Was für ein Kampf, was für eine Defensivleistung! Beim Auswärtsspiel in München holen wir uns mit einem 1:0-Erfolg den ersten Saisonsieg gegen die Red Bulls. In einem Duell mit Playoff-Charakter zeigen wir über 60 Minuten eine geschlossene Teamleistung und haben mit Janne Juvonen den Matchwinner zwischen unseren Pfosten. Durch den Sieg in München steht zudem fest, dass wir die Hauptrunde der PENNY DEL als Erster abschließen werden und uns für die Champions Hockey League Saison 2026/2027 qualifiziert haben. Wir haben den Spielbericht.
Wir starteten konzentriert ins Spiel, setzten früh Offensivakzente und fanden gut in unser Spiel. Patrick Russell prüfte Matthias Niederberger im Münchner Tor schon in den Anfangsminuten, kurz darauf folgten weitere Abschlüsse von Glötzl und van Calster. Die Gastgeber hatten dennoch etwas mehr vom ersten Drittel, blieben stets gefährlich und trafen im ersten Drittel gleich dreimal Aluminium: Ehliz an den Pfosten, Sinn an die Latte und später Abeltshauser scheiterten allesamt am Gestänge.
Im zweiten Drittel entwickelte sich der erwartete Abnutzungskampf. Beide Teams machten die Räume eng, gute Chancen waren so Mangelware. Juvonen blieb bei den Abschlüssen der Hausherren fehlerfrei, wir setzten offensiv einige Nadelstiche: Kaski per Direktabnahme und Schnarr mit einem Abschluss von außen scheiterten an Niederberger. Der entscheidende Treffer der Partie fiel dann in der 35. Minute. Kemiläinen zog nach gewonnenem Bully von der Blauen ab, Gregor MacLeod fälschte mit dem Rücken zum Tor unhaltbar durch die Beine Niederbergers zur Haie-Führung ab. München blieb dran und hatte kurz vor der Pause erneut Pech: Rieder traf die Latte – der insgesamt vierte Alutreffer der Gastgeber.
Im Schlussdrittel blieb das Tempo hoch. Wir erspielten uns in Überzahl gute Gelegenheiten: MacLeod scheiterte aus kurzer Distanz, Russell fand in Niederberger seinen Meister und ein abgefälschter One-Timer von Kemiläinen wurde vor dem Tor entscheidend abgefälscht. In der 50. Minute mussten wir nach einer Strafe gegen Kaski erneut in Unterzahl ran – auch hier arbeiteten wir kompromisslos weg, blockten Schüsse und befreiten uns früh.
Es folgte eine äußerst intensive Schlussphase. Nach Strafen gegen Schnarr und wenig später auch gegen Aubry mussten wir kurzzeitig – auch weil München den Goalie zog – eine doppelte Unterzahl bei sechs Münchner Feldspielern verteidigen. Unser Unterzahl-Block warf sich in jeden Schuss, wie Moritz Müller, der kurz vor dem Ende einen gefährlichen Abschluss mit vollem Körpereinsatz blockte. Mit viel Leidenschaft und einer starken Defensivleistung überstanden wir die verbliebenen Sekunden und fuhren den 1:0-Erfolg in München ein. Janne Juvonen feierte seinen bereits fünften Shutout der Saison und unsere Mannschaft durfte sich nach dem Spiel über den Hauptrunden-Sieg sowie die Qualifikation für die Champions Hockey League freuen.
TOR
0:1 Gregor MacLeod (Kemiläinen, Sennhenn) 35. Minute
FAKTEN
- Bereits fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde stehen wir als Hauptrunden-Sieger fest und haben uns zudem für die Champions Hockey League qualifiziert
- Nach zuvor drei Niederlagen gewinnen wir das erste Mal in dieser Saison gegen München
- Gregor MacLeod punktete in München im achten Spiel in Serie
- Janne Juvonen parierte alle 30 Schüsse der Münchner und feierte damit seinen fünften Shutout der Saison
- Wir überstanden sechs Unterzahlsituationen ohne Gegentreffer
STIMMEN
„Nach der langen Pause war es für die Spieler sehr anstrengend, gleich drei Spiele in einer Woche zu absolvieren. Es war für mich kein klassischen 1:0-Spiel, beide Mannschaften hatten gute Chancen. Ich denke, dass wir im zweiten Drittel mit dem längeren Wechsel sehr schlau gespielt haben, insbesondere mit den Wechseln und so auch den Treffer erzielen konnten. Aber wir haben zu viele Strafen gezogen und normalerweise gewinnst du ein Spiel mit so viele Strafzeiten nicht.“
KARI JALONEN
„Es war ein sehr enges Spiel mit Chancen für beide Seiten. Wir haben defensiv gut gespielt, dazu war Janne Juvonen im Tor sehr stark. Entscheidend war auch unser sehr gutes Unterzahlspiel.“
JAN LUCA SENNHENN