Donnerstag, 25. Juni 2015

„Ich bin sehr glücklich, hier zu sein.“

Dragan Umicevic war in dieser Woche erstmals bei seinem neuen Club zu Gast

Exakt drei Wochen nach seiner Vertragsunterschrift hat Haie-Neuzugang Dragan Umicevic erstmals seine neue sportliche Heimat angesteuert. Der schwedische Stürmer, der 1984 im bosnischen Dubica geboren wurde, stattete den Haien einen ersten Antrittsbesuch ab.

Hier ein kurzes Interview mit dem Stürmer, der zuletzt in der Schweiz beim EHC Biel in insgesamt 60 Spielen 16 Tore und 30 Vorlagen schaffte:

Wie ist Dein erster Eindruck von Köln?

„Es ist wirklich cool. Alle kümmern sich sehr gut um mich. „Magic“ (Haie-Mannschaftsleiter Marc Müller) hat mir alles gezeigt. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Alle, die Köln kennen, haben mir gesagt, dass es einer der besten Plätze in Europa ist, wenn es um Eishockey geht.“

Es sind sehr viele schwedische Spieler im Kader. Wie ist das für Dich?

„Es hilft natürlich ein wenig, aber wenn es nicht so wäre, wäre es auch kein Problem. Ich habe mit Per Åslund und Fredrik Eriksson zusammen gespielt, daher kenne ich diese beiden Spieler besonders gut.“

Wie würdest Du Deine Spielweise beschreiben?

„Ich bin ein guter Passgeber. Ich müsste mehr schießen. Das höre ich schon meine ganze Karriere (grinst). Vielleicht sollte ich jetzt wirklich mal damit anfangen.“

Ein Eishockeyspieler mit bosnischen Wurzeln ist eher selten …

„Ja. Dort, wo ich herkomme, hat niemand einen Schimmer, was Eishockey ist. In Zagreb gibt es jetzt eine Mannschaft, aber ansonsten ist der Sport dort recht unbekannt. Ich bin mit vier Jahren nach Schweden gekommen. Sonst hätte ich wohl auch keinen Kontakt zum Eishockey bekommen. Ich habe lange auch noch parallel Fußball gespielt, aber mit 15 habe ich mich endgültig für Eishockey entschieden.“

Medien nennen Dich „Eis-Zlatan“, in Anspielung auf den Fußball-Star Zlatan Ibrahimović, der ebenfalls aus Bosnien stammt. Wie empfindest Du diesen Vergleich?

„Ich bin ein großer Fan von Zlatan, aber der Vergleich passt meiner Meinung nach nicht, da er auf einem ganz anderen Level unterwegs ist. Aber er ist ein starker Typ und ein Vorbild für viele Menschen aus dem Balkan.“

Was hat den Ausschlag für Dich gegeben, in Köln zu unterschreiben?

„In Biel war es schwer einen Platz im Kader zu bekommen, da es nur vier Importspieler gibt und viele Profis aus Russland in die Schweiz wollen. Russland war für mich auch eine Option, aber ich habe mittlerweile zwei kleine Kinder. Da setzt man andere Prioritäten. Geld ist nicht alles in der Karriere. Das habe ich in meiner bisherigen Laufbahn gelernt. Ich will die beiden (Luca (1) und Bianca (2)) aufwachsen sehen. Da war das Gesamtpaket hier definitiv besser als Sibirien.“

Was ist Dein Ziel mit den Haien?

In Biel hatten wir auch aufgrund des Budgets nicht wirklich die Chance, oben anzugreifen. Das ist hier anders. Ich habe mal eine Silbermedaille in Finnland gewonnen, aber mir fehlt noch ein Titel. Hier haben wir eine Mannschaft und eine Clubkultur, die uns die Chance gibt, die Meisterschaft zu gewinnen.“

Danke und viel Erfolg bei den Haien!

Infos zu Dragan Umicevic: Der am 09. Oktober 1984 geborene Schwede bosnischer Abstammung, spielte zuletzt für den EHC Biel (NLA/Schweiz) und erzielte dort in insgesamt 60 Spielen 16 Tore und 30 Vorlagen. Zuvor war der Rechtsschütze in der finnischen Liiga (88 Spiele, 9 Tore, 52 Vorlagen) für Ässät Pori und Tappara Tampere aktiv. In Schweden lief Umicevic für Malmö (2. Liga), Frölunda, Färjestad, Södertälje, Djurgarden und Björklöven (2. Liga) sowie in Russland für CSKA Moskau (9 Spiele, 2 Tore) auf. Den Großteil seiner Profikarriere verbrachte der 30-Jährige bislang in der schwedischen Eliteliga SHL wo er in insgesamt 401 Spielen auf dem Eis stand und 80 Tore sowie 130 Vorlagen verbuchte. 2003 wurde er in der sechsten Runde von den Edmonton Oilers gedraftet.

Bild: Equipmentmanager Helmut Rütten (links) stattet Dragan Umicevic mit Bauer-Materialien aus.

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