Für das letzte Vorrundenspiel der #MissionEuropa führt uns die Reise in die schöne Schweiz, genauer gesagt nach Genf. Dort treffen wir am Mittwoch, den 14. Oktober in der altehrwürdigen „Patinoire des Vernets“ auf den gastgebenden GSHC, den Genève-Servette Hockey Club (19:45 Uhr). Es haben sich bereits wieder einige Haie-Fans angekündigt, die über 700 Kilometer weite Reise in den Kanton Genf anzutreten. Das ist einmal mehr aller Ehren wert. Wir wollen euch die Stadt Genf etwas besser vorstellen, denn vielleicht nutzt ihr unser Spiel vor Ort ja auch, um ein wenig die Stadt des Friedens kennenzulernen.
ÜBER GENF
Genf in Zahlen
• Zweitgröte Stadt der Schweiz mit circa 210.000 Einwohnern
• Fast 50% der Einwohner haben keinen Schweizer Pass
• Etwa 410 Kilometer Luftlinie von Köln entfernt
• Sitz zahlreicher internationaler Organisationen und bekannt als „Welthauptstadt der Diplomatie“
• Genf ist bekannt als „Friedensstadt“, weil sie ein wichtiges Zentrum für Diplomatie, die Rechte von Menschen und auch humanitäre Hilfe ist – so wurde in der schönen Stadt am Genfer See u.a. das Internationale Rote Kreuz gegründet
Fun Facts
• In Genf befindet sich der europäische Hauptsitz der Vereinten Nationen – nach New York der wichtigste UN-Standort weltweit
• Der berühmte Wasserfontänenstrahl Jet d’Eau schiet bis zu 140 Meter hoch in den Himmel
• Genf liegt direkt an der französischen Grenze und ist das Zentrum der französischsprachigen Schweiz
• Die Stadt ist weltweit für ihre Uhrenindustrie bekannt und Heimat zahlreicher Luxusuhrenmarken
„Typisch Genf“
Genf verbindet internationales Flair mit Schweizer Lebensqualität. Die Stadt am gröten Alpensee Europas, dem Genfersee, ist geprägt von Diplomatie und einer kosmopolitischen Atmosphäre. Der Palast der Nationen, ehemaliger Sitz des Völkerbundes, beherbergt heute das Büro der Vereinten Nationen – auch deshalb gilt Genf nach New York als wichtigster UN-Standort weltweit.
„PERSÖNLICHE GESCHICHTEN? ES GIBT SO VIELE!“
Seit über 20 Jahren ist Sébastien mit dem GSHC verbunden. Als er 2004 seine erste Saisonkarte kaufte, war der Genfer Traditionsverein gerade in die höchste Schweizer Spielklasse zurückgekehrt. Seither ist seine Leidenschaft für den Klub ungebrochen. Sie ging sogar so weit, dass Sébastien selbst mit dem Eishockeyspielen begann – und dabei nicht nur seine sportliche Leidenschaft, sondern auch seine zukünftige Frau fand. Wir haben uns mit Sébastien über seine besondere Verbindung zum GSHC unterhalten und dabei erfahren, was den Klub, den Kanton Genf und die einzigartige Atmosphäre in Les Vernets so besonders macht.
Warum bist du Fan dieses bestimmten Vereins geworden?
„Zunächst einmal, weil es der Verein meines Kantons ist. Als ich 2004 meine erste Saisonkarte gekauft habe, war der Verein gerade in die höchste Spielklasse zurückgekehrt, und mir gefiel die Identität, die sich rund um die Mannschaft entwickelte, sehr gut. Seitdem habe ich nie aufgehört, in die Arena zu kommen.“
Was macht diesen Verein für dich so besonders?
„Genf ist ein Kanton wie kein anderer. Wir liegen ganz im Westen des Landes, haben eine ganz eigene Mentalität und unsere eigene Art zu denken. Der GSHC spiegelt das perfekt wider.“
Was würdest du vermissen, wenn es diesen Verein nicht gäbe?
„Das starke Gefühl, zu einer eng verbundenen Familie rund um einen Verein zu gehören, der sich deutlich vom Rest der Schweiz unterscheidet.“
Welche persönliche Geschichte verbindest du mit deinem Verein?
„Es gibt so viele! Die erste Meisterschaft des Vereins im Jahr 2023 bleibt der beste Tag meines Lebens. Meine Liebe zum GSHC hat mich dazu inspiriert, selbst Eishockey zu spielen. Da ich nicht Schlittschuhlaufen konnte, begann ich mit Unihockey, das dem Eishockey sehr ähnlich ist. Zwanzig Jahre später spiele ich immer noch – und in meinem Verein habe ich sogar meine zukünftige Frau kennengelernt.“
Wofür steht dein Verein aus deiner Sicht?
„Für Stolz, Solidarität, Kampfgeist und Respekt gegenüber dem Verein und dem gesamten Kanton. Ich liebe es, dass der Verein bei bestimmten Spielen auf wichtige Anliegen aufmerksam macht, zum Beispiel auf den Kampf gegen Brustkrebs oder die Unterstützung von Kindern im Krankenhaus.“
Was unterscheidet deinen Verein von anderen Mannschaften?
„Unsere Arena! Wir haben die älteste Arena im Schweizer Spitzen-Eishockey, und ihre Mauern sind seit 1968 von Geschichte geprägt. Ein Besuch in Les Vernets bietet den Fans noch immer ein authentisches Erlebnis.“
Wie würdest du eure Fankultur und die Menschen hinter dem Verein beschreiben?
„Wir haben vielleicht nicht die gröte Fangemeinde, dafür aber eine sehr treue. Einige sind seit mehreren Jahrzehnten dabei und haben die besten wie auch die schwierigsten Zeiten miterlebt. Diese vertrauten Gesichter bei jedem Spiel zu sehen, erinnert uns daran, dass die Liebe zum GSHC über die Jahre hinweg Bestand hat.“
Welche Tradition, welches Ritual oder welche Besonderheit sollte man über euren Verein kennen?
„Vor dem Spiel passieren zwei besondere Dinge. Zuerst fliegt Sherkan – ein echter Adler – von der Tribüne hinunter bis zur Mitte des Eises. Anschlieend singt die gesamte Arena gemeinsam den „Cé que laino“, die Hymne des Kantons Genf. In diesem Moment kommt ein ganzer Kanton zusammen, um seine Eishockeymannschaft zu unterstützen.“
Warum sollte jeder Eishockeyfan diesen Verein mindestens einmal erleben?
„Wegen unserer einzigartigen Arena, unserer Pre-Game-Show – der einzigen ihrer Art in Europa – und natürlich wegen der Atmosphäre in der Arena an Spielabenden.“

Sébastien mit einer vom GSHC gewonnnen Trophäe (Foto: Privat)