2011/2012: Uwe Krupp beginnt Neuaufbau

Die Sehnsucht der Haie-Fans nach Stabilität wurde in der Saison 2011/2012 erfüllt. Nach unruhigen Jahren legte der KEC eine ordentliche Spielzeit hin – ohne dabei jedoch von Schwankungen verschont zu bleiben. Ex-Nationaltrainer und Stanley Cup-Sieger Uwe Krupp übernahm gemeinsam mit Niklas Sundblad das Ruder und startete mit einer jungen Truppe den Neuaufbau. Mit gerade einmal fünf ausländischen Spielern ging das KEC-Team in die Saison. Die deutsche Karte war Trumpf. Kein anderes Team spielte sie so konsequent wie der KEC. „Wir haben keine echten Superstars“, ließ Uwe Krupp vor der Saison wissen, „wir wollen eine ehrlich arbeitende Mannschaft sein. Ob wir gewinnen oder verlieren, wird in erster Linie an unserer Einstellung liegen, wir sind keine Mannschaft, die aus fünf Chancen vier Tore macht. Wir müssen marschieren, ein unangenehmer Gegner sein und in jedem Spiel die Ärmel hochkrempeln.“

Das Vertrauen, das Krupp vor allem seinen jungen Mannen schenkte, wurde zurück bezahlt. So wurden beispielsweise die ehemaligen Jung-Haie Philip Gogulla (Topscorer) oder Moritz Müller (punktbester Verteidiger) zu wichtigen Stützen und übernahmen wie viele ihrer Teamkollegen Verantwortung. Am Ende einer spannenden Saison erreichte der KEC 2012 das Viertelfinale und wurde mit Applaus von den Rängen verabschiedet.

Auswärts bärenstark, zu Hause oft erfolglos

Auswärts bärenstark, zu Hause oft erfolglos„Unser Weg wird holprig“, prophezeite Krupp vor dem ersten Saisonspiel. Der ehemalige Bundestrainer war sehr darauf bedacht, nach den Erfolgen in der Vorbereitung (Köln gewann als erste deutsche Mannschaft in der 82jährigen Geschichte des Turniers den Tatra-Cup im slowakischen Poprad sowie das Mini-Turnier „Geller-Cup“ im heimischen Haie-Zentrum) nicht zu viel Euphorie im Vorfeld der Saison zuzulassen. Gleich das erste DEL-Wochenende im September 2011 bestätigte den Coach. Die beiden Spiele zu Hause gegen einen der Titelfavoriten Ingolstadt und in Straubing sollten von den Ergebnissen her in gewisser Weise ein Spiegelbild der Saison werden. Nach gutem Auftritt unterlag der KEC bei der Heimpremiere mit 1:2, ließ aber zwei Tage später den ersten von insgesamt 14 Auswärtssiegen der Spielzeit folgen. Das – wenn auch glückliche – 4:1 am 18. September 2011 bei den Tigers war Uwe Krupps erster Sieg als Cheftrainer einer Vereinsmannschaft.

Die Haie legten einen insgesamt guten Saisonstart hin und blieben in den ersten neun Spielen nur zwei Mal ohne Zähler. Als Belohnung erreichten die Haie nach dem 1:0-Sieg in Nürnberg am 14. Oktober Platz fünf. Es sollte bis zum Ende der Hauptrunde die beste Platzierung des KEC in der Saison bleiben. Heimschwäche und Auswärtsstärke blieben ständiger Begleiter der Haie. Auf fremdem Eis holte die Mannschaft am Ende mit 41 Punkten vier Zähler mehr als in der LANXESS arena (37 Punkte).

