GAMEDAY! Zwölf Jahre haben wir auf die Rückkehr auf die europäische Bühne gewartet – nun ist es endlich so weit. Mit der Champions Hockey League und der #MissionEuropa beginnt ein neues Kapitel, das weit über die ersten internationalen Pflichtspiele hinausgeht. Zum Auftakt geht es nach Salzburg und Tampere – und damit direkt gegen zwei namhafte Gegner. Kurz vor dem Flug nach Österreich haben wir uns nochmal mit Kapitän Moritz Müller unterhalten.
Mo, gleich hebt die Maschine ab und wir starten die #MissionEuropa. Ist so ein Flieger nochmal ein etwas anderes Gefühl als der Bus?
„Auf jeden Fall. In den vergangenen Jahren hatten wir immer eine Vorbereitung, bei der wir darauf geachtet haben, dass wir nicht nur gegen die nahen Gegner spielen. Da war es schon etwas Besonderes, wenn wir mal nach Bayern gefahren sind. Im Spielerkreis ist es eigentlich das Beste, Champions Hockey League zu spielen, weil es in dieser Zeit wirklich um etwas geht und man gegen die besten Mannschaften Europas spielt. Es ist einfach ein tolles Privileg, das wir uns in den vergangenen Jahren erarbeitet haben.“
Nach zwölf Jahren sind die Haie zurück auf der europäischen Bühne – wie besonders ist das für dich und den Club?
„Sehr besonders. Wir waren einmal in der Saison 2014/2015 mit dabei, aber danach leider nicht mehr. Ich bin schon eine lange Zeit bei den Haien und es war nicht immer nur einfach, sondern zwischendurch auch etwas „bumpy“ – in den vergangenen Jahren haben wir alle zusammen etwas aufgebaut. Dass wir nun in der CHL spielen, ist für uns alle eine Belohnung und ein Beleg dafür, dass gute Arbeit geleistet wurde.“
Was in anderen Sportarten vielleicht nicht ganz so verbreitet ist, ist im Eishockey recht normal. Ihr fliegt und spielt am gleichen Abend schon direkt das Spiel. Wie geht ihr diesen doch sehr vollen und besonderen Tag an?
„Es gibt Spieler, die das sehr begrüen, und es gibt auch Spieler, die lieber einen Tag vorher anreisen. So oder so muss ich sagen, ich habe mit beiden Varianten meinen Frieden gemacht. Es sind einfach unterschiedliche Vorbereitungen. Man muss an einem Reisetag wirklich schauen, dass man genug trinkt und nicht zu viel isst, weil auf solchen Reisen oft überall Essen angeboten wird. Und bis das Spiel dann losgeht, hat man eigentlich zu viel gegessen. Die Reise ist, was sie ist. Wenn man ankommt, sollte man sich nochmal eine Ruhepause nehmen und dann voll fokussiert ins Spiel reingehen. Damit habe ich kein Problem.“
Wie läuft die Gegnervorbereitung in der Champions Hockey League ab bzw. wie geht man eine solche erste Pflichtspielpartie der Saison gegen einen unbekannten Gegner an?
„Klar, es sind keine Mannschaften, auf die wir in der DEL treffen, aber man wei doch ein bisschen etwas über die Mannschaften. Salzburg gehört zur Red-Bull-Organisation und wird wahrscheinlich ein ähnliches Spielsystem an den Tag legen. Auch die Mannschaft ist sehr gut besetzt. Über Tampere kann man einfach nur sagen: Das ist eine Topmannschaft Europas, dazu mit unserem Trainer vom der vergangenen zwei Spielzeiten Ich bin gespannt, wie wir uns gegen Salzburg und Tampere anstellen.“
Nach zwölf Jahren dann doch mal wieder etwas Neues – auch für dich als erfahrenen Spieler etwas Besonderes? Du warst in der ersten CHL-Saison nur ein bisschen verletzt. Wie ist es für dich, jetzt auch nochmal diesen neuen Wettbewerb mitzunehmen?
„Total cool. Wenn ich in den letzten Jahren immer gesehen habe, dass andere, gerade auch die Topklubs, mit ihren Nationalspielern in der Champions League spielen und dort Erfahrungen sammeln konnten und wir dazu nicht in der Lage waren, freut es mich umso mehr, dass die Haie jetzt auch auf so einem Weg sind. Das ist ja schon oft gesagt worden. Für alle, auch für die Fans, ist es schön, internationales Eishockey zu sehen – zu Hause und auswärts. Es geht dabei natürlich nicht nur ums Genieen. Ein Teil davon ist sicher das Erlebnis, aber es ist auch ein Ansporn zu zeigen: Okay, wir sind mittlerweile in Europa wirklich wieder ein Name.
Spürst du eine Vorfreude im Umfeld?
„Auf jeden Fall. Nicht nur wir als Mannschaft, sondern auch die Fans haben groe Lust auf die Champions Hockey League. Das habe ich in vielen Gesprächen im Sommer mitbekommen – und das zeigt sich ja auch im Ticketverkauf für unser erstes Heimspiel am 18. September gegen Frölunda. Das ist fantastisch und ein guter Beleg dafür, wie gro die Vorfreude bei uns allen ist.“