Tim Fleischer ist unser zweiter Neuzugang für die Saison 2026/2027. Während seines ersten Besuchs im Haie-Zentrum haben wir uns mit dem 25-jährigen Stürmer getroffen und unter anderem über seine bisherige Karriere, seine Verbindung zur LANXESS arena und die Vorfreude auf die kommende Saison gesprochen.
Herzlich willkommen in Köln, Tim. Was fällt dir als erstes ein, wenn du an Köln und die Haie denkst?
„Da habe ich direkt das Logo der Haie vor Augen. Ich denke es gibt nur wenige Clubs, die so eine groe Tradition wie die Haie haben. Als zweites fällt mir die LANXESS arena ein und wie viel Support die Stadt dem Verein gibt – da freue ich mich schon sehr drauf, dies zu spüren.“
Du bist heute nicht zum ersten Mal in Köln. Wie hat dir die Stadt bisher gefallen?
„Ich war schon ein paar Mal in Köln, das stimmt – es ist ja nicht so weit von meiner Heimat weg, daher kenne schon ein paar Ecken. Jetzt freue ich mich, die Stadt in nächster Zeit mehr zu erkunden.“
Du sprichst deine Heimat an – aufgewachsen bist du in Iserlohn und hast auch dort mit dem Eishockey begonnen. Wie kam es dazu?
„Da war mein älterer Bruder dran Schuld (lacht). Er hat vor mir mit dem Eishockeyspielen angefangen und da wollte ich als kleiner Bruder natürlich auch aufs Eis. Es hat mir sehr viel Spa gemacht und ich war auch recht schnell ganz gut würde ich sagen – so bin ich dabei geblieben.“
Viele Jahre hast du anschlieend im Nachwuchs der Roosters gespielt, ehe es über eine Station in Mannheim in eine kanadische Juniorenliga ging. Welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?
„Das Jahr in Kanada war sehr besonders – nicht nur sportlich, sondern vor allem als Person. Man ist etwas auf sich alleine gestellt, lernt eine andere Kultur kennen und lebt in einer Gastfamilie. Die Zeit war sehr wertvoll für mich und hatte einen Einfluss darauf, wie ich zu der Person geworden bin, die ich heute bin.“
Nach dem Jahr ging es zurück nach Deutschland und du gabst dein DEL-Debüt für die Roosters – man könnte sagen an einem ganz besonderen Ort.
„(lacht) Ja, das Spiel war tatsächlich in Köln. Wir konnten mit den Roosters auch gewinnen, was es zu einem wirklich besonderen Tag machte. Sein erstes DEL-Spiel gleich vor so vielen Zuschauern zu spielen, war sehr speziell und doch noch ungewohnt. In gewisser Weise schliet sich nun so ein bisschen der Kreis.“
Mittlerweile hast du 344 DEL-Spiele absolviert und neben den Roosters für Nürnberg und Straubing gespielt. Wie würdest du dich als Spieler beschreiben?
„Ich würde sagen, dass ich ein zweikampfstarker und vielseitig einsetzbarer Spieler bin. Meine Mitspieler einzusetzen und das Spiel vor mir zu haben, liegt mir. Ich habe die vergangenen Jahre sehr stark an meinem Spiel gearbeitet, habe mehr Verantwortung übernommen und wollte in den wichtigen Momenten auf dem Eis gute Entscheidungen treffen.“
Zwei bisherige Highlights deiner Karriere dürften sicherlich die CHL und Spengler Cup-Teilnahme mit Straubing in der Saison 2024/2025 gewesen sein?
„Es war ein ziemlich intensives Jahr mit CHL und Spengler Cup in einer Saison, aber es waren beides absolute Highlights für mich. Der Spengler Cup in Davos, mit dem ganzen Setting in diesem eishockeyverrückten Ort war schon wirklich sehr cool. Dazu gegen die Top-Teams aus Europa zu spielen und für mich persönlich auch ein Tor gegen Team Canada zu erzielen, war besonders. Auch die CHL ist ein sehr cooler Wettbewerb. Daher freue ich mich schon jetzt darauf, meine zweite CHL-Saison mit den Haien zu spielen.“
Ein weiteres Highlight waren sicherlich die Nominierungen für die deutsche Nationalmannschaft?
„Das ist jedes Mal eine Riesenehre für mich. Die Nationalhymne vor dem Spiel zu hören, motiviert mich. Die Zeit bei der Nationalmannschaft macht immer viel Spa und ich konnte mich auch dort weiterentwickeln. Natürlich möchte ich im Nationalteam gerne in Zukunft eine gröere Rolle einnehmen und hoffentlich auch bald meine erste Weltmeisterschaft spielen.“
Nun steht der Wechsel nach Köln an – was waren die Gründe für den Wechsel zu uns?
„Ich hatte gute Gespräche mit Matthias Baldys und habe mich schnell entschieden, dass ich zu den Haien kommen möchte. Ich spüre eine groe Vorfreude auf die Saison und die Heimspiele in der LANXESS arena. Natürlich ist es für mich auch schön, wieder näher an meiner Heimat zu sein.“
Und du kennst ja auch bereits einige der Jungs?
„Das stimmt, insbesondere die jüngeren deutschen Spieler wie Dominik Bokk oder auch Jan Luca Sennhenn. Vor allem ‚Bokki‘ kenne ich schon recht lange und habe einige Turniere im Nachwuchs mit ihm gespielt. Dazu kennen ich den einen oder anderen von der Nationalmannschaft und mit Gregor MacLeod habe ich zwei Jahre in Nürnberg gespielt.“
Nun steht erstmals der Sommer an – wie sehen die nächsten Wochen für dich aus?
„Nach einer Saison komme ich immer gerne erstmal nach Hause, geniee die Zeit mit der Familie und Freunden. Dann steht natürlich auch noch Urlaub an, ehe ich mich auf die neue Saison vorbereite.“
Du sprichst die neue Saison an – was kommt dir als erstes in den Kopf, wenn du an die neue Saison denkst?
„Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass die kommende Saison für die Haie erfolgreich wird.“