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Interview mit Markus Ljungh - "Diese Erfahrungen möchte ich weitergeben"

DONNERSTAG, 02. JULI 2026
Auf solche Momente freut sich Markus Ljungh auch in Köln. (Foto: Linköping HC)

Markus Ljungh ist unser sechster Neuzugang für die kommende Saison. Der 35-jährige Schwede, der zuletzt in Linköping spielte, wird ab August erstmals in Deutschland auflaufen. Worauf Markus sich in Köln am meisten freut, mit wem er bereits über die Haie gesprochen hat und was er abseits vom Eis gerne unternimmt, das erfahrt ihr im ersten Interview mit ihm.

Markus, herzlich willkommen bei den Kölner Haien! Wie fühlt es sich an, jetzt offiziell ein Teil der Haie zu sein?

„Vielen Dank! Es fühlt sich großartig an. Ich habe schon so viele positive Dinge über Köln, die Haie, die Fans, die Arena und die Stadt gehört. Außerdem kenne ich Patrick Russell sehr gut und habe viel mit ihm gesprochen. Deshalb freue ich mich wirklich sehr auf diese neue Herausforderung.“

Du hast bereits mit Patrick in Linköping zusammengespielt. Habt ihr vor deinem Wechsel nach Köln miteinander gesprochen?

„Ja, natürlich. Ich habe mit Patrick gesprochen, aber auch mit Matthias Baldys und Thomas Berglund. Patrick hatte ausschließlich positive Dinge über die Organisation, die Stadt und die Fans zu berichten. Es ist schön, wieder mit ihm zusammenzuspielen. Wir standen einige Jahre gemeinsam für Linköping auf dem Eis, deshalb kennen wir uns sehr gut.“

Den Großteil deiner Karriere hast du bisher in Schweden verbracht. Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für den Wechsel nach Deutschland und zu den Kölner Haien?

„Ich hatte das Gefühl, dass es Zeit ist, etwas Neues auszuprobieren. Als sich die Möglichkeit mit Köln ergeben hat, habe ich mit meiner Familie und einigen Spielern darüber gesprochen. Am Ende hat sich alles einfach richtig angefühlt – sowohl der Zeitpunkt als auch der Club.“

Unsere Fans kennen dich bisher vor allem aus Statistiken und Highlight-Videos. Wie würdest du dich selbst als Spieler beschreiben?

„Ich sehe mich als Zwei-Wege-Center. Mir ist es wichtig, der Mannschaft sowohl defensiv als auch offensiv zu helfen. Ich kann in Unterzahl und im Powerplay eingesetzt werden und möchte ein Spieler sein, auf den sich jeder verlassen kann. Außerdem arbeite ich sehr hart für den Erfolg des Teams.“

Bei Linköping warst du außerdem Assistenzkapitän. Was hast du aus dieser Rolle mitgenommen und wie möchtest du diese Erfahrung in die Mannschaft einbringen?

„Ich bin inzwischen seit einigen Jahren Assistenzkapitän und habe dadurch viel Erfahrung gesammelt. Ich habe lange in der schwedischen Liga gespielt und durfte auch Einsätze für die schwedische Nationalmannschaft absolvieren. Diese Erfahrungen möchte ich weitergeben – besonders an die jüngeren Spieler, wenn sie Unterstützung brauchen. Letztlich geht es darum, der Mannschaft zu helfen und gemeinsam eine erfolgreiche Saison zu spielen.“

Mit Thomas Berglund haben wir einen neuen Cheftrainer, der ebenfalls aus Schweden kommt. Kanntest du ihn bereits?

„Persönlich kannte ich ihn vorher nicht. Ich habe aber viel Gutes über ihn gehört und inzwischen ein paar Mal mit ihm gesprochen. Man merkt sofort seinen Ehrgeiz und seinen großen Willen zu gewinnen. Das gefällt mir sehr.“

Abseits des Eises: Was für ein Mensch ist Markus Ljungh? Wie verbringst du deine Freizeit?

„Ich bin vor allem Familienmensch. Meine Frau und ich haben drei Kinder – meine älteste Tochter ist zwölf Jahre alt, das mittlere Kind neun und das jüngste fünf. Dadurch gibt es natürlich immer viele Aktivitäten. Ich unterstütze meine Kinder, wo ich kann, und helfe sogar ein wenig als Trainer im Fußballteam meines ältesten Kindes. Ansonsten schaue ich gerne Fußball und genieße die Zeit mit meiner Familie. Ich würde sagen, ich bin ein eher entspannter Typ.“

Du spielst außerdem gerne Golf, oder?

„Ja, das stimmt. Wenn ich Zeit habe, spiele ich sehr gerne Golf. Diesen Sommer war es bisher etwas weniger, als ich gehofft hatte, aber die Sommerpause ist ja noch nicht vorbei. Vielleicht schaffe ich noch die eine oder andere Runde, bevor es nach Köln geht.“

Du ziehst zum ersten Mal nach Deutschland. Worauf freust du dich besonders – und was wirst du vielleicht am meisten an Schweden vermissen?

„Ich war zwar schon mal in Deutschland, aber werde ab August zum ersten Mal dort leben. Ich freue mich darauf, die Stadt zu entdecken, meine neuen Teamkollegen kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Ich werde allein nach Köln kommen, meine Familie wird mich besuchen, wann immer sie kann. Was ich vermissen werde? Vielleicht das schwedische Essen – und wahrscheinlich auch die Sprache. Und natürlich schwedische Süßigkeiten. Die sind ja inzwischen auf der ganzen Welt bekannt.“

Ein besonderes Highlight werden sicher die Heimspiele in der LANXESS arena sein. Wie groß ist die Vorfreude darauf?

„Sehr groß. Vor über 18.000 Zuschauern zu spielen, wird für mich eine völlig neue Erfahrung sein. Ich glaube nicht, dass ich das bisher schon einmal erlebt habe. Deshalb freue ich mich schon riesig darauf, beim ersten Heimspiel aufs Eis zu gehen. Ich kann es kaum erwarten.“

Dein erstes Heimspiel wird direkt ein CHL-Spiel gegen Frölunda Göteborg sein – also gegen eine Mannschaft aus deiner Heimat. Ist das etwas Besonderes?

„Auf jeden Fall. Ich kenne einige Spieler dort und auch den Trainer. Es wird etwas Besonderes sein, gleich in meinem ersten Pflichtspiel für Köln gegen ein schwedisches Team anzutreten. Frölunda ist eine starke Mannschaft, deshalb wird das eine spannende Herausforderung.“

Zum Abschluss: Du hast bereits viele besondere Momente in deiner Karriere erlebt. Was müsste passieren, damit die kommende Saison für dich eine ganz besondere wird?

„Es gibt einige Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. Zum Beispiel den Aufstieg mit Djurgården von der zweiten in die erste Liga. Die Atmosphäre damals war unglaublich. Auch mein Debüt für die schwedische Nationalmannschaft war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Mein erstes Tor in der SHL gehört ebenfalls zu diesen besonderen Momenten.
Damit die kommende Saison für mich etwas ganz Besonderes wird, müssen wir als Mannschaft erfolgreich sein. Solche gemeinsamen Erlebnisse und Erfolge sind am Ende die Momente, die man für immer in Erinnerung behält. Ich hoffe, dass wir in Köln viele solcher Erinnerungen schaffen werden.“