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#1 - Niederlage zum Saisonauftakt - Haie unterliegen Wolfsburg mit 4:8

SAMSTAG, 19. SEPTEMBER 2026
Wir verlieren unseren Saisonauftakt in der PENNY DEL mit 4:8 (Fotos: City Press GmbH/Daniel Schäfer)

Wir verlieren unser erstes Spiel der PENNY DEL-Saison mit 4:8 gegen die Grizzlys Wolfsburg. Bis zum dritten Drittel ist es ein ausgeglichenes Spiel mit einigen Führungswechseln, dann sorgen drei Grizzlys-Treffer binnen nicht einmal drei Minuten für ein Brett, welches wir nicht mehr durchbohren können. Wir werfen einen Blick auf #1KECWOB.

DIE GESCHICHTE DES SPIELS

„Liebe deine Stadt“ – diese Choreo hatte es definitiv in sich. Bereits lange vor Puckdrop waren im Norden der LANXESS arena die beiden Domspitzen zu sehen, die von unseren Fans dort platziert wurden. Als beide Mannschaften dann auf dem Eis waren, verwandelte sich die Kurve in ein rot-weißes Fahnenmeer, das die Wahrzeichen unserer Stadt in ein tolles Bild hüllte – Chapeau, KEC-Fans! Das war großes Kino und unsere Geschichte des Spiels.

DAS SPIEL

Beide Torhüter verzeichneten bereits in der ersten Minute ihre ersten Saves – Juvonen war bei einem Schuss von Wolfsburgs Machacek zur Stelle, kurz darauf entschärfte Strahlmeier einen Versuch von Brady Austin. Die Wolfsburger konnten vor 18.089 Zuschauern in der vierten Minute dann in Führung gehen, Lynch belohnte eine couragierte Anfangsphase der Gäste. 17 Sekunden später konnten wir dann aber das erste Haie-Tor der DEL-Saison bejubeln. Kevin Niedenz gab den Puck in zentraler Position nicht auf, bekam ihn trotz Druck ein zweites Mal auf die Kelle und zimmerte die Scheibe dann humorlos in den Winkel, 1:1 (5.)!

Die Gäste ließen sich vom Rückstand jedoch nicht beirren und konnten nur ein paar Minuten später die Führung zurückholen. Graber wurde im Slot etwas zu alleine gelassen und traf zentral vor Juvonen zum zweiten Grizzlys-Tor des Tages (8.). Zum Ende eines abwechslungsreichen ersten Drittels kamen wir besser in die Partie und belohnten uns mit dem Ausgleich. Im ersten Powerplay lief die Scheibe gut durch die eigenen Reihen. Valtteri Kemiläinen fasste sich dann ein Herz und traf mit seinem One-Timer gegen die Laufrichtung Strahlmeiers zum Ausgleich (18.) – mit dem 2:2 ging es in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel war keine zwei Minuten alt, da durften die über 18.000 Zuschauer in der LANXESS arena den schönsten Treffer des Abends bestaunen. Niedenz traf im Slot technisch höchst anspruchsvoll zur Führung. Aus kurzer Distanz verschaffte er sich mit einer Finte Platz und netzte dann artistisch in den Winkel ein (22.). Beinahe hätte die starke Reihe um Niedenz, Markus Ljungh und Frederik Storm nur einige Shifts später erneut getroffen, doch Strahlmeier vereitelte beim Schuss Storms nach tollem Spielzug Schlimmeres (24.).

Die Gäste blieben dran und kamen nach 29 Minuten zum Ausgleich. Der auffällige Tyler Gaudet tankte sich durch unsere Abwehr und kam dadurch auf halblinks frei zum Abschluss – beim Schuss des auffälligen Angreifers war Juvonen erneut machtlos. Beide Teams hatten im Anschluss Chancen, auf 4:3 zu stellen, doch es blieb bei zwei Toren im Mittelabschnitt, weswegen es mit dem 3:3 in die Katakomben zur zweiten Drittelpause ging.

Der letzte Abschnitt sollte der torreichste werden, leider mit dem klar besseren Ende für die Gäste. Innerhalb von nicht einmal drei Minuten stellten Lynch, Morley und Schinko von 3:3 auf 6:3 aus Wolfsburger Sicht. Zwar keimte für den Großteil der über 18.000 Zuschauer nach einem schön herausgespielten Treffer Marcel Noebels‘ noch einmal kurz Hoffnung auf (48.), doch spätestens der nur 27 Sekunden später fallende Grizzly-Treffer von Machacek zum 7:4 sollte uns den Stecker ziehen. Wir gingen kurz vor Schluss in Überzahl ins Risiko und nahmen Juvonen vom Feld, was die Gäste zum Empty-Netter durch Thompson nutzten (58.).

ZAHLEN, BITTE

  • Zum zweiten Mal in seiner Karriere erzielte Kevin Niedenz einen Doppelpack in der PENNY DEL
  • 18.089 Zuschauer waren zum ersten DEL-Spiel unserer Saison im Haifischbecken – danke dafür!
  • Robert Lynch erwischte einen starken Tag und konnte für Wolfsburg gleich fünf Punkte erzielen (zwei Tore, drei Assists)
  • Die Hälfte aller Treffer, also sechs, fielen im letzten Drittel

TORE

0:1 Robert Lynch (Gaudet) 4. Minute; 1:1 Kevin Niedenz (Sennhenn, Press) 5. Minute; 1:2 William Graber (Thompson) 8. Minute; 2:2 Valtteri Kemiläinen (Powerplay/Russell, MacLeod) 18. Minute; 3:2 Kevin Niedenz (Ljungh) 22. Minute; 3:3 Tyler Gaudet (Melchiori, Lynch) 29. Minute; 3:4 Robert Lynch (Machacek) 44. Minute; Morley 3:5 Tyler Morley (Schinko, Graber) 44. Minute; 3:6 Luis Schinko (Thompson, Lynch) 46. Minute; 4:6 Marcel Noebels (MacLeod, Russell) 48. Minute; 4:7 Spencer Machacek (Lynch, Gaudet) 49. Minute; 4:8 Keaton Thompson (Machacek, Pfohl) 58. Minute

AUSBLICK

Das Gute im Eishockey ist, dass zwischen den Spielen am Wochenende gar nicht viel Zeit liegt – bereits am Sonntag, den 20. September empfangen wir die Löwen Frankfurt zum zweiten Heimspiel der Saison. Und, wenn auch noch nicht komplett aussagekräftig: die Frankfurter reisen gleich mal als Spitzenreiter an, konnten sie ihre erste Partie in Schwenningen doch eindrucksvoll mit 5:0 für sich entscheiden.

BILDERGALERIE

DIE STIMME ZUM SPIEL

Es wirkt, als wären wir etwas verkatert gewesen vom tollen Auftakt in die Champions Hockey League. Wir waren nicht demütig genug und haben uns in vielen Situationen falsch entschieden. Es war ein hartes Spiel gegen ein gutes Wolfsburger Team, sie haben gut gespielt, das müssen wir anerkennen. Sie haben unsere Fehler dankend angenommen – wir müssen aus diesem Spiel lernen, es ist eines von 52. Hoffentlich können wir schnell den Schalter umlegen.

CHEFTRAINER THOMAS BERGLUND