„Schnäuz“ sagt „Tschö“

Schnäuz sagt Tschö

Nicht unerwähnt bleiben darf die Verabschiedung von Kult-Materialwart Lothar Zimmer, den alle nur „Schnäuz“ nennen. Weit über 30 Jahre lang hatte er Tausende Paar Schlittschuhe geschliffen, Kisten geschleppt, Helme repariert, Trikots gewaschen, Tag und Nacht gearbeitet – und dabei nicht ein einziges Haie-Spiel verpasst! „Schnäuz“ ging in den wohl verdienten Ruhestand und erhielt am 16. September 2011 vor dem ersten DEL-Spiel seiner Haie gegen Ingolstadt ein offizielles Abschiedsspiel. Weggefährten von „Schnäuz“ aus fast vier Jahrzehnten KEC folgten der Einladung: Uli Rudel, Andreas Pokorny, Peter Lutter, Werner Kühn, Uli Hiemer, Didi Hegen, Peter Draisaitl, Justyn Denisiuk, Thomas Brandl, Tobias Abstreiter, Udo Kießling, Martin Ondrejka, Ernst Köpf, Leo Stefan, Dieter Horky und zahlreiche weitere „Ehemalige“ erwiesen „Schnäuz“ die Ehre. Thomas Brandl, der von 1987 bis 1996 in über 400 Spielen im Haie-Trikot in Lothar Zimmers Obhut war und heute Nachwuchstrainer beim KEC ist, sagt über „Schnäuz“: „Wenn der Mensch von Adam und Eva abstammt, stammen alle Betreuer von Lothar Zimmer ab. Er ist ein Unikum. Als ich als junger Spieler nach Köln gekommen bin, hat mich Lothar erzogen. Er hat mir gezeigt, was sich gehört und was nicht. Lothar ist eine Respektsperson und nie schlecht gelaunt. Er hat nie selbst gespielt, hatte aber immer ein gutes Auge für das Spiel und ein feines Gespür für die Stimmung in der Mannschaft.“ Treffender konnte man es nicht formulieren. Lothar Zimmer erhielt nach seinem Abschiedsspiel eine Dauerkarte auf Lebenszeit und versprach: „Eishockey hört für mich nie auf. Das ist wie mit einer Fliege und dem Fliegenfänger, einmal gefangen kommst du nicht mehr davon los.“

Neuzugang, Fan-Meilenstein und eine bewegende Zeremonie

Neuzugang, Fan-Meilenstein und eine bewegende ZeremonieIm Oktober wurden die Haie nochmals – aber nicht zum letzten Mal in dieser Spielzeit – auf dem Transfermarkt tätig. Als insgesamt elfter Neuzugang erweiterte Felix Schütz die Gruppe deutscher Nationalspieler in der Haie-Kabine. Der technisch starke Stürmer wechselte aus Ingolstadt an den Dom, verletzte sich aber direkt in seinem ersten Spiel in Berlin und fiel einige Wochen aus. So musste er von der Tribüne aus mit ansehen, wie der KEC zunächst an Boden verlor.

Anfang November zeigte die Formkurve dann wieder nach oben, so dass sich die Haie in einer wieder einmal sehr ausgeglichenen Liga zwischen den Plätzen sechs und zehn einzupendeln schienen.

Beim Heimspiel am 18. November 2011 erreichten die Kölner Haie eine beachtliche Zuschauermarke. Gegen die Krefeld Pinguine begrüßte der KEC den achtmillionsten Zuschauer bei einem Bundesliga- bzw. DEL-Eishockey-Heimspiel in Köln! Rein statistisch hat somit die gesamte Bevölkerung Kölns rund acht Mal die Stadiontore durchschritten. Gekrönt wurde der Eishockey-Abend mit einem 5:3 über den KEV.

Nur vier Tage später stand das große Rhein-Derby gegen die DEG auf dem Programm. Der KEC musste sich nach Penaltyschießen geschlagen geben (3:4), wusste an diesem Abend aber noch nicht, dass schon wenige Wochen später eine süße Revanche gelingen sollte.

Neuzugang, Fan-Meilenstein und eine bewegende ZeremonieDer 22. November 2011 war aber nicht nur Derby-Tag, es war auch ein Abend großer Emotionen. Die Ehrung von Haie-Gründungsmitglied Detlef Langemann wurde vollzogen. Sein Ehrenbanner mit der Nummer 14 wurde unter dem Hallendach der Arena gehisst. In einem feierlichen Zeremoniell, bei dem „Della“ für seine langjährigen und herausragenden Verdienste für den KEC und das Kölner Eishockey geehrt wurde, herrschte Gänsehaut-Atmosphäre. Detlef Langemann war Mitbegründer des KEC und einer der wichtigsten Motoren bei der Loslösung der Haie aus dem KEK Anfang der 70er Jahre. „Der Name Langemann und KEC gehört genauso zusammen wie Köln und der Karneval“, stellte Uwe Krupp klar und Rainer Maedge, der Präsident des Stammvereins fasste zusammen: „Ohne Detlef Langemann säßen wir heute nicht hier.“ Langemanns Ehrenfahne hängt seit diesem Tag in der Reihe mit den Bannern von Peppi Heiss (1), Jörg Mayr (6), Ralph Philipp (8), Miro Sikora (11) und Robert Müller (80) unter dem Dach der Arena.

