart dann allerdings machtlos. Im Powerplay formierte sich das KEC-Special-Team und ließ die Scheibe gut laufen. Im richtigen Moment passte David McIntyre die Scheibe in den Slot, wo Bast stand und das Spielgerät unhaltbar abfälschte. 1:0, KEC!

Auch das zweite Drittel stand dem ersten Drittel in Puncto Intensität und leidenschaftlich geführten Zweikämpfen in nichts nach. Sinnbildlich dafür eine Szene aus der 28. Minute – Haie-Kapitän Mo Müller und Straubings Bastian Eckl gerieten nach einem Zweikampf vorm KEC-Tor aneinander und tauschten sich kurz aus. Eckl hatte Pantkowski leicht pariert, was Müller nicht gefiel und sich daher für seinen Goalie ins Zeug legte. Die Konsequenz? Zwei Minuten für beide Spieler. Pantkowski blieb im Fokus und konnte gleich mehrfach herausragend parieren. Die beste Kölner Chance des zweiten Drittels gehörte Nick Bailen. Nach einem tollen Scheibengewinn von Maxi Kammerer schaltete der KEC schnell um und kam durch Bailen zum One-Timer, den dieser allerdings einen Hauch am Tor vorbeisetzte. Da auch Carter Proft nur eine Minute später die Scheibe knapp neben das Tor schoss, blieb es zur letzten Drittelpause beim 1:0.

Dieser Spielstand sollte im letzten Drittel dann allerdings nicht lange Bestand haben – nimmermüde und stark aufspielende Gäste belohnten sich durch Marcel Brandt mit dem 1:1. Auch dieses Tor wurde im Powerplay erzielt. Apropos – die Schlusspointe des packenden Duells sollten die Haie haben. Im Powerplay. Durch Nick Bailen. Sieben Minuten vor Schluss zog der KEC-Verteidiger von der blauen Linie ab und veredelte eine starke Haie-Leistung mit seinem Treffer zu drei ganz wichtigen Punkten. Es blieb beim 2:1.

Sowohl KEC-Trainer Uwe Krupp als auch Gästetrainer Tom Pokel attestierten beiden Teams nach Abpfiff auf der Pressekonferenz eine tolle Leistung in einem „hervorragenden Spiel“ und waren sich einig, dass die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen waren.

Der Duden bezieht sich bei dieser Redewendung darauf, dass jemand „in seinen Erwartungen zufriedengestellt“ wird. Damit dürften sich alle Haie-Fans und -akteure angesprochen fühlen. Sie waren einmal mehr auf ihre Kosten gekommen.

TORE

1:0 Jason Bast (McIntyre) 18. Minute; 1:1 Marcel Brandt (Leier) 42. Minute; 2:1 Nick Bailen (Stanton, Sill) 53. Minute;

HIGHLIGHTS UND FAKTEN

  • Tore in Überzahl: Alle drei Treffer fielen im Powerplay

  • Endlich: Erstmals seit der Saison 2017/2018 konnten die Haie sechs Heimpunkte gegen die Tigers aus Straubing einfahren

  • Eingestellt: Es war der 15. Drei Punkte-Sieg der Haie in der bisherigen Spielzeit. So viele „Dreier“ hatte der KEC nach der kompletten Hauptrunde der vergangenen Saison

  • Auf Euch ist Verlass: Den 2:1-Heimsieg gegen Straubing sahen 16.472 Zuschauer in der LanxessArena. Nur im DEL WINTER GAME sowie im Derby gegen die DEG waren mehr Fans bei einem Haimspiel

STIMMEN

„Wir wussten, was auf uns zukommt. Straubing spielt dreckiges und sehr aggressives Hockey. Es war wichtig, cool zu bleiben und so wenig wie möglich Strafen zu nehmen – das ist uns gut gelungen. Am Ende haben wir dann verdient gewonnen. Über 16.000 Zuschauer waren heute hier, das hat auf jeden Fall  geholfen und ist unglaublich. Nicht umsonst haben wir den höchsten Schnitt der Liga.“

MIRKO PANTKOWSKI

Es war ein super Eishockeyspiel. Die Zuschauer haben ein spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten gesehen. Es wurde mit offenem Visier gespielt und war eine ganz enge Angelegenheit bis zum Schluss. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt und einen Weg gefunden, Punkte einzufahren. Ich bin stolz und die Jungs können auch stolz sein – wir haben einer Top-Mannschaft der DEL Paroli geboten. Die Torhüter beider Teams waren die besten Spieler auf dem Eis. Das ist der Grund, warum es bis zum Schluss eng und für die Zuschauer sehr aufregend war.

UWE KRUPP