Gute Ausbeute im Dezember

Zwar hielt sich der KEC auch im Dezember mit glatten drei-Punkte-Heimsiegen dezent zurück, aber immerhin gewannen die Haie mehrere Spiele im letzten Monat des Jahres in eigener Halle nach Penaltyschießen. Da auf die Stärke in fremden Stadien weiterhin Verlass war, kratzte der KEC immer wieder an Rang sechs. Doch immer wenn der Sprung unter die Top-6 angepeilt wurde, setzte es einen Rückschlag. Der bitterste war sicherlich die 1:7-Heimklatsche gegen Ingolstadt. Nachhaltig vermochte die hohe Pleite die Haie aber nicht aus dem Konzept zu bringen.

Gute Ausbeute im Dezember

Emotionaler Höhepunkt des Dezembers war das Derby in Düsseldorf am zweiten Weihnachtsfeiertag 2011. In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel gewann der KEC im Düsseldorfer ISS Dome trotz 1:3-Rückstandes noch mit 4:3 und zog in der Tabelle am rheinischen Rivalen vorbei. „Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie die Mannschaft zurück gekommen ist“, so Krupp nach seinem ersten Derby-Sieg als Trainer, „wir haben uns durch nichts ablenken lassen und sind unserer Linie treu geblieben. Wir genießen den Moment, doch es gibt keine Zeit, um durch zu schnaufen.“ Der Coach sollte Recht behalten...

Schleichende Schwächephase wird zur handfesten Krise

Schleichende Schwächephase wird zur handfesten KriseMit einer guten Ausgangsposition starteten die Haie ins neue Jahr. Zwei Heimspiele gegen den Letzten und Vorletzten Nürnberg und Hannover schienen eine Steilvorlage für einen weiteren Angriff auf Platz sechs zu sein. Doch es kam anders. Zwei bittere Niederlagen gegen die DEL-Schlusslichter war der Beginn eines Ergebnistals, welches den KEC um ein Haar die Playoff-Teilnahme kostete. Das gefährlichste an diesem Prozess war, dass er schleichend kam. Ende Januar hofften die Fans, dass die Kehrtwende geschafft sei. Nach akuter Punktarmut gab es u.a. einen 4:0-Heimerfolg über München, der für viel Erleichterung sorgte und ein famoses 4:3 gegen Mannheim. „Die Kölner Haie sind wieder erster Jäger der Top-6“ titelte DEL.org nach dem Erfolg des KEC. Die Haie verbesserten sich durch den „Dreier“ auf Platz sieben und konnten den Vorsprung auf Rang elf auf vier Zähler ausbauen. Zudem hatte der schwedische Rückkehrer Johan Åkerman (kam für Andre Lakos) die Haie-Abwehr verstärkt. Doch nach einem weiteren Auswärtssieg in Augsburg ging es bergab. Vor ausverkauftem Haus (erstmals wurde eine „Derby-Wette“ ins Leben gerufen: Ist das Spiel ausverkauft, gibt es eine Freikarte für Haie-Fans, ist es nicht ausverkauft, erhalten DEG-Fans Freibier) verlor Köln mit 2:4 und rauschte danach ab. Aus sechs Spielen holten die Haie von 18 möglichen Zählern nur noch einen Punkt. Der Playoff-Zug schien abgefahren zu sein. „Nur noch ein Wunder“, so der Kölner Stadtanzeiger, „könne die Haie retten.“ Aber die gibt es im Sport ja bekanntlich ab und zu ...

Irrer Schluss-Spurt sichert Endrunde

Es war klar: Binnen weniger Tage würde sich das sportliche Schicksal der Haie entscheiden. Die Verantwortlichen behielten die Ruhe, was sich am Ende auszahlen sollte. Der DEL-Spielplan sah Ende Februar und Anfang März zunächst wahnwitzige vier Spiele in sechs Tagen vor. Hier sollte es sich entscheiden. Die Haie waren zum Siegen verdammt – und siegten.

Irrer Schluss-Spurt

Irrer Schluss-SpurtEinem 2:1 über den Deutschen Meister Berlin folgte das vielleicht irrste Spiel der letzten Jahre. Am 1. März traf Köln auf Straubing. Vom Papier her alles andere als ein Kracher, in Realität ein emotionales Sahnestück. „Ich bin immer noch high“, grinste Moritz Müller auch 45 Minuten nach der Schluss-Sirene, „es war ein Privileg, heute dabei gewesen zu sein, als Fan und als Spieler.“ Dieses Eishockey-Duell sollten die Haie-Fans noch lange in ihren Herzen tragen. Es war ein Krimi der Extraklasse und eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Haie lagen bis knapp zehn Minuten vor Schluss mit 1:3 hinten und gewannen dank einer Energieleistung und gigantischer Unterstützung von den Rängen noch mit 4:3. Durch den Sieg rückte der KEC bis auf einen Zähler an die Playoff-Ränge ran. Alle waren sich nach diesem Spiel einig: Für solche Momente geht man zum Eishockey! Das waren Emotionen pur! Mit „Kämpfen für die Playoffs“-Sprechchören peitschten die Haie-Fans die Mannschaft beim Stande von 1:3 nach vorne. Moritz Müller: „Wir wussten, dass diese 20 Minuten über vieles entscheiden werden. Wir sind positiv geblieben. Was dann auf dem Eis passiert ist, war Gänsehaut pur. Im Sport ist vieles einfach Kopfsache. Wir haben 40 Minuten müde ausgesehen, aber wir haben den Willen gehabt, das Spiel zu drehen und unsere letzten Reserven mobilisiert. Die Fans waren geil!“ Die Haie rannten an. Jonathan d`Aversa löste schließlich die Lawine aus, der die Tigers nichts mehr entgegen zu setzen hatten. In Überzahl traf er zum Anschluss. Die 10.271 Fans spürten: „Hier geht noch was!“ Sie gaben weiter Gas und trugen die Haie von Angriff zu Angriff. Alex Weiß traf die Latte, doch schließlich sorgte Matt Pettinger für unbändigen Jubel, als er das 3:3 markierte. Der Rausch wollte nicht enden. Schließlich war es Jason Jaspers, der die Standfestigkeit der Arena überprüfen ließ: Sein Tor aus dem Gewühl zum 4:3 sorgte für „Komplett-Ausraster“ auf den Rängen. Was für ein Comeback!!! In den Schlussminuten geriet der KEC in Unterzahl. Straubing nahm den Torwart raus, so dass es am Ende nochmal eine zünftige Abwehrschlacht gab. Doch die Haie retteten den Sieg über die Zeit.

Uwe Krupp sagte nach dem Spiel: „Das war für uns das wichtigste Spiel des Jahres. Wir haben Entschlossenheit und Willensstärke gezeigt. Großes Lob an die Mannschaft. Das war eine unglaubliche Kraftanstrengung. Wir haben eine Truppe von richtig guten Typen. Alle haben heute zusammen gehalten. Wir leben noch.“

Haie-Fan Sven C. fasste auf dem Haie-Facebook-Account zusammen: „Schockiert, erleichtert, verbittert, verärgert, frustriert, hoffnungsvoll, euphorisch, extatisch, zitternd und schließlich glücklich und zufrieden zuhause: ein Eishockeyspiel in Köln :)“

Noch am Abend setzte sich das Haie-Team in den Bus und fuhr nach Mannheim. Dort schaffte die Mannschaft das nicht für möglich gehaltene und holte 23 Stunden später den nächsten Dreier (5:2).

Und weiter ging die wilde Fahrt! Die Haie siegten sich Schritt für Schritt in die Playoffs. Als Abschluss einer der emotional intensivsten Haie-Wochen gewann der KEC gegen Iserlohn mit 2:1. Es war der vierte Dreier in sechs Tagen! Damit schlugen die Haie mit Berlin, Straubing, Mannheim und Iserlohn vier Mannschaften in Serie glatt, die im Tableau über dem KEC standen. Durch den Sieg gegen die Roosters bauten die Haie ihren Vorsprung auf Platz elf auf fünf Zähler aus.

„Die Mannschaft hat in den letzten sechs Tagen unheimlich viel Herz und Kampfkraft gezeigt. Wir sind aus der Negativserie als bessere Mannschaft heraus gekommen. Mit Riesenspielen haben wir uns da rausgerissen. Wir sind auf einem guten Weg“, lobte Uwe Krupp seine Mannen nach dem erneuten Sieg.

Ausgerechnet in Düsseldorf sollte der KEC die berauschende Aufholjagd krönen. Am 9. März gewannen die Haie mit 3:0 bei den Metro Stars. Die Playoffs waren geschafft!

1.000 Spiele für Lüdemann und heiße Haie-Fans

Für die Haie-Fans hätte es kein schöneres Geschenk geben können. Sie waren per XXL-Tour nach Düsseldorf und zum letzten Spiel in Berlin gereist und durften die Früchte des Mitleidens ernten.

1.000 Spiele für Lüdemann

Die Zuschauer zeigten auch 2011/2012 große Treue zu den Haien. Zu den 26 Hauptrunden-Heimspielen in der LANXESS arena pilgerten insgesamt 272.851 Fans, fast 21.000 mehr als in der vorigen Saison. Im Schnitt kamen 10.494 Zuschauer zu den Hauptrunden-Spielen des KEC, das entspricht einer Steigerung von über 8 % zu den Zahlen aus der vergangenen Spielzeit (9.696). Der erzielte Hauptrundenschnitt des KEC von knapp 10.500 war der beste seit 2008.

Das letzte Hauptrundenspiel in der Hauptstadt hatte wenig Brisanz, da den Haien die Endrunden-Teilnahme nicht mehr zu nehmen war. Umso schöner: So konnte Mirko Lüdemann seinen gigantischen Rekord halbwegs entspannt erleben. Die Haie-Legende bestritt am 11. März 2012 sein 1.000 Liga-Spiel im KEC-Trikot. Fast die Hälfte der kompletten Historie der Kölner Haie hat Mirko Lüdemann als Spieler miterlebt und gestaltet. 1993 startete er als 19jähriger seine unvergleichliche Karriere in Köln. Sein erstes Tor schoss er am 26.09.1993 beim 6:1 gegen Ratingen. 1995 und 2002 feierte er mit Köln den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Beim letzten Titel führte er die Mannschaft als Kapitän an.

Im letzten Hauptrundenspiel holte Köln einen Punkt (2:3 n.P.) und überquerte als Neunter die Ziellinie der Vorrunde.

Augsburg abgefertigt, gegen Berlin ohne Sieg

Irrer Schluss-SpurtIn der ersten Runde kam es zum Duell mit den Augsburger Panthern. Binnen zwei Tagen beendete der KEC die Serie mit einem ungefährdeten 5:1-Sieg auswärts und einem hart erkämpften 3:1 zu Hause. Das Viertelfinale war geschafft!

Doch gegen den Titelverteidiger, der auch 2012 zum finalen Triumph kommen sollte, war Endstation. Die Eisbären Berlin wussten in der „best of seven“-Serie zu überzeugen. Der KEC verkaufte sich teuer, konnte aber kein Spiel gegen Berlin gewinnen.

 

Wer jedoch an jenem 28. März 2012 – am Tag des Ausscheidens – um 21.38 Uhr in die Arena kam, hätte dennoch glauben können, dass die Haie gewonnen haben. Die Fans feierten die Mannschaft mit „Haie“-Sprechchören und minutenlangem Applaus. Der KEC-Anhang war stolz auf sein Team und würdigte den nimmermüden Einsatz der Mannschaft, die bis zuletzt alles gab, aber am Ende an einer sehr starken Berliner Mannschaft scheiterte.

Trauer beim KEC

In der Saison 2011/2012 wurden liebe Menschen aus der Mitte der Eishockey-Familie gerissen.

Am 7. September 2011 stand die Eishockeywelt still. Bei einem verheerenden Flugzeugabsturz in Russland verloren über 40 Menschen ihr Leben, darunter die gesamte Mannschaft des KHL-Clubs Lokomotive Jaroslawl. Unter den Verstorbenen war auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich, den viele der Haie-Teammitglieder schon lange kannten und mit ihm befreundet waren.

Ende Oktober 2011 verstarb im Alter von 88 Jahren der ehemalige Trainer der Kölner Haie Jiri Hanzl.

Anfang Januar 2012 verlor die Eishockey-Familie Xaver Unsinn. Der langjährige Bundestrainer starb in Füssen im Alter von 82 Jahren.

Im März 2012 ging im Alter von 74 Jahren der ehemalige Spieler des Kölner EK und spätere Eishockeyobmann der Kölner Haie, Jochen Virnich, von uns.

Im Alter von 90 Jahren ist wenig später mit Viktor Giorlani einer der Pioniere des Kölner Eishockeys gestorben.

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AKTUELLE NEWS

Donnerstag, 23. November 2017 Schwenningen am Freitag, Derby am Sonntag!

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